Michel Voyt von Rieneck, Sohn des verstorbenen Rytel Voygt, verpflichtet sich gegenüber Dechant und Kapitel der Stiftung zu Wertheim, womöglich noch vor Georgii eine von ihm urkundlich gemachte Stiftung zu verwirklichen, nämlich 3 damastene Caseln mit Zubehör, 2 leinene (damastene) Röcke mit Zubehör, 1 Kelch, ein geschriebenes Meßbuch, ein geschriebenes Graduale, ein Leichentuch, einen marmornen Altarstein und 100 fl., bezw. 5 fl. Jahresgült. Dagegen haben die Geistlichen mit Einwilligung der Herschaft sich verpflichtet, viermal jährlich für seine Vorfahren, nach Tod auch für ihn, seine Hausfrau und Kinder eine Vigilie und Seelenmesse zu halten, bei seinem und seiner Frau Tod auch den 7. und 30. Tag zu begehen und, sofern eines von den Ehegatten sein Begräbnis in Wertheim wünscht, die Leiche von Chorherrn und Schülern vor dem Tor abholen zu lassen und unter Feierlichkeiten zu bestatten. Nach Tod des Ausstellers sind von einem "ganzen Tuch" jährlich 4 Arme zu kleiden; der Rest fällt an die Stiftung (Kollegiatskirche).