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Schleiden, Akten AA 0616 (Bestand)
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Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik) >> 1. Behörden und Bestände vor 1816 >> 1.3. Herrschaften >> 1.3.2. N - Z >> 1.3.2.7. Schleiden
(1230)-[19. Jh.]
Familiensachen, politische, Verwaltungs- und militärische Angelegenheiten, Reichsstandschaft
Form und Inhalt: Schleiden
Kr. Schleiden. Grafschaft. "Sie liegt in der Eiffel, und ist von den Herzogthümern Jülich und Luxemburg, und einigen kleinen Herrschaften umgeben. Ihre ehemaligen Grafen starben im fünfzehnten Jahrhundert aus, worauf sie mit einer gräflich-schleidischen Tochter an Grafen Dietrich von Manderscheid kam, den K. Karl V. (1546 November 19) anhielt, diese Grafschaft, welche sonst ein Reichslehen gewesen, von den Herzogthum Luxemburg zu Lehn zu nehmen ... Als des vorhin gedachten Grafen zu Manderscheidt Linie erlosch, kam die Grafschaft 1593 mit des letzten Grafen Schwester an Graf Philipp von der Mark, welches Haus sie noch besitzt, und wegen derselben auf den westphälischen Kreistagen Sitz und Stimme hat (wozu es 1713 von neuem aufgenommen worden), auch ein Mitglied des westphälischen Reichsgrafen - Collegiums ist ... Luxemburg hat im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert zu unterschiedlichen malen die Landeshoheit über Schleiden ausgeübet, und die Grafen von der Mark haben dagegen den Schutz des Reichs vergeblich angefleht. Anjetzt muß die Grafschaft wirklich die luxemburgische Landeshoheit erkennen. Mit der einzigen Tochter des Grafen von der Mark, hat derselben Gemahl der Herzog von Aremberg das Erbrecht zu der Grafschaft bekommen.
Zu derselben gehören Schleiden, ein Flecken, einige kleine Dörfer, an welchen die benachbarte jülichische Herrschaft Drimborn Antheil hat, und einige einzelne Höfe" (s. Büsching, Erdbeschreibung 6, 1790, S. 493 f.).
Retrokonversion des analogen Findbuches: Rheinisches GeschichtsKontor Klein Oesl Opheys GbR, Alfter, 2010 - Abschließende Kontrolle und Überarbeitung: Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak, August 2013.
76 Einheiten; 13 Kartons
Bestand
German
Ergänzungsüberlieferung:
1. im Alg. Rijksarchief Brüssel:
Von den bei Tille 3, S. 69 aufgeführten Gerichtsbüchern befinden sich im Bestand Arenberg die Erbungsbücher von Schleiden 1610-1613 (Nr. 3158), 1614-1622 (Nr. 8010 = T. Nr. 191), Sistig 1579-1587 (Nr. 8751 = T. Nr. 187), 1594-1598 (1600) (Nr. 5947 = T. Nr. 188), 1600-1602 (Nr. 1975 = T. Nr. 189), 1602-1606 (Nr. 2061 = T. Nr. 185), 1622-1625 (Nr. 8008 = T. Nr. 192), 1632-1635 (Nr. 8009); Bronsfeld 1635-1664 (Nr. 3166 = T. Nr. 182), 1664-1710 (Nr. 2313 = T. Nr. 183), 1712-1760 (Nr. 2415 = T. Nr. 184), Schatzbuch 1630-1726 (Nr. 2921); Wollseifen (auch Teil von Dreiborn) ca. 1611-1695 (Nr. 5374 = T 193), 1693-1752 (Nr. 2311 = T. Nr. 194), Realisationsbuch 1699-1795 (Nr. 2059 = T. Nr. 195), Erbbuch 1748-1795 (Nr. 1948 = T. Nr. 196).
2. im Archiv Arenberg/Schleiden in Enghien:
1377 Juni 5
König Wenzel genehmigt, daß sein Neffe und Rat Joh. Herr v. Schleiden seine Gemahlin Lysa v. Virneburg mit 90 fl. Manngeld bewidmet.
3. im Stadtarchiv Köln:
Lehnregister 1425, Lehn- und Schatzregister 1451 (Ausw. 300); Erbungsbuch 1575-1587
4. im Städtischen Archiv zu Schleiden:
1546 Mai 3
Johan Volckqwin, Altarist zu Schleiden, schenkt seinen von seinem Schwager und seiner Schwester ihre erblich anerfallenen Güter, bestehend in Häusern, Stallungen, Hof, Garten, Wiesen und Ländereien zu Schleiden, Sistig und Trimborn, den Grafen Dietrich zu Manderscheid und Blankenheim, Herrn zu Schleiden zu Behuf des von demselben in Schleiden gestifteten Armenspitals. Zeugen sind Dietrich Graf zu Manderscheid, Friedrich von Eltz, sodann Vogt und Schöffen zu Schleiden, Sistig und Trimborn.
D. Schleiden 1546, 3. Mai
Anhängend das Siegel der Grafen v. Manderscheid und der Schöffen zu Schleiden. Die beiden anderen Siegel fehlen.
5. im katholischen Pfarrarchiv Schleiden:
EB 1714-1795 (Tille 3, S. 77, Nr. 38) und Pr. 1726-1794, 1725-1790 (ebd. Nr. 57); Realisationsrolle des A. Pronsfeld 1714-1795 (ebd. Nr. 38);
6. im Bürgermeisteramt Schleiden:
Pr. der Lehnkammer 1729-94 (s. Tille 3, S. 80, Nr. 8), 1945 vernichtet (vgl. Düsseldorfer Jahrbuch 48, 1956, S. 376 f.); EB Sistig 1753-72, 1772-93 (s. Tille 3, S. 81, Nr. 17 und 18) "Rolle der belehnter berg. werk" 1790-1799 (s. ebda., Nr. 15), Grundbuch der Nachbarschaft Oberhausen 1790 (s. ebda., Nr. 19); Stempel des Schöffengerichts 15. Jh. (s. ebda., Nr. 20)
7. im katholischen Pfarrarchiv Udenbreth:
Pr. Udenbreth 1582-1616 (s. Tille 3, S. 85 Nr. 1; Kunstdenkm. XI 2, 427)
8. Verbleib unbekannt:
1773 Oktober 13
Herr de Saignies (de Seignicees!), Statthalter des Herzogs von Arenberg, hat im J. 1773 Oktober 13 eine Menge Schleidener Archivalien, besonders alle Register, Notizen und Papiere betr. die Lehen des Schlosses Schleiden (de tout tems) nach Arenberg transportieren lassen.
Aus Bericht des Meier J.V. Stoltz, Schleiden 1776 14/3; in Akten Grafschaft Schleiden No. 194 (jetzt Schleiden, Akten Nr. 34 ?)
9. Sonstiges:
s. Bestandsübersicht Bd. II, S. 356 ff.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.