C Rep. 060-17 Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR, Bezirksverband Berlin (Bestand)
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C Rep. 060-17
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 7 Kammern und Körperschaften, Parteien, Organisationen und Vereine >> C 7.2 Verbände und Vereine
Vorwort: C Rep. 060-17 Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR, Bezirksverband Berlin
1. Verbandsgeschichte
Im April 1951 wurde der "Verband Deutscher Komponisten und Musikwissenschaftler" innerhalb des Kulturbundes der DDR gegründet, der ein Jahr später zu einer selbstständigen Berufsorganisation der Komponisten, Interpreten, Musikwissenschaftler und Musikerzieher (Letztere seit 1967) umgewandelt wurde. Seit 1973 bezeichnete sich die Organisation als "Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR" (VKM).
Der Verband war in Bezirksverbände untergliedert und unterhielt verschiedene Fachgruppen und so genannte "Schaffenskommissionen". Seine Mitglieder trugen durch die Mitarbeit in Beiräten der Ministerien für Kultur sowie für Hoch- und Fachschulwesen der DDR und beim Staatlichen Rundfunkkomitee zur Pflege und Entwicklung einer nationalen Musikkultur bei. Zudem organisierte der Verband Musikkongresse, wissenschaftliche Kolloquien und die regelmäßig stattfindenden "DDR-Musiktage" bzw. die "Musik-Biennale Berlin" sowie diverse Konzertreihen. Der verbandseigene "Verlag Neue Musik" diente vor allem der Publikation von Werken zeitgenössischer Komponisten der DDR. Seit 1956 verwaltete der Verband die "Internationale Musikbibliothek" (IMB) in Berlin, die landesweit Partituren sammelte und verlieh. Er unterhielt das "Musikinformationszentrum" (MIZ). Die Arbeit des Verbandes wurde bis 1990 überwiegend aus Mitteln der "Anstalt zur Wahrung der Aufführungsrechte" (AWA) finanziert.
Der Berliner Verband wurde 1951 noch als "Landesverband" Berlin gegründet und arbeitete zunächst auch für das Land Brandenburg. 1954 erfolgte die Umwandlung in den "Arbeitskreis", 1957/58 in den "Bezirksverband" Berlin. Die Bezirke des ehemaligen Landes Brandenburg schieden erst in einem längeren Prozess aus und gründeten eigenständige Bezirksorganisationen: Cottbus 1966, Frankfurt/Oder 1976 und Potsdam 1980.
Auf einem Kongress im März 1990 wurde neben einem neuen Statut die Umbenennung in "Verband Deutscher Komponisten e. V." beschlossen. Infolge der Gründung des "Verbands der Musikpädagogen der DDR" und der "Gesellschaft für Musikwissenschaft" schrumpfte die Mitgliederzahl; die Finanzierung durch die AWA versiegte, die Zahl der hauptamtlichen Mitarbeiter musste erheblich reduziert und die Geschäftsstelle in Berlin aufgelöst werden. Der Berliner Landesverband des "Verbandes Deutscher Komponisten e. V." fusionierte im Juni 1991 mit der Berliner Sektion des "Deutschen Komponistenverbandes" (DKV). Im Übrigen blieb der Verband bestehen und bildete sich im Herbst 1993 zum "Verein der Komponisten und Musikwissenschaftler e. V." um.
Der Bestand wurde im Dezember 1990 an das Stadtarchiv Berlin abgegeben.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 103 Akten (4,50 lfm) mit der LAufzeit 1951 - 1990. Er enthält Akten zu:
Wahlberichtsversammlungen.- Mitgliederversammlungen.- Vorstandssitzungen.- Arbeitspläne und -berichte.- Zusammenarbeit mit der zentralen Verbandsleitung, gesellschaftlichen Organisationen, Betrieben und Behörden.- Finanzen.- Informationen von Arbeitsgruppen und aus anderen Bezirksverbänden.- Mitgliederakten A-Z.- Tätigkeit der einzelnen Sektionen.- Kompositionsaufträge.- Nachwuchsförderung.- Musikfeste u. a. Veranstaltungen.
Das Findbuch des Archives des VKM, BV Berlin, wurde im Juli 2004 von Frau Dr. Regina Rousavy retrokonvertiert und ist nun nutzbar in der Datenbank.
Einige Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, C Rep. 060-17 Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR, Bezirksverband Berlin, Nr. ... .
3. Korrespondierende Bestände
LAB C Rep. 101 - Der Oberbürgermeister von Berlin
LAB C Rep. 121 - Magistrat von Berlin, Abteilung Kultur
LAB C Rep. 132 - Schauspielhaus Berlin
LAB C Rep. 167 - Deutsche Staatsoper
LAB C Rep. 703 - Bezirksmusikschulinspektor/Bezirksmusikschule Berlin
LAB C Rep. 727 - Friedrichstadt-Palast
LAB C Rep. 731 - Metropol - Theater
LAB F Rep. 260-02 - Plakate Besatzung Berlins (1945-1949) und Berlin Hauptstadt der DDR (1949-1990)
Deutsches Musikarchiv Berlin
Stiftung Archive der Akademie der Künste
4. Literatur
Musik und Gesellschaft. Monatszeitschrift des Verbandes der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR, Berlin 1951-1991.
Musikwissenschaftliche Beiträge (Beiträge zur Musikwissenschaft), Vierteljahresschrift, Berlin 1959 ff.
