Nassau-Usingen: Amt Burgschwalbach (Bestand)
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Hessisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Gliederung >> Altes Reich >> Nassauische Territorien >> Nassau-Usingen
Enthält: Urkunden 1363-1806: u.a. Weistümer über die Bonscheuer, Märkergedinge
Akten 1506-1806: meist Angelegenheiten des Adels, Militär- und Kriegssachen (16.-18. Jh.), Domänen und Zehnte, Zölle und Accise, Forst- und Jagdsachen, Bergbau und Hüttenwesen (1591-1815)
Ortsakten: Burgschwalbach, Berghausen, Dörsdorf, Eisighofen, Mudershausen, Schloß und Hof Hohlenfels (bei Mudershausen)
Rechnungen:
Burgschwalbacher Kellerei- und Amtsrechnungen (1536-1803), ab 1776 mit Kettenbach
Gefälle von Hohlenfels (1754-1803)
Burgschwalbacher Hütten- und Hammerrechnungen (1685-1812)
Kirchen- und Kastenrechnungen von Burgschwalbach ab 1553
Dörsdorfer Kirchenrechnungen ab 1538
Kirchenrechnungen von Panrod ab 1533
Bestandsgeschichte: Die Rechnungen der Abteilungen 131, 132 und 133 hat der Archivangestellte L. Anton 1966/67 geordnet und in einer Kartei verzeichnet. Diese Zettel wurden noch einmal überarbeitet, ohne jedoch in den Gesamtaufbau der Verzeichnung einzugreifen. Der Benutzer sollte die drei Rechnungsgruppen auch als einen Gesamtkomplex - zusammen mit den Rechnungen der übrigen nassau-usingischen Ämter (Abt. 132-137) - betrachten, da untereinander vielfältige Verzahnungen bestehen.
Burg und Amt Burgschwalbach, ursprünglich katzenelnbogisch und seit 1479 hessisch, kamen 1536 an Nassau-Weilburg. Aufgrund der Teilungen und Erbfälle im nassauischen Grafenhaus gelangte das Amt im 17. Jh. an die Linie Nassau-Idstein und schließlich 1728 an Nassau-Usingen. Die überwiegend geschlossene Rechnungsüberlieferung beginnt bei den Amtsrechnungen und bei den Kirchenrechnungen einiger Gemeinden mit dem Stichjahr 1536, sonst meist erst im 18. Jahrhundert.
Amtsrechnungen:
Die Amtsrechnungen sind - mit einigen Lücken - seit 1536 überliefert, als das Amt Burgschwalbach an Nassau kam. Sie wurden anfangs wechselnd als Kellerei- oder als Amtsrechnung bezeichnet, seit 1710 ausschließlich unter dem letzteren Titel geführt. Ab 1776 gehörte auch das damals erworbene Kirchspiel Kettenbach zum Amt, ebenso ab 1793 das Dorf Schiesheim.
Geschichte des Bestandsbildners: Der seit dem 8. Jh. bekannte Ort Burgschwalbach gehörte seit dem 12. Jh. zum Herrschaftsbereich der Grafen von Katzenelnbogen, die 1338 Stadtrechte für das Dorf erhielten. Ruinen der damals erbauten Burg sind noch erhalten. Seit dem 14. Jh. ist ein Gericht in B. bezeugt, seit 1411 das Amt. Burg und Amt kamen 1479 mit der katzenelnbogischen Erbschaft an die Landgrafen von Hessen. Im Jahr 1536 tauschten diese das Amt mit den Grafen von Nassau-Weilburg gegen deren Rechte in Wetzlar. Aufgrund der Teilungen und Erbfälle im nassauischen Grafenhaus gelangte das Amt im 17. Jh. an die Linie Nassau-Idstein und schließlich 1728 an Nassau-Usingen. 1771 kam das durch Kauf erworbene reichsritterschaftliche Kirchspiel Kettenbach zur Hälfte und 1776 ganz hinzu. Zuletzt gelangte noch das 1790 ertauschte Dorf Schiesheim an das Amt.
Findmittel: Rechnungen: Repertorium von Christiane Heinemann, 1981 (mit Abt. 131 und 133)
Findmittel: Urkunden: Kartei, um 1880 (hs.)
