Real, Willy (Bestand)
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VI. HA, Nl Real, W.
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Laufzeit: 1935 - 2001
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Lebensdaten Prof. Dr. Willy Real:
25. 10. 1911 geb. in Osternienburg, unweit von Köthen (Sachsen-Anhalt), Abitur in Köthen
1930 Abitur sowie Aufnahme des Universitätsstudiums in Halle, ab 1932 in Münster, später in Bonn und Köln (Geschichte, Germanistik, Philosophie)
1934 Promotion in Münster bei Hermann Wätjen
1936 höherer Schuldienst
1939 Heirat mit Marianne Müller, aus dieser Ehe gehen drei Kinder hervor
1940 -1945 Kriegsteilnehmer, danach
höherer Schuldienst am Hollenberg-Gymnasium in Waldbröl
1955 - 1969 höherer Schuldienst am Aloisiuskolleg in Bad Godesberg
1968 Lehrauftrag an der Pädagogischen Hochschule in Bonn
1970 Habilitation an der Pädagogischen Hochschule Rheinland (Abteilung Bonn)
1971 Ernennung zum Professor, Berufung an die Abteilung Köln der Pädagogischen Hochschule Rheinland, dort Lehrtätigkeit am Seminar für Geschichte und für Philosophie. Abteilung für Geschichte und ihre Didaktik
1977 Pensionierung, jedoch weiterhin tätig als Lehrbeauftragter am genannten Seminar der Universität Köln
23. 4. 2004 gest. in Bonn (Bad Godesberg)
Während seiner Studienjahre fühlte er sich in besonderem Maße den Historikern Hans Herzfeld (dessen Lebenserinnerungen er im Jahre 1992 herausgab) und Hermann Wätjen (bei dem er promovierte), dem Philosophen Peter Wust und dem Germanisten Günther Müller persönlich verbunden. Er heiratete im Jahre 1939 eine Nichte des Bonner Theologen, Philosophen und Naturwissenschaftlers Aloys Müller. Über seine Studienjahre in nationalsozialistischer Zeit berichtet sein spätes Erinnerungsbuch (Zwischen Zuversicht und Entartung, 3. Auflage 2000). Zu Hans Herzfeld pflegte er seit Mitte der dreißiger Jahre eine lebenslange Beziehung, die nach Herzfelds Tod bei Besuchen bei seiner Witwe Clementine Herzfeld Fortführung fand. Nach dem Krieg war ihm u.a. der geistige Austausch mit Theodor Schieder, Max Braubach, Johannes Spörl wichtig. Franz Schnabel bedeutete ihm viel. Er war über viele Jahre hinweg Mitglied der Görres-Gesellschaft (und schrieb vielfach für das Historische Jahrbuch), und auch in den fünfziger Jahren für das von Karl Muth herausgegebene Hochland'.
Der vorliegende Nachlass wurde dem GStA PK im Juli 2016 als Geschenk aus Familienbesitz übergeben. Er umfasst v.a. die reiche Korrespondenz einer wissenschaftlich tätigen Person, zeigt aber auch die ebenso fleißige wie gewissenhafte Arbeit als Rezensent für diverse wissenschaftliche Zeitschriften.
