B Rep. 235-17 Nachlass Marianne Gatzke (Bestand)
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B Rep. 235-17
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> B Bestände (West-) Berliner Behörden bis 1990 >> B 7 Organisationen und Vereine >> B 7.5 Helene-Lange-Archiv/Frauenvereine und -verbände >> B Rep. 235 Helene-Lange-Archiv
Vorwort: B Rep. 235-17 Nachlass Marianne Gatzke
1. Biographie
Marianne Lautsch wurde am 4. Juni 1913 in Hindenburg (Oberschlesien) geboren und verbrachte ihre Schulzeit, die sie 1932 mit dem Abitur beendete, in Duisburg. Sie studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Königsberg, Berlin und Bonn, außerdem Politologie am Oberlin-College in Ohio, USA.
Kurz nach ihrer Rückkehr aus den USA im Sommer 1936 heiratete sie Werner Gatzke, im Dezember 1939 wurde die Tochter Ursula geboren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie als Rechtsberaterin am Aufbau der kommunalen Selbstverwaltung in der Britischen Zone tätig. 1954 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz für die Föderung der deutsch-amerikanischen Beziehungen verliehen. Als Mitglied der Schriftleitung der "Deutschlandfibel. Ein Wegweiser durch die Bundesrepublik. Begründet vom Beirat für den bürgerschaftlichen Austausch mit dem Ausland" von 1955 bis 1968 verfasste sie mehrere Kapitel, darunter "Die Frau".
Seit 1950 war sie Mitglied im "Krefelder Frauenverein", gründete 1955 den "Arbeitskreis Krefelder Frauenverbände" und 1964 den "Frauen-Ring Venlo-Krefeld", einen deutsch-niederländischen Zusammenschluss von Frauen. Weitere frauenpolitische Arbeit leistete sie als Vorsitzende des staatsbürgerlichen Ausschusses im Deutschen Frauenring, als Mitarbeiterin der Seminarabteilung der Deutschen Stiftung für Entwicklungsländer in Berlin und als Mitarbeiterin für eine Feldstudie zur Frauenenquête der Bundesregierung.
Von 1974 bis 1976 war sie Vorsitzende des Landesfrauenrats Nordrhein-Westfalen.
Marianne Gatzke starb am 8. August 2003.
2. Bestandsgeschichte
Die Archivalien wurden dem Landesarchiv Berlin (LAB) 1988 vom Berliner Frauenbund 1945 e.V. als Depositum übergeben.
Der Bestand enthält 27 Archivalieneinheiten mit einer Laufzeit von 1950 bis 1985 und umfasst biografisches Material, Schriftgut zur beruflichen Tätigkeit und zur Vereinsarbeit sowie Druckschriften und Materialsammlungen.
Er ist vollständig erschlossen und verfilmt, zur Benutzung werden nur Mikrofiches vorgelegt.
Bitte zitieren Sie wie folgt: Landesarchiv Berlin, B Rep. 235-17 Nachlass Marianne Gatzke MF-Nr. xxxx.
3. Verweise
Christine Weinbörner u.a., Zeitgenossinnen. Frauengeschichten in Krefeld, Begleitbuch zur gleichnamigen Fotoausstellung, Krefeld 2000. Zu Marianne Gatzke s. https://www.krefeld.de/c1257cbd001f275f/files/gatzke.pdf/$file/gatzke.pdf?openelement
Berlin, Dezember 2006 / September 2021 Dr. Susanne Knoblich
1. Biographie
Marianne Lautsch wurde am 4. Juni 1913 in Hindenburg (Oberschlesien) geboren und verbrachte ihre Schulzeit, die sie 1932 mit dem Abitur beendete, in Duisburg. Sie studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Königsberg, Berlin und Bonn, außerdem Politologie am Oberlin-College in Ohio, USA.
Kurz nach ihrer Rückkehr aus den USA im Sommer 1936 heiratete sie Werner Gatzke, im Dezember 1939 wurde die Tochter Ursula geboren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie als Rechtsberaterin am Aufbau der kommunalen Selbstverwaltung in der Britischen Zone tätig. 1954 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz für die Föderung der deutsch-amerikanischen Beziehungen verliehen. Als Mitglied der Schriftleitung der "Deutschlandfibel. Ein Wegweiser durch die Bundesrepublik. Begründet vom Beirat für den bürgerschaftlichen Austausch mit dem Ausland" von 1955 bis 1968 verfasste sie mehrere Kapitel, darunter "Die Frau".
Seit 1950 war sie Mitglied im "Krefelder Frauenverein", gründete 1955 den "Arbeitskreis Krefelder Frauenverbände" und 1964 den "Frauen-Ring Venlo-Krefeld", einen deutsch-niederländischen Zusammenschluss von Frauen. Weitere frauenpolitische Arbeit leistete sie als Vorsitzende des staatsbürgerlichen Ausschusses im Deutschen Frauenring, als Mitarbeiterin der Seminarabteilung der Deutschen Stiftung für Entwicklungsländer in Berlin und als Mitarbeiterin für eine Feldstudie zur Frauenenquête der Bundesregierung.
Von 1974 bis 1976 war sie Vorsitzende des Landesfrauenrats Nordrhein-Westfalen.
Marianne Gatzke starb am 8. August 2003.
2. Bestandsgeschichte
Die Archivalien wurden dem Landesarchiv Berlin (LAB) 1988 vom Berliner Frauenbund 1945 e.V. als Depositum übergeben.
Der Bestand enthält 27 Archivalieneinheiten mit einer Laufzeit von 1950 bis 1985 und umfasst biografisches Material, Schriftgut zur beruflichen Tätigkeit und zur Vereinsarbeit sowie Druckschriften und Materialsammlungen.
Er ist vollständig erschlossen und verfilmt, zur Benutzung werden nur Mikrofiches vorgelegt.
Bitte zitieren Sie wie folgt: Landesarchiv Berlin, B Rep. 235-17 Nachlass Marianne Gatzke MF-Nr. xxxx.
3. Verweise
Christine Weinbörner u.a., Zeitgenossinnen. Frauengeschichten in Krefeld, Begleitbuch zur gleichnamigen Fotoausstellung, Krefeld 2000. Zu Marianne Gatzke s. https://www.krefeld.de/c1257cbd001f275f/files/gatzke.pdf/$file/gatzke.pdf?openelement
Berlin, Dezember 2006 / September 2021 Dr. Susanne Knoblich
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST
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