Schuldforderung von 1000 Rtlr. Kapital und 1300 Rtlr. seit 1702 aufgelaufener Zinsen. Am 20. März 1732 hatte Bolles zur Tilgung von Gehaltsforderungen und Barauslagen aus seiner Tätigkeit als Kanzleidirektor von der verwitweten Reichsgräfin Anna Ursula Elisabeth von Gleichen und Hatzfeldt, Schwiegermutter des F. K. W. von Hillesheim und des Anton von Hatzfeldt, eine Schuldanerkenntnis von 1000 Rtlr. übertragen erhalten, die Franz Graf von Hatzfeldt zu Weisweiler 1702 seinem Vetter Sebastian Graf von Gleichen und Hatzfeldt, Ehemann der Anna Ursula Elisabeth, in Mülheim am Rhein ausgestellt hatte. Zur Schadloshaltung wandte sich Bolles nun an Franz’ nächstjüngeren Bruder Edmund Florens und an die Schwiegersöhne der Anna Ursula Elisabeth, die ihre Güter dafür verpfändet hatte.
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Schuldforderung von 1000 Rtlr. Kapital und 1300 Rtlr. seit 1702 aufgelaufener Zinsen. Am 20. März 1732 hatte Bolles zur Tilgung von Gehaltsforderungen und Barauslagen aus seiner Tätigkeit als Kanzleidirektor von der verwitweten Reichsgräfin Anna Ursula Elisabeth von Gleichen und Hatzfeldt, Schwiegermutter des F. K. W. von Hillesheim und des Anton von Hatzfeldt, eine Schuldanerkenntnis von 1000 Rtlr. übertragen erhalten, die Franz Graf von Hatzfeldt zu Weisweiler 1702 seinem Vetter Sebastian Graf von Gleichen und Hatzfeldt, Ehemann der Anna Ursula Elisabeth, in Mülheim am Rhein ausgestellt hatte. Zur Schadloshaltung wandte sich Bolles nun an Franz’ nächstjüngeren Bruder Edmund Florens und an die Schwiegersöhne der Anna Ursula Elisabeth, die ihre Güter dafür verpfändet hatte.
AA 0627, 580 - B 1563/5108
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1729-1733 (1702-1734)
Enthaeltvermerke: Kläger: Lic. Johann Bolles, vormals Kanzleidirektor des gräfl. Hauses Gleichen und Hatzfeldt zu Krottorf (Crottorf, Crutorf) (Oberberg. Kr.), jetzt RKG-Advokat zu Wetzlar, ab Jan. 1732 seine Witwe J. C. (L.?) Bolles geb. Flender in eigenem Namen und als Vormund ihrer minderjähr. Kinder Beklagter: Edmund Florens Graf von Hatzfeldt zu Weisweiler (Kr. Düren), Wildenburg (Kr. Altenkirchen) und Palant (Kr. Düren), kaiserl. Generalfeldmarschalleutnant, kurpfälz. General, und Konsorten: Franz Kaspar Wilhelm Graf von Hillesheim namens seiner Ehefrau Maria Katharina Elisabeth geb. Gräfin von Hatzfeldt und Gleichen zu Krottorf und Anton Graf von Hatzfeldt zu Weisweiler, Wildenburg und Overbach (b. Much; Rhein-Sieg-Kr.) namens seiner Ehefrau Maria Anna Antoinette Gräfin von Gleichen und Hatzfeldt Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Wilhelm Weylach 1728, 1732 - Subst.: Dr. Philipp Ludwig Meckel Prokuratoren (Bekl.): Lic. Joh. Melch. Deuren [1726] 1729 - Subst.: Lic. J. Conrad Hellffrich - Lic. A. Spoenla [1727] 1729 Prozeßart: Citationis ad videndum exigi debitum et se condemnari, nec non in eventum ad assistendum liti et indemnisandum ad litteram cessionis et reversus Instanzen: RKG 1729-1733 (1702-1734) Beweismittel: Revers Anna Elisabeths von 1723, daß sie zur Verhinderung eines Prozesses des Bolles mit dem gräfl. Hause Hatzfeldt- Weisweiler ihm die Summe bar erstatten will, wenn er nicht binnen 2 Jahren bezahlt wird (33). Auszug aus dem Testament der Amalia Raba Maria, verwitwete Reichsgräfin von Hatzfeldt zu Wildenburg und Palant, geb. von Palant, 1724 (57f.). Kommission des Kaisers Karl VI. für Herzog Karl Philipp von Jülich-Berg in dem RHR- Prozeß Edmund Florens ./. seine Brüder Anton und Wolfgang, Grafen von Hatzfeldt-Weisweiler, wegen des Mobiliar- Nachlasses ihrer Mutter, 1728 (59ff.). Auszug aus dem Schreiben des Lic. Bolles an Anton Graf von Hatzfeldt, 1733: Antons Mutter ist mit dem vorgeschlagenen Zahlungsmodus der 800 Rtlr. einverstanden, 1733 (11f.). 440 Beschreibung: 2,5 cm, 115 Bl., lose; Q 1 - 38, es fehlen Q 31, 32 (mit Hinweis im Protokoll, sie seien Lic. Weylach gemäß dessen Gesuch (Bl. 114) gegeben worden), 7 Beilagen, davon 1 exhib. 15. Nov. 1734.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:10 MESZ
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Hierarchie Detailansicht
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