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05.5 Crome
Archiv der Hansestadt Lübeck (Archivtektonik) >> 05 Private Archive >> 05.5 Familienarchive und Nachlässe
Vorwort: aus Wikipedia, gekürzt:
Friedrich Johann Paul Crome (* 29. November 1821 in Lübeck; † 16. Dezember 1883 in Baden-Baden) war ein kaiserlicher Justizrat in Leipzig.
Geboren wurde Dr. jur. Friedrich Crome als Sohn des Polizeikanzlisten Friedrich Heinrich Phillipp Crome (Sohn von Ludwig Gottlieb Crome) aus dessen zweiter Ehe mit der Tochter des Druckereibesitzers Johann Hinrich Borchers, Christiane Catharina Caroline. Er besuchte das Katharineum zu Lübeck bis zum Abitur Ostern 1841. Nach mit Summa cum laude absolvierten juridischen Universalstudien wandte er sich der Advokatur zu und erhielt vom Senat der Freien und Hansestadt Lübeck per Dekret des 10. Mai 1845 seine Zulassung.
1852 heiratete er Sophie Siemens, eine Tochter von Christian Ferdinand Siemens. Am 18. Juni 1856 wurde er zum Ober-Appellations-Gerichts-Procurator am Oberappellationsgericht der vier Freien Städte erwählt. Bei der Begründung des Lübecker Anwaltvereins wählten seine Kollegen ihn zu dessen Vorsitzenden. Dieses Amt übte er bis kurz vor seinem Weggang aus.
Neben seinem Beruf befasste er sich mit Fragen, die das Verfassungs-, Staats- und Gemeindewesen Lübecks betrafen. Deren Bürgerschaft gehörte er seit Anbeginn an. Als Mitglied verschiedener Deputationen, Vorstandsmitglied der Commerz-Bank und als Rechtsconsulent der Deutschen Lebensversicherungsgesellschaft war Crome tätig.
Als Teilhabender Geschäftsführer der Firma Gebrüder Borchers begründete er 1872 die Lübecker Zeitung und war ihr erster Chefredakteur. Sie war als abendliche politische Ergänzung der Lübeckischen Anzeigen gedacht und sollte als solche rund zwanzig Jahre, wo sie in ihnen aufging, erscheinen. Sie hatte einen solchen Erfolg, dass sie bereits in ihrem zweiten Bestandsjahr in das alleinige Eigentum des Inhabers der Firma Gebrüder Borchers überging.
Mit den Veränderungen durch die Reichsjustizgesetze hörten 1879 in Lübeck das Obergericht und das Ober-Appellationsgericht auf zu bestehen. Crome entschloss sich, in Leipzig am Reichsgericht tätig zu werden. Nach wenigen Jahren verlieh ihm Kaiser Wilhelm I. den Titel eines Justizraths.
Am Mittag des 17. Dezembers 1883 verstarb er. Er wurde auf dem Burgtorfriedhof im Familiengrab beigesetzt.
Wann der Bestand in das Archiv gelangte, ist nicht bekannt.
Letz, Nov. 2016
Literatur:
- Festschrift: Zum 150 jährigem Jubiläum der Lübeckischen Anzeigen / 1751 *** 6. März *** 1901 / und / 75 jährigen Bestehen der Steindruckerei Gebrüder Borchers / 1826 *** 30. Mai *** 1901
Nachruf In: Lübecker Zeitung vom 17. Dezember 1883
Vaterstädtische Blätter
Friedrich Johann Paul Crome (* 29. November 1821 in Lübeck; † 16. Dezember 1883 in Baden-Baden) war ein kaiserlicher Justizrat in Leipzig.
Geboren wurde Dr. jur. Friedrich Crome als Sohn des Polizeikanzlisten Friedrich Heinrich Phillipp Crome (Sohn von Ludwig Gottlieb Crome) aus dessen zweiter Ehe mit der Tochter des Druckereibesitzers Johann Hinrich Borchers, Christiane Catharina Caroline. Er besuchte das Katharineum zu Lübeck bis zum Abitur Ostern 1841. Nach mit Summa cum laude absolvierten juridischen Universalstudien wandte er sich der Advokatur zu und erhielt vom Senat der Freien und Hansestadt Lübeck per Dekret des 10. Mai 1845 seine Zulassung.
1852 heiratete er Sophie Siemens, eine Tochter von Christian Ferdinand Siemens. Am 18. Juni 1856 wurde er zum Ober-Appellations-Gerichts-Procurator am Oberappellationsgericht der vier Freien Städte erwählt. Bei der Begründung des Lübecker Anwaltvereins wählten seine Kollegen ihn zu dessen Vorsitzenden. Dieses Amt übte er bis kurz vor seinem Weggang aus.
Neben seinem Beruf befasste er sich mit Fragen, die das Verfassungs-, Staats- und Gemeindewesen Lübecks betrafen. Deren Bürgerschaft gehörte er seit Anbeginn an. Als Mitglied verschiedener Deputationen, Vorstandsmitglied der Commerz-Bank und als Rechtsconsulent der Deutschen Lebensversicherungsgesellschaft war Crome tätig.
Als Teilhabender Geschäftsführer der Firma Gebrüder Borchers begründete er 1872 die Lübecker Zeitung und war ihr erster Chefredakteur. Sie war als abendliche politische Ergänzung der Lübeckischen Anzeigen gedacht und sollte als solche rund zwanzig Jahre, wo sie in ihnen aufging, erscheinen. Sie hatte einen solchen Erfolg, dass sie bereits in ihrem zweiten Bestandsjahr in das alleinige Eigentum des Inhabers der Firma Gebrüder Borchers überging.
Mit den Veränderungen durch die Reichsjustizgesetze hörten 1879 in Lübeck das Obergericht und das Ober-Appellationsgericht auf zu bestehen. Crome entschloss sich, in Leipzig am Reichsgericht tätig zu werden. Nach wenigen Jahren verlieh ihm Kaiser Wilhelm I. den Titel eines Justizraths.
Am Mittag des 17. Dezembers 1883 verstarb er. Er wurde auf dem Burgtorfriedhof im Familiengrab beigesetzt.
Wann der Bestand in das Archiv gelangte, ist nicht bekannt.
Letz, Nov. 2016
Literatur:
- Festschrift: Zum 150 jährigem Jubiläum der Lübeckischen Anzeigen / 1751 *** 6. März *** 1901 / und / 75 jährigen Bestehen der Steindruckerei Gebrüder Borchers / 1826 *** 30. Mai *** 1901
Nachruf In: Lübecker Zeitung vom 17. Dezember 1883
Vaterstädtische Blätter
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.06.2025, 10:12 MESZ