Joachim Däschler, Bürgermeister zu Ravensburg, Franz Däschler, Bürger zu Nürnberg, Anna, Ehefrau des Hans Capittel, Benedikta, Ehefrau des Christoph Brock, beide Bürger zu Feldkirch, Dorothea, Witwe des Wolfgang Roner von Schwaz, Jungfrauen Margretha, Elsbetha und Maria Däschler, alle Kinder und Erben des Konrad Däschler, Beiwohner zu Ravensburg, und seiner Ehefrau Benedikta Hinderofen, einigen sich unter Beiziehung des Georg von Croaria genannt Sattler, Beiwohner zu Wangen, und Hans Däschlers, des Rats zu Ravensburg, als Vormünder der genannten Jungfrauen über die Teilung des elterlichen Erbes. Das Vermögen wird in acht Anteile geteilt mit Gütern im Wert von je 5697 fl Ravensburger Münze. Joachim Däschler bekommt zusätzlich zu den 1300 fl, die er als Heiratsgut empfangen hat, für sein Achtel am Erbe das Haus vor der Stadt Ravensburg im Ölschwang gelegen, ein Krautstück und einen Baumgarten vor Unser Frauen Tor, zwei Bainden samt der Fischgrube zu Wangen vor St. Martins Tor. Er erhält ferner ein Kapital von 1000 fl Münz, das er seinen Eltern verzinst hat, sowie Bargeld in Höhe von 1229 fl, einen Zinsbrief des Klosters Weißenau über 1000 fl in Gold zu 72 xn bzw. 1200 fl zu 60 xn, Zinsbriefe über 200 fl des Matthäus Tollinger in Wangen und des Hans Jakob von Brastberg sowie weitere Kapitalien bzw. Grundzinsen auf Liegenschaften in Wangen, Boflings (=Bufflings), Niederwangen, Konstanz und Ravensburg. Franz Däschler erhält zusätzlich zum empfangenen Heiratsgut von 1300 fl ein Kapital von 1000 fl bei Antoni Bremen in Nürnberg und ein den Eltern zu verzinsendes Kapital von 2000 fl, an Bargeld 1360 fl. Anna Däschler verheiratete Capittel bekommt zu 1000 fl Heiratsgut einen Zinsbrief des Grafen Haug von Montfort über 2000 fl Münz, ein Kapital von 2000 fl in der Gesellschaft des Georg von Croaria und Konsorten, an Bargeld 538 fl. Dorothea Däschler verw. Roner empfängt zu 1000 fl Heiratsgut das mit 400 fl bewertete Vorder- und Hinterhaus in Ravensburg am alten Markt zwischen den Häusern der Witwe des Hans Ölschlaher und Konrad Gäldrich von Sigmarshofen, Bürgermeister zu Ravensburg, und andere Liegenschaften in Ravensburg, ferner ein Kapital bei der genannten Gesellschaft von 3800 fl sowie Bargeld von 392 fl. Benedikta Däschler verh. Brock erhält zum Heiratsgut von 1000 fl ein Kapital von 3700 fl bei der Croaria-Gesellschaft, Kapitalien, die ihre Schwestern Maria und Elsbetha verzinsen, sowie Bargeld in Höhe von 443 fl. Jungfrau Margretha erhält eine Gesellschaftereinlage bei der genannten Gesellschaft in Höhe von 4666 fl, ein mit 5 % verzinsliches Kapital von 1000 fl, 30 fl Bargeld und, wie die anderen unverheirateten Geschwister, einen Voraus von 80 fl rh für die Abhaltung der Hochzeit, den "Gürtel" u.a. Kosten. Jungfrau Elsbetha bekommt einen Gesellschaftsanteil von 4666 fl, auf einen Zinsbrief des Herzogs Christoph von Württemberg 1000 fl und 60 fl Bargeld, Jungfrau Maria ebenfalls einen Gesellschaftsanteil von 4666 fl, einen Zinsbrief des Truchsessen Heinrich von Waldburg über 1000 fl, einen über 320 fl des Hans Werner von Raitnau sowie 60 fl Bargeld. Alle Erben erhalten ferner ein Achtel am Silbergeschirr, bewertet mit 44 fl, sowie an der sonstigen Fahrnis.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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