Selbstständige Veröffentlichungen:
Die deutsche Verfassungsfrage am Ausgang der napoleonischen Herrschaft bis zum Beginn des Wiener Kongresses [Kurzfassung der Dissertation], Borna-Leipzig 1935
Von Potsdam nach Basel. Studien zur Geschichte der Beziehungen Preußens zu den europäischen Mächten vom Regierungsantritt Friedrich Wilhelms II. bis zum Abschluss des Friedens von Basel, 1786-1795 (Basler Beiträge zur Geschichtswissenschaft 70), Basel u.a. 1958
Der deutsche Reformverein. Großdeutsche Stimmen und Kräfte zwischen Villafranca und Königgrätz, Lübeck u.a. 1966
Karl Friedrich von Savigny 1814 - 1875. Briefe, Akten, Aufzeichnungen aus dem Nachlass eines preußischen Diplomaten der Reichsgründungszeit (Deutsche Geschichtsquellen des 19. und 20. Jahrhunderts, hrsg. von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 53/I und 53/II), München 1981
Das Großherzogtum Baden zwischen Revolution und Restauration 1849-1851. Die Deutsche Frage und die Ereignisse in Baden im Spiegel der Briefe und Aktenstücke aus dem Nachlass des preußischen Diplomaten Karl Friedrich von Savigny, Stuttgart 1983
Die Revolution in Baden 1848/49, Stuttgart u.a. 1983
Katholizismus und Reichsgründung. Neue Quellen aus dem Nachlass Karl Friedrich von Savignys (Quellen und Forschungen aus dem Gebiet der Geschichte, NF, hrsg. i.A. der Görres-Gesellschaft), Paderborn u.a. 1988
Karl Friedrich von Savigny 1814-1875. Ein preußisches Diplomatenleben im Jahrhundert der Reichsgründung (Historische Forschungen, 43), Berlin 1990
Hans Herzfeld. Aus den Lebenserinnerungen (Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin, 81), Berlin u.a. 1992
Zwischen Zuversicht und Entartung. Erinnerungen an ein Studium der Geisteswissenschaften in den Jahren vor und nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 1930 bis 1935, Hamburg 1997, 3. erw. Aufl. 2000
Zahlreiche Aufsätze in Sammelwerken, Zeitschriften etc. und Rezensionen.
Letzte vergebene Nummer:
Der Bestand lagert derzeit im Außenmagazin Westhafen.
Die Akten sind auf gelben Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
VI. HA, Nl Real, Nr.
Zitierweise:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Willy Real, Nr.
Berlin, 18. August 2016
(Dr. Schnelling-Reinicke, ADir'in)
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Real, W.
Lebensdaten Prof. Dr. Willy Real:
25. 10. 1911 geb. in Osternienburg, unweit von Köthen (Sachsen-Anhalt), Abitur in Köthen
1930 Abitur sowie Aufnahme des Universitätsstudiums in Halle, ab 1932 in Münster, später in Bonn und Köln (Geschichte, Germanistik, Philosophie)
1934 Promotion in Münster bei Hermann Wätjen
1936 höherer Schuldienst
1939 Heirat mit Marianne Müller, aus dieser Ehe gehen drei Kinder hervor
1940 -1945 Kriegsteilnehmer, danach
höherer Schuldienst am Hollenberg-Gymnasium in Waldbröl
1955 - 1969 höherer Schuldienst am Aloisiuskolleg in Bad Godesberg
1968 Lehrauftrag an der Pädagogischen Hochschule in Bonn
1970 Habilitation an der Pädagogischen Hochschule Rheinland (Abteilung Bonn)
1971 Ernennung zum Professor, Berufung an die Abteilung Köln der Pädagogischen Hochschule Rheinland, dort Lehrtätigkeit am Seminar für Geschichte und für Philosophie. Abteilung für Geschichte und ihre Didaktik
1977 Pensionierung, jedoch weiterhin tätig als Lehrbeauftragter am genannten Seminar der Universität Köln
23. 4. 2004 gest. in Bonn (Bad Godesberg)
Während seiner Studienjahre fühlte er sich in besonderem Maße den Historikern Hans Herzfeld (dessen Lebenserinnerungen er im Jahre 1992 herausgab) und Hermann Wätjen (bei dem er promovierte), dem Philosophen Peter Wust und dem Germanisten Günther Müller persönlich verbunden. Er heiratete im Jahre 1939 eine Nichte des Bonner Theologen, Philosophen und Naturwissenschaftlers Aloys Müller. Über seine Studienjahre in nationalsozialistischer Zeit berichtet sein spätes Erinnerungsbuch (Zwischen Zuversicht und Entartung, 3. Auflage 2000). Zu Hans Herzfeld pflegte er seit Mitte der dreißiger Jahre eine lebenslange Beziehung, die nach Herzfelds Tod bei Besuchen bei seiner Witwe Clementine Herzfeld Fortführung fand. Nach dem Krieg war ihm u.a. der geistige Austausch mit Theodor Schieder, Max Braubach, Johannes Spörl wichtig. Franz Schnabel bedeutete ihm viel. Er war über viele Jahre hinweg Mitglied der Görres-Gesellschaft (und schrieb vielfach für das Historische Jahrbuch), und auch in den fünfziger Jahren für das von Karl Muth herausgegebene Hochland'.
