C Rep. 106-02-01 Akademie für sozialistische Wirtschaftsführung beim Wirtschaftsrat des Magistrats (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
C Rep. 106-02-01
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 2 Magistrat von Berlin und nachgeordnete Einrichtungen >> C 2.2 Nachgeordnete Einrichtungen
Vorwort: C Rep. 106-02-01 Akademie für sozialistische Wirtschaftsführung
1. Behördengeschichte
Die Akademie für sozialistische Wirtschaftsführung war eine Weiterbildungseinrichtung für leitendes Personal ("Führungskader") der Nomenklatur III des Wirtschaftrates des Bezirkes Berlin. Sie wurde am 15. September 1966 gebildet und in den Räumlichkeiten der ehemaligen Fachschule für Brauer und Mälzer Am Goldmannpark 53 untergebracht.
Akademien für sozialistische Wirtschaftsführung (ASW) existierten in allen Bezirksstädten der DDR. Fachlich wurde sie durch das Institut für sozialistische Wirtschaftsführung (ISW) des Ministeriums für bezirksgeleitete und Lebensmittelindustrie der DDR angeleitet, verwaltungsorganisatorisch war sie dem Bezirkswirtschaftsrat unterstellt.
Die Berliner Akademie war eine relativ kleine Einrichtung, geführt wurde sie von einem Direktor und 6 weiteren Kräften, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter, eine Sacharbeiterin für Schulorganisation, ein Wirtschaftsleiter und drei technische Kräfte.
Die Vorlesungen und Seminare wurden durch Honorarkräfte gehalten. Über alle grundsätzlichen Belange der Akademie entschied der Vorsitzende des Wirtschaftsrates; er berief den Direktor der Akademie, bestätigte das Statut sowie Haushalts-, Struktur- und Stellenpläne und bestimmte die Themenpläne der Lehrveranstaltungen und über einen Delegierungsschlüssel namentlich den Teilnehmerkreis der Weiterbildungskurse .
Anfang 1990 wurde die Akademie zu einem Bildungszentrum für Unternehmensführung (BZU) umgebildet. Dieses stellte sich - in Anpassung an die politischen und ökonomischen Entwicklungen- die Aufgabe, die Führungskräfte von Klein- und Mittelbetrieben, unabhängig von der Eigentumsform, zu qualifizieren und auf die Anforderungen der sozialen Marktwirtschaft vorzubereiten. Das Bildungszentrum für Unternehmensführung war eine nachgeordnete Einrichtung der Magistratsverwaltung für Wirtschaft.
Am 26. September 1990 wurde die Media-Soft-GmbH im Zuge der Privatisierung gemäß der Vereinbarung mit der Magistratsverwaltung Rechtsnachfolgerin des Bildungszentrums für Unternehmensführung.
Am 20. Februar 1991 übergab die Media-Soft-GmbH dem Stadtarchiv Berlin das Schriftgut der Akademie für sozialistische Wirtschaftsführung bzw. des Bildungszentrums für Unternehmensführung.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 67 Akten (1,20 lfm) mit der Laufzeit 1956 - 1990.
Einige Akten beinhalten Grundsatzmaterialien (Statuten, Delegierungsordnungen, Struktur- und Arbeitsverteilungspläne, Ausbildungsfragen, Zusammenarbeit mit dem Institut für sozialistische Wirtschaftsführung des Ministeriums für bezirksgeleitete und Lebensmittelindustrie). Weitere Akten geben Auskunft zur Jahresplanung und -berichterstattung. Der größte Teil der Akten betrifft die Ausbildungs- und Weiterbildungstätigkeit (Konzeptionen, Themenpläne, Lehrprogramme, Berichte, Kursvorbereitungen, Vorlesungsmanuskripte für die Fächer Politische Ökonomie und Betriebsökonomie, Lehrgänge für leitendes Betriebspersonal). Die Schul- und Arbeitskräftestatistik der Fachschule für Brauer und Mälzer (1956-1964) und eine Akte betreffend die Weiterführung der Akademie als Bildungszentrum für Unternehmensführung runden den Bestand ab.
