Nachlass Graf, Benno (Bestand)
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NL Graf Benno Nachlass Graf, Benno
Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Beständetektonik des Bayerischen Hauptstaatsarchivs >> 5 Abteilung V: Nachlässe und Sammlungen >> 5.1 Nachlässe und Familienarchive >> 5.1.2 Nachlässe >> Nachlässe F - K
1917-1971
Vorwort: Benno Graf (geb. 13. März 1908 in München; gest. 20. Mai 1977) war ein deutscher Politiker (BP, CSU, FVP, DP) und Oberstudienrat am Max-Planck-Gymnasium in München-Pasing.
Benno Graf arbeitete von 1931 bis 1934 als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Herder-Verlages. 1933 promovierte er. 1934 bis 1938 war Graf Angestellter des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland (VDA). 1938 begann er im Schuldienst und ab 1940 leistete Benno Graf Wehrdienst in der Wehrmacht und blieb bis 1946 in französischer Kriegsgefangenschaft.
Von 1929 bis 1933 war Graf Mitglied der Bayerischen Volkspartei. Ab 1949 wurde er Mitglied der Bayernpartei, deren Generalsekretär Graf bis zu seinem Ausschluss am 13. November 1953 blieb. Grund für den Ausschluss war, dass Benno Graf bei den Bundestagswahlen 1953 auf der CSU-Landesliste kandidiert hatte, er aber behauptete, trotzdem der Bayernpartei anzugehören. Anfang 1954 trat Graf der CSU dann auch bei, ehe er jedoch bereits am 26. Oktober 1956 gemeinsam mit Otto Gumrum (ebenfalls früheres BP-Mitglied) zur Freien Volkspartei (FVP) wechselte. Durch den Beitritt der FVP zur Deutschen Partei (DP) wurde Graf Mitglied dieser Partei.
Graf gehörte dem Deutschen Bundestag von 1953 bis 1957 an. Er arbeitete im Ausschuss für Beamtenfragen, im Film-, Presse- und Funkausschuss und im Ausschuss für Kommunalpolitik. In die Ausschüsse für Außenpolitik und den für gesamtdeutsche Fragen, die ihn am meisten interessiert hätten, kam er nicht. Die Pariser Verträge beschäftigten ihn in seiner Amtszeit sehr. Ursprünglich für die CSU gewählt, trat er am 26. Oktober 1956 zur FVP-Fraktiion über, die bereits im März 1957 in der DP aufging. 1957 kandidierte er erfolglos bei der Bundestagswahl auf der bayerischen Landesliste der DP.
Dieser Nachlass wurde im Rahmen des Praktikums der Archivschule neu verzeichnet.
Isabella Lauber (Praktikantin)
Inhalt:
Unterlagen über den Volksbund für das Deutschtum im Ausland; Bayernpartei und Deutsche Partei/Freie Volkspartei; Tätigkeit im Dt. Bundestag (u.a. Pariser Verträge, dt.-franz. Geschichtslehrertagungen, dt.-franz. Kulturabkommen, Vertriebenenpolitik, Kriegsfolgenentschädigung, Atomfragen, Dt. Studenten-Darlehenskasse, Internationale Gesellschaft für Urheberrecht, Beamtenbesoldungsgesetz, Wehrwesen, Dt. Patentamt, Mitgliederverzeichnis der Bundesversammlung 1954, Dt. Wochenschau GmbH, Paneuropa-Union, Institut für Ostforschung); politische Korrespondenz; Materialsammlung zur Zeitgeschichte (Aufsätze, Abhandlungen, Presseausschnitte)
Benno Graf arbeitete von 1931 bis 1934 als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Herder-Verlages. 1933 promovierte er. 1934 bis 1938 war Graf Angestellter des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland (VDA). 1938 begann er im Schuldienst und ab 1940 leistete Benno Graf Wehrdienst in der Wehrmacht und blieb bis 1946 in französischer Kriegsgefangenschaft.
Von 1929 bis 1933 war Graf Mitglied der Bayerischen Volkspartei. Ab 1949 wurde er Mitglied der Bayernpartei, deren Generalsekretär Graf bis zu seinem Ausschluss am 13. November 1953 blieb. Grund für den Ausschluss war, dass Benno Graf bei den Bundestagswahlen 1953 auf der CSU-Landesliste kandidiert hatte, er aber behauptete, trotzdem der Bayernpartei anzugehören. Anfang 1954 trat Graf der CSU dann auch bei, ehe er jedoch bereits am 26. Oktober 1956 gemeinsam mit Otto Gumrum (ebenfalls früheres BP-Mitglied) zur Freien Volkspartei (FVP) wechselte. Durch den Beitritt der FVP zur Deutschen Partei (DP) wurde Graf Mitglied dieser Partei.
Graf gehörte dem Deutschen Bundestag von 1953 bis 1957 an. Er arbeitete im Ausschuss für Beamtenfragen, im Film-, Presse- und Funkausschuss und im Ausschuss für Kommunalpolitik. In die Ausschüsse für Außenpolitik und den für gesamtdeutsche Fragen, die ihn am meisten interessiert hätten, kam er nicht. Die Pariser Verträge beschäftigten ihn in seiner Amtszeit sehr. Ursprünglich für die CSU gewählt, trat er am 26. Oktober 1956 zur FVP-Fraktiion über, die bereits im März 1957 in der DP aufging. 1957 kandidierte er erfolglos bei der Bundestagswahl auf der bayerischen Landesliste der DP.
Dieser Nachlass wurde im Rahmen des Praktikums der Archivschule neu verzeichnet.
Isabella Lauber (Praktikantin)
Inhalt:
Unterlagen über den Volksbund für das Deutschtum im Ausland; Bayernpartei und Deutsche Partei/Freie Volkspartei; Tätigkeit im Dt. Bundestag (u.a. Pariser Verträge, dt.-franz. Geschichtslehrertagungen, dt.-franz. Kulturabkommen, Vertriebenenpolitik, Kriegsfolgenentschädigung, Atomfragen, Dt. Studenten-Darlehenskasse, Internationale Gesellschaft für Urheberrecht, Beamtenbesoldungsgesetz, Wehrwesen, Dt. Patentamt, Mitgliederverzeichnis der Bundesversammlung 1954, Dt. Wochenschau GmbH, Paneuropa-Union, Institut für Ostforschung); politische Korrespondenz; Materialsammlung zur Zeitgeschichte (Aufsätze, Abhandlungen, Presseausschnitte)
48
Bestand
Akten
deutsch
0,60;2015
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.04.2025, 11:04 AM CEST
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