Berlin, Oktober 2019 / Januar 2024 Kerstin Bötticher
1. Verbandsgeschichte
Im April 1951 wurde der "Verband Deutscher Komponisten und Musikwissenschaftler" innerhalb des Kulturbundes der DDR gegründet, der ein Jahr später zu einer selbstständigen Berufsorganisation der Komponisten, Interpreten, Musikwissenschaftler und Musikerzieher (Letztere seit 1967) umgewandelt wurde. Seit 1973 bezeichnete sich die Organisation als "Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR" (VKM).
Der Verband war in Bezirksverbände untergliedert und unterhielt verschiedene Fachgruppen und so genannte "Schaffenskommissionen". Seine Mitglieder trugen durch die Mitarbeit in Beiräten der Ministerien für Kultur sowie für Hoch- und Fachschulwesen der DDR und beim Staatlichen Rundfunkkomitee zur Pflege und Entwicklung einer nationalen Musikkultur bei. Zudem organisierte der Verband Musikkongresse, wissenschaftliche Kolloquien und die regelmäßig stattfindenden "DDR-Musiktage" bzw. die "Musik-Biennale Berlin" sowie diverse Konzertreihen. Der verbandseigene "Verlag Neue Musik" diente vor allem der Publikation von Werken zeitgenössischer Komponisten der DDR. Seit 1956 verwaltete der Verband die "Internationale Musikbibliothek" (IMB) in Berlin, die landesweit Partituren sammelte und verlieh. Er unterhielt das "Musikinformationszentrum" (MIZ). Die Arbeit des Verbandes wurde bis 1990 überwiegend aus Mitteln der "Anstalt zur Wahrung der Aufführungsrechte" (AWA) finanziert.
Der Berliner Verband wurde 1951 noch als "Landesverband" Berlin gegründet und arbeitete zunächst auch für das Land Brandenburg. 1954 erfolgte die Umwandlung in den "Arbeitskreis", 1957/58 in den "Bezirksverband" Berlin. Die Bezirke des ehemaligen Landes Brandenburg schieden erst in einem längeren Prozess aus und gründeten eigenständige Bezirksorganisationen: Cottbus 1966, Frankfurt/Oder 1976 und Potsdam 1980.
Auf einem Kongress im März 1990 wurde neben einem neuen Statut die Umbenennung in "Verband Deutscher Komponisten e. V." beschlossen. Infolge der Gründung des "Verbands der Musikpädagogen der DDR" und der "Gesellschaft für Musikwissenschaft" schrumpfte die Mitgliederzahl; die Finanzierung durch die AWA versiegte, die Zahl der hauptamtlichen Mitarbeiter musste erheblich reduziert und die Geschäftsstelle in Berlin aufgelöst werden. Der Berliner Landesverband des "Verbandes Deutscher Komponisten e. V." fusionierte im Juni 1991 mit der Berliner Sektion des "Deutschen Komponistenverbandes" (DKV). Im Übrigen blieb der Verband bestehen und bildete sich im Herbst 1993 zum "Verein der Komponisten und Musikwissenschaftler e. V." um.
Der Bestand wurde im Dezember 1990 an das Stadtarchiv Berlin abgegeben.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 103 Akten (4,50 lfm) mit der LAufzeit 1951 - 1990. Er enthält Akten zu:
Wahlberichtsversammlungen.- Mitgliederversammlungen.- Vorstandssitzungen.- Arbeitspläne und -berichte.- Zusammenarbeit mit der zentralen Verbandsleitung, gesellschaftlichen Organisationen, Betrieben und Behörden.- Finanzen.- Informationen von Arbeitsgruppen und aus anderen Bezirksverbänden.- Mitgliederakten A-Z.- Tätigkeit der einzelnen Sektionen.- Kompositionsaufträge.- Nachwuchsförderung.- Musikfeste u. a. Veranstaltungen.
Das Findbuch des Archives des VKM, BV Berlin, wurde im Juli 2004 von Frau Dr. Regina Rousavy retrokonvertiert und ist nun nutzbar in der Datenbank.
Einige Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, C Rep. 060-17 Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR, Bezirksverband Berlin, Nr. ... .
3. Korrespondierende Bestände
LAB C Rep. 101 - Der Oberbürgermeister von Berlin
LAB C Rep. 121 - Magistrat von Berlin, Abteilung Kultur
LAB C Rep. 132 - Schauspielhaus Berlin
LAB C Rep. 167 - Deutsche Staatsoper
LAB C Rep. 703 - Bezirksmusikschulinspektor/Bezirksmusikschule Berlin
LAB C Rep. 727 - Friedrichstadt-Palast
LAB C Rep. 731 - Metropol - Theater
LAB F Rep. 260-02 - Plakate Besatzung Berlins (1945-1949) und Berlin Hauptstadt der DDR (1949-1990)
Deutsches Musikarchiv Berlin
Stiftung Archive der Akademie der Künste
4. Literatur
Musik und Gesellschaft. Monatszeitschrift des Verbandes der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR, Berlin 1951-1991.
Musikwissenschaftliche Beiträge (Beiträge zur Musikwissenschaft), Vierteljahresschrift, Berlin 1959 ff.
Berlin, Oktober 2019 / Januar 2024 Kerstin Bötticher
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST