Acht- und Verbietsbrief
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A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 8016
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 26 Rottweiler Hofgerichtsurteile
1580 März 1, Zinstag (Dienstag) nach Reminiscere
Regest: Wilhelm Freiherr zu Grafneckh und Burgberg, Herr zu Marschalckhenzimbern, Statthalter des Hofrichteramts zu Rotweil, entbietet Bürgermeister und Rat zu Reittlingen seinen Gruß und tut ihnen kund, daß Marte Stelzer zu Rotweil mit Urteil und rechtem Gericht den Hans Mutscheller zu Reittlingen in die Acht des Hofes zu Rotweil erlangt und verschreiben lassen hat, ihm auch Verbietsbriefe +) erteilt sind. Darum wird Bürgermeister und Rat mit Ernst geboten, diesem offen verschriebenen Ächter (= Geächteten) bei sich und in ihrem Gebiet nicht Aufenthalt zu gewähren, ihn nicht zu hausen und zu herbergen, ihm nicht Essen noch Trinken zu geben, auch sonst keine Gemeinsame (= Gemeinschaft) mit ihm zu haben. Wenn sie das nicht täten, so würde über sie nach Recht gerichtet.
Dorsal-/Marginalvermerke: Auf der Rückseite: Vermerk (des Ratschreibers): Präsentiert (= Vorgelegt) 21. März 1580.
Dem Hans Mutschler ist ausgeboten worden.
Dorsal-/Marginalvermerke: Auf der Rückseite: Vermerk (des Ratschreibers): Präsentiert (= Vorgelegt) 21. März 1580.
Dem Hans Mutschler ist ausgeboten worden.
Beschreibstoff: Pg.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: auf der Rückseite: aufgedrücktes Insigel des Hofgerichts
Bemerkungen: +) = gerichtliche Ermächtigung, das Gut des Angeklagten mit Beschlag zu belegen
Genetisches Stadium: Or.
Bemerkungen: +) = gerichtliche Ermächtigung, das Gut des Angeklagten mit Beschlag zu belegen
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