Der "Ikarus von der Alb" - Der Erfinder Gustav Mesmer
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/014 R030030/301
V
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/014 Fernsehsendungen von Südwest Fernsehen aus dem Jahre 2003
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19. Juli 2003
Aus alten Fahrrädern, ausgedienten Regenschirmen und leeren Säcken baute er seine skurrilen Flugapparate. Der 1903 geborene Gustav Mesmer, den Schwaben besser bekannt als "Ikarus vom Lautertal", hatte die Vision vom "kleinen Flugverkehr von Dorf zu Dorf" auf der Schwäbischen Alb.
Sein Leben war genauso ungewöhnlich wie seine Ideen. Der Tagelöhner wollte eigentlich Mönch werden, doch vor der ewigen Profess verließ er das Kloster Beuron und wurde nach einer ketzerischen Rede bei einem Gottesdienst in eine Nervenheilanstalt eingeliefert. Schon damals brachte er seine Entwürfe von Flugmaschinen zu Papier.
1964 wurde er in die offene Anstalt in Buttenhausen nahe Ulm verlegt. Dort bekam er eine eigene Werkstatt und durfte endlich ungehindert malen und tüfteln, hämmern und schrauben. Sonntags donnerte er mit seinen Fluggeräten die Hänge hinunter - mit federnden Schuhen und Brustpanzer.
Sein Traum, mit Muskelkraft zu fliegen, ging freilich nie in Erfüllung, aber mit seiner grenzenlosen Kreativität ist der "Ikarus vom Lautertal" zu einer Art Kultfigur geworden. Noch vor seinem Tod 1994 waren Mesmers Objekte u.a. in Wien, Lausanne und auf der Weltausstellung in Sevilla zu sehen.
Zu seinem 100. Geburtstag wird jetzt in Buttenhausen eine umfangreiche Ausstellung gezeigt: Neben seinen Fluggeräten, kuriose Erfindungen wie "Trompetengitarre" oder "Schwätzmaschine", sowie Zeichnungen, Fotografien und Schriftstücke des Tüftlers.
Eine Hommage an den schwäbischen Sonderling.
Sein Leben war genauso ungewöhnlich wie seine Ideen. Der Tagelöhner wollte eigentlich Mönch werden, doch vor der ewigen Profess verließ er das Kloster Beuron und wurde nach einer ketzerischen Rede bei einem Gottesdienst in eine Nervenheilanstalt eingeliefert. Schon damals brachte er seine Entwürfe von Flugmaschinen zu Papier.
1964 wurde er in die offene Anstalt in Buttenhausen nahe Ulm verlegt. Dort bekam er eine eigene Werkstatt und durfte endlich ungehindert malen und tüfteln, hämmern und schrauben. Sonntags donnerte er mit seinen Fluggeräten die Hänge hinunter - mit federnden Schuhen und Brustpanzer.
Sein Traum, mit Muskelkraft zu fliegen, ging freilich nie in Erfüllung, aber mit seiner grenzenlosen Kreativität ist der "Ikarus vom Lautertal" zu einer Art Kultfigur geworden. Noch vor seinem Tod 1994 waren Mesmers Objekte u.a. in Wien, Lausanne und auf der Weltausstellung in Sevilla zu sehen.
Zu seinem 100. Geburtstag wird jetzt in Buttenhausen eine umfangreiche Ausstellung gezeigt: Neben seinen Fluggeräten, kuriose Erfindungen wie "Trompetengitarre" oder "Schwätzmaschine", sowie Zeichnungen, Fotografien und Schriftstücke des Tüftlers.
Eine Hommage an den schwäbischen Sonderling.
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Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Kultur Café - Kultur in Baden-Württemberg
Buttenhausen : Münsingen RT
Ausstellung
Erfindung
Flugverkehr
Geburtstag: 100 Jahre
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:23 MEZ
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