Militärischer Nachlass Dr. Hermann Pantlen, Oberst d. Res., Direktor des Heeresarchivs Stuttgart, *1887 +1968 (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 660/268
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Militärische Bestände 1871-ca. 1920 >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe
1916-1954
Überlieferungsgeschichte
gebildet am 24.05.1967
1. Zur Biografie Dr. Hermann Pantlens: Dr. Pantlen wurde im Jahr 1887 als Sohn eines Sanitätsrats in Cannstatt geboren. Seit 1906 aktiver Soldat im württembergischen Feldartillerieregiment König Karl Nr. 13, nahm er als Adjutant und Batterieführer am Ersten Weltkrieg teil. Nach Kriegsende wurde Pantlen zum Großen Generalstab nach Berlin kommandiert. Seit 1920 arbeitete er beim neu gegründeten Reichsarchiv Potsdam. Parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit absolvierte Pantlen in den frühen 1920er Jahren an der Universität Berlin ein Studium der Staatswissenschaften und der Geschichte, das er am 12.01.1925 mit der Promotion abschloss. In den folgenden Jahren profilierte sich der Potsdamer Archivrat mit zahlreichen Publikationen und Buchbesprechungen vor allem über die wirtschaftlichen, finanziellen und logistischen Voraussetzungen moderner Kriegführung sowie über militärische und zivile Aspekte der Schifffahrt. 1928 erschien von Dr. Pantlen eine Geschichte seiner früheren militärischen Einheit, des württembergischen Feldartillerieregiments Nr. 13, im Weltkrieg 1914-1918. Seit November 1935 fungierte Dr. Pantlen als Leiter der Reichsarchivzweigstelle bzw. (seit 1937) des Heeresarchivs Stuttgart. Er verstärkte in dieser Funktion die Öffentlichkeitsarbeit des Archivs und baute umfangreiche militärhistorische Sammlungsbestände auf. Während des Zweiten Weltkriegs war Dr. Pantlen zeitweise als Beauftragter des Chefs der Heeresarchive im Elsass und in Lothringen eingesetzt. 1945 schied er aus dem Archivdienst aus und arbeitete bis zu seiner Pensionierung als Angestellter bei verschiedenen Einrichtungen des Landes Württemberg-Baden. Dr. Pantlen starb 1968.
2. Zum Nachlass Dr. Hermann Pantlens: Bei dem vorliegenden Bestand M 660/268 handelt es sich um einen Teilnachlass. Weitere persönliche Unterlagen Dr. Hermann Pantlens sind im Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg im Breisgau unter der Signatur N 41 überliefert. Die Dokumente des Bestands M 660/268 umfassen vor allem Korrespondenzen sowie militärwissenschaftliche Manuskripte und Publikationen. Daneben sind Arbeitsmaterialien für wissenschaftliche Studien, einige dienstliche Unterlagen sowie wenige persönliche bzw. familiäre Materialien überliefert. Die im Nachlass Dr. Pantlens enthaltenen wissenschaftlichen Texte entstanden ausnahmslos im dienstlichen Kontext. Die Korrespondenzen des Bestands M 660/268 sind hingegen zum Teil dienstlicher, zum Teil privater Natur. Durch den insgesamt hohen Anteil an Dokumenten dienstlicher Provenienz stellt der Nachlass Dr. Pantlens eine wichtige Quelle für die Rekonstruktion der Geschichte des Reichsarchivs Potsdam sowie des Heeresarchivs Stuttgart dar. Die Korrespondenzen Dr. Pantlens sind nicht lückenlos überliefert. Auffallend ist insbesondere das Fehlen der Briefwechsel aus den Jahren 1943 bis 1945. Zu einem nicht mehr ermittelbaren Zeitpunkt wurde zudem eine größere Zahl von Schreiben aus den überlieferten Korrespondenzakten der Jahre 1935-1940 entfernt. Bei der Erschließung des Bestandes konnten nur noch Reste dieser Briefe festgestellt werden. Die Reste wiesen keinen Informationswert auf. Der bisher unverzeichnete Bestand wurde in den Monaten Juni und Juli 2008 von Dr. Wolfgang Mährle erschlossen. Er umfasst 58 Nummern.
