Domkapitel Paderborn / Akten (Bestand)
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B 501
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. >> 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) >> 1.2.2. Fürstbistum Paderborn >> 1.2.2.2. Domkapitel
(771-) 1276-1844
Landesherr 1463-1792 (198); Sedisvakanz 1650-1762 (33); Landstände (1326ff.) 1573-1782 (273); Hoheitsangelegenheiten (1350ff.) 1523-1803 (301); Behörden, Beamte, Archiv 1537-1777 (261); Lehen, Adel 1346-1804 (710); Reich, Reichskreis, Militär, Nachbarn 1525-1787 (419); Polizei 1569-1787 (23); Edikte 1655-1787 (22); Münzwesen 1585-1829 (20); Wegebau, Brücken, Gewässer 1585-1808 (23); Unwetter, Brandschutz 1661-1769 (8); Gesundheitswesen 1682-1776 (2); Fremde, Juden 1650-1762 (29); Post 1718-1796 (18); Lebensbedarf 1523-1810 (15); Besitz und Einkünfte des Landesherren 1584-1773 (50); Finanzen (Steuern, Schatzung) 1521-1790 (390); Dienste 1660-1777 (28); Gerichtswesen 1442-1803 (321); Gewerbe, Verkehr, Handel, Mühlen (1456) 1573-1783 (272); Forst, Jagd, Fischerei 1526, 1545-1807 (250); Hude, Mast 1569-1802 (15); Marken 1567-1800 (23); Zehnte 1550-1810 (68); Geistliche 1512-1796 (112); Bauern 1504-1771, 1784 (1546); Städte 1331-1804 (128); Kirchen, Klöster, Stifte 1329-1803 (138); Religion 1516-1793 (173); Bistum (1231) 1515-1785 (104); Domkapitel (881ff.) (1049); Obödienzen, Besitzungen, Einkünfte (1005ff.) 1385-1811 (834).
Bestandsgeschichte: Das im 9. Jh. entstandene Domkapitel des Bistums Paderborn entwickelte sich zu einer selbständigen Korporation unter Leitung des Dompropstes mit alleinigem Bischofswahlrecht (1223). Zunehmend wurde auch Einfluss auf die Landesregierung genommen, das Nobilitätsprinzip Ende des 15. Jhs. durchgesetzt. Die Landstandschaft, 1230 erstmals fixiert, bot einen festen Aufgabenkreis (Regiment) des sich entwickelnden Territoriums. Während der Sedisvakanzen war die Besitzverwaltung des Domkapitels wichtigste Aufgabe der domkapitularischen Ordnung.
Bestandsgeschichte: Das im 9. Jh. entstandene Domkapitel des Bistums Paderborn entwickelte sich zu einer selbständigen Korporation unter Leitung des Dompropstes mit alleinigem Bischofswahlrecht (1223). Zunehmend wurde auch Einfluss auf die Landesregierung genommen, das Nobilitätsprinzip Ende des 15. Jhs. durchgesetzt. Die Landstandschaft, 1230 erstmals fixiert, bot einen festen Aufgabenkreis (Regiment) des sich entwickelnden Territoriums. Während der Sedisvakanzen war die Besitzverwaltung des Domkapitels wichtigste Aufgabe der domkapitularischen Ordnung.
2.453 Akten (bzw. 7.749 Teilakten).
Bestand
Paul Michels, Ahnentafeln Paderborner Domherren nach Aufschwörungstafeln, Epitaphien und anderen Denkmälern, Paderborn 1967; Friedrich Gerhard Hohmann, Das Hochstift Paderborn - ein Ständestaat, Paderborn 1975; Martin Sagebiel, Leopold Schütte (Bearbb.), Territorialarchive von Paderborn, Corvey, Reckenberg, Rheda und Rietberg, Münster 1983; Leopold Schütte, Quellen zur Sozial- und Familiengeschichte der Eigenbehörigen des Domkapitels Paderborn, in: Beiträge zur westfälischen Familienforschung 41 (1983), S. 7-55; Leopold Schütte (Bearb.), Domkapitel Paderborn, Akten. Findbuch, 3 Bde., Münster 1988; Jörg Jarnut (Hg.), Paderborn. 1. Das Mittelalter - Bischofsherrschaft und Stadtgemeinde, Paderborn 1998; Frank Göttmann (Hg.), Paderborn. 2. Die frühe Neuzeit - gesellschaftliche Stabilität und politischer Wandel, Paderborn 1999; Hans Jürgen Brandt u. Karl Hengst, Geschichte des Erzbistums Paderborn, Bde. 1 u. 3., Paderborn 1997 u. 2002.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.2. Fürstbistum Paderborn (Tektonik)
- 1.2.2.2. Domkapitel (Tektonik)