Der Berater für den Marshallplan beim Vorsitzer des Verwaltungsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes (Bestand)
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BArch Z 14
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Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Bundesrepublik Deutschland mit westalliierten Besatzungszonen (1945 ff) >> Westalliierte Besatzungszonen (1945-1949) >> Finanzen, Wirtschaft
1948-1950
Geschichte des Bestandsbildners: Die Dienststelle "Der Berater für den Marshallplan beim Vorsitzer des Verwaltungsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes - ERP Executive Office -" wurde auf Wunsch der Alliierten durch Beschluss des Verwaltungsrates vom 23. März 1948 mit Sitz in Frankfurt/Main gegründet. Der Berater sollte Planungen und Programme der Verwaltungen für Wirtschaft, Ernährung, Verkehr und Finanzen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes koordinieren, den Verwaltungsrat über ERP-Angelegenheiten unterrichten, die grundsätzliche ERP-Planung koordinieren, die auswärtigen ERP-Vertretungen betreuen sowie Verbindung zu den alliierten Dienststellen halten. Hinzu kamen die Vertretung der Bizone bei der OEEC in Paris und bei der ECA in Washington; für beide deutsche Delegationen, die seit dem Sommer 1949 größere Selbstständigkeit erhielten und, da sie ihre Rechte von den Alliierten delegiert bekamen, als erste Vertreter des Vereinigten Wirtschaftsgebietes diplomatische Vorrechte genossen, übte der Berater für den Marshallplan die Funktionen einer Stammbehörde aus. Die Aufgaben gingen Anfang Oktober 1949 auf das Bundesministerium für den Marshallplan über. Ministerialdirektor a.D. Dr. Otto Schniewind, zugleich Leiter der Kreditanstalt für Wiederaufbau, bearbeitete all diejenigen ERP-Angelegenheiten, die nicht rein wirtschaftlicher Natur waren und nicht in den Planungs- und Fachabteilungen der Ressorts wahrgenommen werden konnten. Er führte ausschließlich den Schriftwechsel mit der ECA-Vertretung in Frankfurt und der BICO (Bipartite Control Office) in politischen und Angelegenheiten von besonderer Bedeutung. Sein Mitarbeiterstab bestand anfänglich aus nur sechs Personen mit folgender Geschäftsverteilung: Personal- und Verwaltungsangelegenheiten; Grundsatzfragen des ERP; Koordinierung der ERP-Planung; Berichtswesen; Veröffentlichungen und Reden; Verbleibskontrolle.
Allgemeiner Hinweis: Die o.a. Informationen entstammen hauptsächlich den entsprechendenden Findbüchern (Findbuch von 1958, Online-Findbuch von 1997) Es handelt sich um (zum Teil gekürzte oder leicht abgewandelte) Auszüge aus diesem Findbuch; dort ist alles ausführlich nachzulesen.
Bestandsbeschreibung: Auszüge aus dem Findbuch von 1958:
a) Bestandsgeschichte
Die Akten des Beraters für den Marshallplan wurden am 11. September 1954 von dem damaligen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit an das Bundesarchiv abgegeben. Die Aktenführung war im allgemeinen recht gut, so dass die alte Ordnung aufgrund des Aktenplanes und der alten Signaturen beibehalten werden konnte. Innerhalb der Leitzordner waren aber die einzelnen Aktengruppen nicht fortlaufend abgelegt worden.
b) Archivische Bewertung und Bearbeitung
Außer einigen Doppelstücken konnte nichts kassiert werden. Der historische Wert der Akten ist eindeutig.
Inhaltliche Charakterisierung: Organisation; Verteilung von ERP-Mitteln und Koordinierung verschiedener Hilfsprogramme auf den Gebieten der Produktion, des Verbrauchs, des Außenhandels, der Finanz-, Investitions- und Flüchtlingshilfe sowie der Arbeitsbeschaffung; Deutsche Vertretungen bei der OEEC und der ECA
Erschließungszustand: Findbuch (1958), Online-Findbuch (1997)
Umfang, Erläuterung: 183 AE
Zitierweise: BArch Z 14/...
Allgemeiner Hinweis: Die o.a. Informationen entstammen hauptsächlich den entsprechendenden Findbüchern (Findbuch von 1958, Online-Findbuch von 1997) Es handelt sich um (zum Teil gekürzte oder leicht abgewandelte) Auszüge aus diesem Findbuch; dort ist alles ausführlich nachzulesen.
Bestandsbeschreibung: Auszüge aus dem Findbuch von 1958:
a) Bestandsgeschichte
Die Akten des Beraters für den Marshallplan wurden am 11. September 1954 von dem damaligen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit an das Bundesarchiv abgegeben. Die Aktenführung war im allgemeinen recht gut, so dass die alte Ordnung aufgrund des Aktenplanes und der alten Signaturen beibehalten werden konnte. Innerhalb der Leitzordner waren aber die einzelnen Aktengruppen nicht fortlaufend abgelegt worden.
b) Archivische Bewertung und Bearbeitung
Außer einigen Doppelstücken konnte nichts kassiert werden. Der historische Wert der Akten ist eindeutig.
Inhaltliche Charakterisierung: Organisation; Verteilung von ERP-Mitteln und Koordinierung verschiedener Hilfsprogramme auf den Gebieten der Produktion, des Verbrauchs, des Außenhandels, der Finanz-, Investitions- und Flüchtlingshilfe sowie der Arbeitsbeschaffung; Deutsche Vertretungen bei der OEEC und der ECA
Erschließungszustand: Findbuch (1958), Online-Findbuch (1997)
Umfang, Erläuterung: 183 AE
Zitierweise: BArch Z 14/...
Der Berater für den Marshallplan bei dem Vorsitzer des Verwaltungsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1948-1949
183 Aufbewahrungseinheiten; 3,6 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: B 146 Bundesministerium für den Marshallplan/für wirtschaftliche Zusammenarbeit
Literatur: Vogel, Walter: Westdeutschland, Teil II, S. 280 ff.;
Potthoff, Wenzel: Handbuch, S. 213 f.;
Pünder, Tilman: Das bizonale Interregnum, Rastatt 1966, S. 238 ff.;
Gimbel, John: The Origins of the Marshall Plan, Stanford 1976.
Literatur: Vogel, Walter: Westdeutschland, Teil II, S. 280 ff.;
Potthoff, Wenzel: Handbuch, S. 213 f.;
Pünder, Tilman: Das bizonale Interregnum, Rastatt 1966, S. 238 ff.;
Gimbel, John: The Origins of the Marshall Plan, Stanford 1976.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ
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