Erbzinsverkauf. Vor den oben genannten Bonner Schöffen verkauft die Beghine Girdrut van Straisfelt, Bonner Bürgerin, dem Abt und Konvent von Heisterbach einen Erbzins im Betrag von 3 Mark Penninggeld für eine Summe baren Geldes und belastet mit diesem Zins das von ihr bewohnte Haus in der Brudergassin zu Bonn, zwischen dem Haus des Gobelin Zeilesser und dem Haus zu Straisvelt mit dahintergelegenem Garten. Das Haus ist lehnrührig von Girdruts Schwester Styne van Pupilstorp , die als Lehnsherrin jährlich Martini 12 Pfennige von demselben bezieht. Der hinter dem Haus gelegene Garten ist lehnrührig von Ergerarde van Meckenheyn, Kanoniker zu Bonn, der als Lehnsherr jährlich Martini 16 Pfennige von demselben zu erheben hat. "Des gilt weder yn vier penninge Gobel Zeilesser, die alre neist da by gelegen is, ind up yrne wyngairt, die in deyme Wailsacher gelegen is, wye he licht, die da rorinde is up den hoff zu Wichelshoven, dar man al jairs gilt zyen penning ind eynen hellinck up den selven dach, as vur gescreven steyt." Die Abtei hat das Haus von allen Lehnsherrn nach Bonner Gewohnheit gewonnen und geworben und die genannte Girdrut für den erwähnten, jährlich am 24. Juni (up sente Johans dach, Rynsheymer kirmisse) zahlbaren Zins von 3 Mark damit belehnt. Der Heisterbacher Mönch Tylmann van Boistorp, dessen Freunde die Kaufsumme bezahlt haben, soll zeitlebens den Genuss des Zinses haben, nach seinem Tode fällt dieser an die Abtei. Es siegeln die Schöffen zu Bonn.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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