Erlaubnis Landgraf Konrads von Thüringen gegenüber Cappel, den Besitz des Stifts in Leimsfeld und Snegelbiz zu Waldrecht zu verpachten
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Urk. 18, 685
Urk. 18, Urk. A II Kl. Cappel 1233 Febr. 25
Urk. 18 Kloster Spieskappel - [ehemals: A II]
Kloster Spieskappel - [ehemals: A II] >> 1200-1239
Homberg, 1233 Februar 25
Abschrift (18. Jh.), Papier
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum in Hohenberc anno gratie 1233, 5. Kalendas Martii
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Landgraf Konrad (C.) der Jüngere (iunior) von Thüringen bekundet, daß Propst und Konvent von Cappel aus dinglicher und personeller Not heraus (propter inopiam rerum et fratrum defectum) einige ihrer Höfe nicht in dem Maße zu versorgen imstande waren (quibusdam curtibus suis ad plenum prouidere nequeunt), daß sie die Frucht ihrer Arbeit hätten genießen können. Daher hätten sie einvernehmlich (communicato consilio) beschlossen, das Gut in Leimsfeld (predium in Lumensfelt) und die villa in Snegelbiz, beide mit Zubehör, die sie bis dahin frei besaßen, an weltliche Bauern zu Waldrecht zu verpachten (locare agricolis secularibus eo iure quod dicitur waltret). Weil aber besagte Güter in seiner, des Landgrafen, Jurisdiktion gelegen sind, erbaten Propst und Konvent, um dies durchführen zu können, seine Zustimmung. Konrad, ihre Bitte erhörend, verfügt, daß jene Güter und ihre Bebauer von allem zu seiner Grafschaft gehörigen Recht und von allen Abgaben befreit sind (ut ... ab omni iure nostre pertinente comecie sint exempti et ab omni exactione liberi) außer 9 d. und 1 Viertel Hafer, welche zu seinem Landgut (ruri) in Snegelbiz gehören. Darüber hinaus darf keiner seiner Meier (nullus villicorum) von den genannten Gütern und den Pächtern etwas herauspressen (plus extorquere presumat). Jedoch sind letztere zur Landfolge verpflichtet (generali necessitate provintie que dicitur lantuolga tenebuntur), alles übrige haben Propst und Konvent von Cappel nach ihrem Willen und Nutzen zu richten.
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Propst Gumpert von Fritzlar (Frislar) und die dortigen Kanoniker Volpert, Meinrich Adelbert (Adelpertus) landgräflicher Schreiber die Laien Friedrich, Wolfere von Treffurt (Triworde), Eckehard von Seebach (Echehardus de Sebeche), Ludwig von Creuzburg (Cruceb[urc ?]), Gottfried von Henningsleben (Helingisleiben), Konrad von Berlepsch (Berleibisin), Arnold Truchseß (dapifer), Eberhard villicus von Homberg (Hohenberc)
Vermerke (Urkunde): Siegler: der Ausst.
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Original: Nr. 16; Weitere Abschrift: Kopiar K 270, 108v; 111r, daraus die obigen Angaben ergänzt.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Drucke: Thalmann, Johann Ch.: Specimen singularium et antiquorum in Hassia iurium, de bonis zu Waldrecht (Diss. jur. Marburg 1723) Beil.I (mit Auslassungen und Datum: 1232 März 1) Wenck, Bernhard H.: Hessische Landesgeschichte 3 (1803) UB Nr.113 Posse: Codex diplomaticus (wie Nr.2) 1,3 (1898) Nr.484 Regesten: Dobenecker: Regesta diplomatica (wie Nr.2) 3 (1925) Nr.340 Helbig: Amt Homberg (wie Nr.2) S.115 (3)
Vermerke (Urkunde): Literatur: Landau: Wüste Ortschaften (wie Nr.1) S.99 List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.65 f., 198 f., 261 Demandt: Personenstaat (wie Nr.2) 2 (1981) Nr.3046 Reuling: OL Ziegenhain (wie Nr.2)) S.44 f., 97, 110, 111, 198
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Landgraf Konrad (C.) der Jüngere (iunior) von Thüringen bekundet, daß Propst und Konvent von Cappel aus dinglicher und personeller Not heraus (propter inopiam rerum et fratrum defectum) einige ihrer Höfe nicht in dem Maße zu versorgen imstande waren (quibusdam curtibus suis ad plenum prouidere nequeunt), daß sie die Frucht ihrer Arbeit hätten genießen können. Daher hätten sie einvernehmlich (communicato consilio) beschlossen, das Gut in Leimsfeld (predium in Lumensfelt) und die villa in Snegelbiz, beide mit Zubehör, die sie bis dahin frei besaßen, an weltliche Bauern zu Waldrecht zu verpachten (locare agricolis secularibus eo iure quod dicitur waltret). Weil aber besagte Güter in seiner, des Landgrafen, Jurisdiktion gelegen sind, erbaten Propst und Konvent, um dies durchführen zu können, seine Zustimmung. Konrad, ihre Bitte erhörend, verfügt, daß jene Güter und ihre Bebauer von allem zu seiner Grafschaft gehörigen Recht und von allen Abgaben befreit sind (ut ... ab omni iure nostre pertinente comecie sint exempti et ab omni exactione liberi) außer 9 d. und 1 Viertel Hafer, welche zu seinem Landgut (ruri) in Snegelbiz gehören. Darüber hinaus darf keiner seiner Meier (nullus villicorum) von den genannten Gütern und den Pächtern etwas herauspressen (plus extorquere presumat). Jedoch sind letztere zur Landfolge verpflichtet (generali necessitate provintie que dicitur lantuolga tenebuntur), alles übrige haben Propst und Konvent von Cappel nach ihrem Willen und Nutzen zu richten.
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Propst Gumpert von Fritzlar (Frislar) und die dortigen Kanoniker Volpert, Meinrich Adelbert (Adelpertus) landgräflicher Schreiber die Laien Friedrich, Wolfere von Treffurt (Triworde), Eckehard von Seebach (Echehardus de Sebeche), Ludwig von Creuzburg (Cruceb[urc ?]), Gottfried von Henningsleben (Helingisleiben), Konrad von Berlepsch (Berleibisin), Arnold Truchseß (dapifer), Eberhard villicus von Homberg (Hohenberc)
Vermerke (Urkunde): Siegler: der Ausst.
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Original: Nr. 16; Weitere Abschrift: Kopiar K 270, 108v; 111r, daraus die obigen Angaben ergänzt.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Drucke: Thalmann, Johann Ch.: Specimen singularium et antiquorum in Hassia iurium, de bonis zu Waldrecht (Diss. jur. Marburg 1723) Beil.I (mit Auslassungen und Datum: 1232 März 1) Wenck, Bernhard H.: Hessische Landesgeschichte 3 (1803) UB Nr.113 Posse: Codex diplomaticus (wie Nr.2) 1,3 (1898) Nr.484 Regesten: Dobenecker: Regesta diplomatica (wie Nr.2) 3 (1925) Nr.340 Helbig: Amt Homberg (wie Nr.2) S.115 (3)
Vermerke (Urkunde): Literatur: Landau: Wüste Ortschaften (wie Nr.1) S.99 List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.65 f., 198 f., 261 Demandt: Personenstaat (wie Nr.2) 2 (1981) Nr.3046 Reuling: OL Ziegenhain (wie Nr.2)) S.44 f., 97, 110, 111, 198
Enthält außerdem die Abschrift einer weiteren Urkunde (1470 Februar 02): Abt Conrad und der Konvent des Prämonstratenserklosters zu Spieskappel verkaufen Henne Happel, Bürger zu Homberg, seiner Ehefrau Else und deren gemeinsamen Sohn Adam namentlich genannte Wiesen und Äcker in der Feldmark Lendorf.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