Der vorliegende Nachlass wurde dem GStA PK im Juli 2016 als Geschenk aus Familienbesitz übergeben. Er umfasst v.a. die reiche Korrespondenz einer wissenschaftlich tätigen Person, zeigt aber auch die ebenso fleißige wie gewissenhafte Arbeit als Rezensent für diverse wissenschaftliche Zeitschriften.
Selbstständige Veröffentlichungen:
Die deutsche Verfassungsfrage am Ausgang der napoleonischen Herrschaft bis zum Beginn des Wiener Kongresses [Kurzfassung der Dissertation], Borna-Leipzig 1935
Von Potsdam nach Basel. Studien zur Geschichte der Beziehungen Preußens zu den europäischen Mächten vom Regierungsantritt Friedrich Wilhelms II. bis zum Abschluss des Friedens von Basel, 1786-1795 (Basler Beiträge zur Geschichtswissenschaft 70), Basel u.a. 1958
Der deutsche Reformverein. Großdeutsche Stimmen und Kräfte zwischen Villafranca und Königgrätz, Lübeck u.a. 1966
Karl Friedrich von Savigny 1814 - 1875. Briefe, Akten, Aufzeichnungen aus dem Nachlass eines preußischen Diplomaten der Reichsgründungszeit (Deutsche Geschichtsquellen des 19. und 20. Jahrhunderts, hrsg. von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 53/I und 53/II), München 1981
Das Großherzogtum Baden zwischen Revolution und Restauration 1849-1851. Die Deutsche Frage und die Ereignisse in Baden im Spiegel der Briefe und Aktenstücke aus dem Nachlass des preußischen Diplomaten Karl Friedrich von Savigny, Stuttgart 1983
Die Revolution in Baden 1848/49, Stuttgart u.a. 1983
Katholizismus und Reichsgründung. Neue Quellen aus dem Nachlass Karl Friedrich von Savignys (Quellen und Forschungen aus dem Gebiet der Geschichte, NF, hrsg. i.A. der Görres-Gesellschaft), Paderborn u.a. 1988
Karl Friedrich von Savigny 1814-1875. Ein preußisches Diplomatenleben im Jahrhundert der Reichsgründung (Historische Forschungen, 43), Berlin 1990
Hans Herzfeld. Aus den Lebenserinnerungen (Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin, 81), Berlin u.a. 1992
Zwischen Zuversicht und Entartung. Erinnerungen an ein Studium der Geisteswissenschaften in den Jahren vor und nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 1930 bis 1935, Hamburg 1997, 3. erw. Aufl. 2000
Zahlreiche Aufsätze in Sammelwerken, Zeitschriften etc. und Rezensionen.
Letzte vergebene Nummer:
Der Bestand lagert derzeit im Außenmagazin Westhafen.
Die Akten sind auf gelben Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
VI. HA, Nl Real, Nr.
Zitierweise:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Willy Real, Nr.
Berlin, 18. August 2016
(Dr. Schnelling-Reinicke, ADir'in)
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Real, W.
Umfang: 1,1 lfm (80 VE); Angaben zum Umfang: 1,1 lfm (64 VE)
Bestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:19 MESZ
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