Findmittel: Akten: Repertorium von Th. Schüler, 1886-1887
Findmittel: Urkunden und Akten: Online-Datenbank (Arcinsys)
Bearbeiter: Christiane Heinemann, 1981
Akten 1506-1806: meist Angelegenheiten des Adels, Militär- und Kriegssachen (16.-18. Jh.), Domänen und Zehnte, Zölle und Accise, Forst- und Jagdsachen, Bergbau und Hüttenwesen (1591-1815)
Ortsakten: Burgschwalbach, Berghausen, Dörsdorf, Eisighofen, Mudershausen, Schloß und Hof Hohlenfels (bei Mudershausen)
Rechnungen:
Burgschwalbacher Kellerei- und Amtsrechnungen (1536-1803), ab 1776 mit Kettenbach
Gefälle von Hohlenfels (1754-1803)
Burgschwalbacher Hütten- und Hammerrechnungen (1685-1812)
Kirchen- und Kastenrechnungen von Burgschwalbach ab 1553
Dörsdorfer Kirchenrechnungen ab 1538
Kirchenrechnungen von Panrod ab 1533
Bestandsgeschichte: Die Rechnungen der Abteilungen 131, 132 und 133 hat der Archivangestellte L. Anton 1966/67 geordnet und in einer Kartei verzeichnet. Diese Zettel wurden noch einmal überarbeitet, ohne jedoch in den Gesamtaufbau der Verzeichnung einzugreifen. Der Benutzer sollte die drei Rechnungsgruppen auch als einen Gesamtkomplex - zusammen mit den Rechnungen der übrigen nassau-usingischen Ämter (Abt. 132-137) - betrachten, da untereinander vielfältige Verzahnungen bestehen.
Burg und Amt Burgschwalbach, ursprünglich katzenelnbogisch und seit 1479 hessisch, kamen 1536 an Nassau-Weilburg. Aufgrund der Teilungen und Erbfälle im nassauischen Grafenhaus gelangte das Amt im 17. Jh. an die Linie Nassau-Idstein und schließlich 1728 an Nassau-Usingen. Die überwiegend geschlossene Rechnungsüberlieferung beginnt bei den Amtsrechnungen und bei den Kirchenrechnungen einiger Gemeinden mit dem Stichjahr 1536, sonst meist erst im 18. Jahrhundert.
Amtsrechnungen:
Die Amtsrechnungen sind - mit einigen Lücken - seit 1536 überliefert, als das Amt Burgschwalbach an Nassau kam. Sie wurden anfangs wechselnd als Kellerei- oder als Amtsrechnung bezeichnet, seit 1710 ausschließlich unter dem letzteren Titel geführt. Ab 1776 gehörte auch das damals erworbene Kirchspiel Kettenbach zum Amt, ebenso ab 1793 das Dorf Schiesheim.
Geschichte des Bestandsbildners: Der seit dem 8. Jh. bekannte Ort Burgschwalbach gehörte seit dem 12. Jh. zum Herrschaftsbereich der Grafen von Katzenelnbogen, die 1338 Stadtrechte für das Dorf erhielten. Ruinen der damals erbauten Burg sind noch erhalten. Seit dem 14. Jh. ist ein Gericht in B. bezeugt, seit 1411 das Amt. Burg und Amt kamen 1479 mit der katzenelnbogischen Erbschaft an die Landgrafen von Hessen. Im Jahr 1536 tauschten diese das Amt mit den Grafen von Nassau-Weilburg gegen deren Rechte in Wetzlar. Aufgrund der Teilungen und Erbfälle im nassauischen Grafenhaus gelangte das Amt im 17. Jh. an die Linie Nassau-Idstein und schließlich 1728 an Nassau-Usingen. 1771 kam das durch Kauf erworbene reichsritterschaftliche Kirchspiel Kettenbach zur Hälfte und 1776 ganz hinzu. Zuletzt gelangte noch das 1790 ertauschte Dorf Schiesheim an das Amt.
Findmittel: Rechnungen: Repertorium von Christiane Heinemann, 1981 (mit Abt. 131 und 133)
Findmittel: Urkunden: Kartei, um 1880 (hs.)
Findmittel: Akten: Repertorium von Th. Schüler, 1886-1887
Findmittel: Urkunden und Akten: Online-Datenbank (Arcinsys)
Bearbeiter: Christiane Heinemann, 1981
25,825 m (116 Urkunden; ca. 24,375 m Akten)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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17.06.2025, 12:53 PM CEST