Der Altbürgermeister Jakob Ehinger der Ältere sowie die Ratsherren Johann Gessler und Johann Rentz schlichten als Schiedsrichter einen Streit zwischen dem Spitalmeister des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] Johann Schlaiß und dem Priester und Kaplan in Ulm Konrad Kriech wegen einiger Schmähungen, die der Kaplan in der Öffentlichkeit gegen den Spitalmeister geäußert hatte. Mit Zustimmung von Bürgermeister und Rat der Stadt Ulm entscheiden die Schiedsrichter in Gegenwart des öffentlichen Notars Hieronimus Winckelhofer, der dies auch beurkundet, sowie des Peter Tanheimer, Kaplan der Ungeltermesse im Dominikanerkloster ("zu den Predigern") in Ulm [abgegangen, Bereich Grüner Hof 7, Lagerbuch Nr. 6, Adlerbastei 1-3], und des Ulrich Eckhart, Kaplan im Heiliggeistspital in Ulm, dass beide Parteien ihren Streit beilegen und alle deswegen eingeleiteten Prozesse unverzüglich einstellen sollen. Die ihnen dadurch bisher entstandenen Kosten soll jede Partei für sich selbst tragen. Konrad Kriech hat dann vor dem Notar, den beiden Priestern und den Zeugen erklärt, dass er die Schmähungen im Zorn geäußert habe und hat den Spitalmeister deswegen um Verzeihung gebeten. Daraufhin haben der Spitalmeister dem Propst des Augustinerchorherrenstifts St. Michael zu den Wengen in Ulm [abgegangen, Wengengasse 6-10] Johann [Mann] und der Kaplan dem öffentlichen Notar in die Hand versprochen, sich an diesen Schiedsspruch zu halten und den Streit als beigelegt zu betrachten.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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