Die Abgabe der Media Soft GmbH umfasste 3,0 lfm und wurde als Zugang 962/91 von Regina Rousavy 1991/92 bewertet und verzeichnet. Bei dem überwiegenden Teil der Akten handelte es sich um Haushalts- und Rechnungsschriftgut ohne historischen Wert, das kassiert wurde. Im Laufe der Verzeichnungsarbeiten wurden Mehrfachüberlieferungen ausgesondert, so dass der Umfang des verbliebenden Archivbestandes nunmehr ca. 1,0 lfm beträgt. Überliefertes Archivgut der Vorgänger- bzw. Nachfolgereinrichtungen wurde beim Bestand belassen, da es sich dabei jeweils nur um eine Akte handelte.
Das vorliegende Findbuch wurde im Oktober 2013 von Jennifer Grüntjens im Rahmen der Ausbildung zur Archivinspektor-Anwärterin retrokonvertiert.
Der Bestand ist über die Findmittel: Datenbank und Findbuch nutzbar.
Er wird wie folgt zitiert: Landesarchiv Berlin C Rep. 106-02-01, Nr. … .
Einige Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen nach § 8 Archivgesetz Berlin (ArchGB) vom 29. November 1993 i. d. F. vom 15. Oktober 2001 für die Benutzung befristet gesperrt. Nach § 8 Abs. 4 ArchGB kann eine Verkürzung der Schutzfristen auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin.
3. Korrespondierende Bestände
LAB C Rep. 106-02 - Magistrat von Berlin, Wirtschaftsrat des Bezirkes
LAB C Rep. 124-02 - Magistrat von Berlin, Abteilung Kader Nr. 21230 betr. Kaderunterlagen von Mitarbeitern der "Akademie für sozialistische Wirtschaftsführung" A-Z (1954 - 1983)
4. Literatur
Naumann, Konrad: Zu Erfahrungen der Berliner Parteiorganisation bei der weiteren Erfüllung der vom IX. Parteitag der SED beschlossenen Hauptaufgabe aus einem Vortrag am Zentralinstitut für Sozialistische Wirtschaftsführung beim ZK der SED am 28.03.1979. - Selbstverl. (Berlin 1979).
Berlin, Oktober 2013 Jennifer Grüntjens / Dr. Regina Rousavy
1. Behördengeschichte
Die Akademie für sozialistische Wirtschaftsführung war eine Weiterbildungseinrichtung für leitendes Personal ("Führungskader") der Nomenklatur III des Wirtschaftrates des Bezirkes Berlin. Sie wurde am 15. September 1966 gebildet und in den Räumlichkeiten der ehemaligen Fachschule für Brauer und Mälzer Am Goldmannpark 53 untergebracht.
Akademien für sozialistische Wirtschaftsführung (ASW) existierten in allen Bezirksstädten der DDR. Fachlich wurde sie durch das Institut für sozialistische Wirtschaftsführung (ISW) des Ministeriums für bezirksgeleitete und Lebensmittelindustrie der DDR angeleitet, verwaltungsorganisatorisch war sie dem Bezirkswirtschaftsrat unterstellt.
Die Berliner Akademie war eine relativ kleine Einrichtung, geführt wurde sie von einem Direktor und 6 weiteren Kräften, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter, eine Sacharbeiterin für Schulorganisation, ein Wirtschaftsleiter und drei technische Kräfte.
Die Vorlesungen und Seminare wurden durch Honorarkräfte gehalten. Über alle grundsätzlichen Belange der Akademie entschied der Vorsitzende des Wirtschaftsrates; er berief den Direktor der Akademie, bestätigte das Statut sowie Haushalts-, Struktur- und Stellenpläne und bestimmte die Themenpläne der Lehrveranstaltungen und über einen Delegierungsschlüssel namentlich den Teilnehmerkreis der Weiterbildungskurse .
Anfang 1990 wurde die Akademie zu einem Bildungszentrum für Unternehmensführung (BZU) umgebildet. Dieses stellte sich - in Anpassung an die politischen und ökonomischen Entwicklungen- die Aufgabe, die Führungskräfte von Klein- und Mittelbetrieben, unabhängig von der Eigentumsform, zu qualifizieren und auf die Anforderungen der sozialen Marktwirtschaft vorzubereiten. Das Bildungszentrum für Unternehmensführung war eine nachgeordnete Einrichtung der Magistratsverwaltung für Wirtschaft.