3. Quellen- und Literaturhinweise: Quellenhinweise: Personalakten Dr. Pantlens sind erhalten im Bundesarchiv-Militärarchiv unter den Signaturen RH 18/1140 und 1222 sowie im Hauptstaatsarchiv Stuttgart unter den Signaturen M 430/2, Bü 1587 und M 400/1, Bü 42. Eine weitere Personalakte findet sich in der Registratur des Hauptstaatsarchivs. Quellen zur Geschichte der Reichsarchivzweigstelle bzw. des Heeresarchivs Stuttgart sind in M 400 überliefert. Literaturhinweis: Fischer, Joachim: Reichsarchivzweigstelle und Heeresarchiv Stuttgart, in: Wolfgang Schmierer/ Günter Cordes/ Rudolf Kieß/ Gerhard Taddey (Hgg.): Aus südwestdeutscher Geschichte, Festschrift für Hans-Martin Maurer, dem Archivar und Historiker zum 65. Geburtstag, Stuttgart 1994, S. 705-720. Stuttgart, im Juli 2008 Dr. Wolfgang Mährle
gebildet am 24.05.1967
1. Zur Biografie Dr. Hermann Pantlens: Dr. Pantlen wurde im Jahr 1887 als Sohn eines Sanitätsrats in Cannstatt geboren. Seit 1906 aktiver Soldat im württembergischen Feldartillerieregiment König Karl Nr. 13, nahm er als Adjutant und Batterieführer am Ersten Weltkrieg teil. Nach Kriegsende wurde Pantlen zum Großen Generalstab nach Berlin kommandiert. Seit 1920 arbeitete er beim neu gegründeten Reichsarchiv Potsdam. Parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit absolvierte Pantlen in den frühen 1920er Jahren an der Universität Berlin ein Studium der Staatswissenschaften und der Geschichte, das er am 12.01.1925 mit der Promotion abschloss. In den folgenden Jahren profilierte sich der Potsdamer Archivrat mit zahlreichen Publikationen und Buchbesprechungen vor allem über die wirtschaftlichen, finanziellen und logistischen Voraussetzungen moderner Kriegführung sowie über militärische und zivile Aspekte der Schifffahrt. 1928 erschien von Dr. Pantlen eine Geschichte seiner früheren militärischen Einheit, des württembergischen Feldartillerieregiments Nr. 13, im Weltkrieg 1914-1918. Seit November 1935 fungierte Dr. Pantlen als Leiter der Reichsarchivzweigstelle bzw. (seit 1937) des Heeresarchivs Stuttgart. Er verstärkte in dieser Funktion die Öffentlichkeitsarbeit des Archivs und baute umfangreiche militärhistorische Sammlungsbestände auf. Während des Zweiten Weltkriegs war Dr. Pantlen zeitweise als Beauftragter des Chefs der Heeresarchive im Elsass und in Lothringen eingesetzt. 1945 schied er aus dem Archivdienst aus und arbeitete bis zu seiner Pensionierung als Angestellter bei verschiedenen Einrichtungen des Landes Württemberg-Baden. Dr. Pantlen starb 1968.
2. Zum Nachlass Dr. Hermann Pantlens: Bei dem vorliegenden Bestand M 660/268 handelt es sich um einen Teilnachlass. Weitere persönliche Unterlagen Dr. Hermann Pantlens sind im Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg im Breisgau unter der Signatur N 41 überliefert. Die Dokumente des Bestands M 660/268 umfassen vor allem Korrespondenzen sowie militärwissenschaftliche Manuskripte und Publikationen. Daneben sind Arbeitsmaterialien für wissenschaftliche Studien, einige dienstliche Unterlagen sowie wenige persönliche bzw. familiäre Materialien überliefert. Die im Nachlass Dr. Pantlens enthaltenen wissenschaftlichen Texte entstanden ausnahmslos im dienstlichen Kontext. Die Korrespondenzen des Bestands M 660/268 sind hingegen zum Teil dienstlicher, zum Teil privater Natur. Durch den insgesamt hohen Anteil an Dokumenten dienstlicher Provenienz stellt der Nachlass Dr. Pantlens eine wichtige Quelle für die Rekonstruktion der Geschichte des Reichsarchivs Potsdam sowie des Heeresarchivs Stuttgart dar. Die Korrespondenzen Dr. Pantlens sind nicht lückenlos überliefert. Auffallend ist insbesondere das Fehlen der Briefwechsel aus den Jahren 1943 bis 1945. Zu einem nicht mehr ermittelbaren Zeitpunkt wurde zudem eine größere Zahl von Schreiben aus den überlieferten Korrespondenzakten der Jahre 1935-1940 entfernt. Bei der Erschließung des Bestandes konnten nur noch Reste dieser Briefe festgestellt werden. Die Reste wiesen keinen Informationswert auf. Der bisher unverzeichnete Bestand wurde in den Monaten Juni und Juli 2008 von Dr. Wolfgang Mährle erschlossen. Er umfasst 58 Nummern.
3. Quellen- und Literaturhinweise: Quellenhinweise: Personalakten Dr. Pantlens sind erhalten im Bundesarchiv-Militärarchiv unter den Signaturen RH 18/1140 und 1222 sowie im Hauptstaatsarchiv Stuttgart unter den Signaturen M 430/2, Bü 1587 und M 400/1, Bü 42. Eine weitere Personalakte findet sich in der Registratur des Hauptstaatsarchivs. Quellen zur Geschichte der Reichsarchivzweigstelle bzw. des Heeresarchivs Stuttgart sind in M 400 überliefert. Literaturhinweis: Fischer, Joachim: Reichsarchivzweigstelle und Heeresarchiv Stuttgart, in: Wolfgang Schmierer/ Günter Cordes/ Rudolf Kieß/ Gerhard Taddey (Hgg.): Aus südwestdeutscher Geschichte, Festschrift für Hans-Martin Maurer, dem Archivar und Historiker zum 65. Geburtstag, Stuttgart 1994, S. 705-720. Stuttgart, im Juli 2008 Dr. Wolfgang Mährle
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ
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