Am 26. September 1990 wurde die Media-Soft-GmbH im Zuge der Privatisierung gemäß der Vereinbarung mit der Magistratsverwaltung Rechtsnachfolgerin des Bildungszentrums für Unternehmensführung.
Am 20. Februar 1991 übergab die Media-Soft-GmbH dem Stadtarchiv Berlin das Schriftgut der Akademie für sozialistische Wirtschaftsführung bzw. des Bildungszentrums für Unternehmensführung.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 67 Akten (1,20 lfm) mit der Laufzeit 1956 - 1990.
Einige Akten beinhalten Grundsatzmaterialien (Statuten, Delegierungsordnungen, Struktur- und Arbeitsverteilungspläne, Ausbildungsfragen, Zusammenarbeit mit dem Institut für sozialistische Wirtschaftsführung des Ministeriums für bezirksgeleitete und Lebensmittelindustrie). Weitere Akten geben Auskunft zur Jahresplanung und -berichterstattung. Der größte Teil der Akten betrifft die Ausbildungs- und Weiterbildungstätigkeit (Konzeptionen, Themenpläne, Lehrprogramme, Berichte, Kursvorbereitungen, Vorlesungsmanuskripte für die Fächer Politische Ökonomie und Betriebsökonomie, Lehrgänge für leitendes Betriebspersonal). Die Schul- und Arbeitskräftestatistik der Fachschule für Brauer und Mälzer (1956-1964) und eine Akte betreffend die Weiterführung der Akademie als Bildungszentrum für Unternehmensführung runden den Bestand ab.
Die Abgabe der Media Soft GmbH umfasste 3,0 lfm und wurde als Zugang 962/91 von Regina Rousavy 1991/92 bewertet und verzeichnet. Bei dem überwiegenden Teil der Akten handelte es sich um Haushalts- und Rechnungsschriftgut ohne historischen Wert, das kassiert wurde. Im Laufe der Verzeichnungsarbeiten wurden Mehrfachüberlieferungen ausgesondert, so dass der Umfang des verbliebenden Archivbestandes nunmehr ca. 1,0 lfm beträgt. Überliefertes Archivgut der Vorgänger- bzw. Nachfolgereinrichtungen wurde beim Bestand belassen, da es sich dabei jeweils nur um eine Akte handelte.
Das vorliegende Findbuch wurde im Oktober 2013 von Jennifer Grüntjens im Rahmen der Ausbildung zur Archivinspektor-Anwärterin retrokonvertiert.
Der Bestand ist über die Findmittel: Datenbank und Findbuch nutzbar.
Er wird wie folgt zitiert: Landesarchiv Berlin C Rep. 106-02-01, Nr. … .
Einige Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen nach § 8 Archivgesetz Berlin (ArchGB) vom 29. November 1993 i. d. F. vom 15. Oktober 2001 für die Benutzung befristet gesperrt. Nach § 8 Abs. 4 ArchGB kann eine Verkürzung der Schutzfristen auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin.
3. Korrespondierende Bestände
LAB C Rep. 106-02 - Magistrat von Berlin, Wirtschaftsrat des Bezirkes
LAB C Rep. 124-02 - Magistrat von Berlin, Abteilung Kader Nr. 21230 betr. Kaderunterlagen von Mitarbeitern der "Akademie für sozialistische Wirtschaftsführung" A-Z (1954 - 1983)
4. Literatur
Naumann, Konrad: Zu Erfahrungen der Berliner Parteiorganisation bei der weiteren Erfüllung der vom IX. Parteitag der SED beschlossenen Hauptaufgabe aus einem Vortrag am Zentralinstitut für Sozialistische Wirtschaftsführung beim ZK der SED am 28.03.1979. - Selbstverl. (Berlin 1979).
Berlin, Oktober 2013 Jennifer Grüntjens / Dr. Regina Rousavy
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