D 90 - Nachlass Ludwig Schlaich (1899-1977) (Bestand)
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D 90
Landeskirchliches Archiv Stuttgart (Archivtektonik) >> D - Private Nachlässe und Sammlungen
1899-2015
Einleitung: Biografische Informationen
Ludwig Schlaich wurde am 5. Juni 1899 als Sohn des Pfarrers der dortigen deutschen evangelischen Gemeinde Albert Schlaich in Jaffa/Palästina geboren. Nach der Rückkehr der Familie nach Deutschland besuchte Ludwig erst zwei Jahre eine Dorfschule und ab dem 5. Schuljahr die Realschule in Mühlacker. Daraufhin kam er ins Karlsgymnasium nach Stuttgart und ab 1914 bis 1917 auf das Gymnasium nach Heilbronn. Nach dem zweijährigen Militärdienst im Ersten Weltkrieg studierte Schlaich in Tübingen und Marburg Theologie. Seiner Vikariatszeit von 1922 bis 1924 folgte bis 1927 die Tätigkeit als Repetent am Evangelischen Stift in Tübingen. 1927 erhält er seine erste Pfarrstelle in Sulz am Neckar. Im gleichen Jahr heiratete er seine Frau Elisabeth. 1930 trat er seinen Dienst als Inspektor der Heil- und Pflegeanstalt in Stetten im Remstal an. 1939 wurde er in den Kriegsdienst eingezogen, wobei er verwundet wurde und lange Zeit im Lazarett verbringen musste. Gegen Ende des Krieges verbrachte er 4 Monate in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Die Ereignisse um die Euthanasie-Morde in Grafeneck prägten sein weiteres Leben. Nach dem Krieg führte Ludwig Schlaich lange Jahre den Wiederaufbau der Anstalt in Stetten an. 1967 ging er in den Ruhestand und erhielt im gleichen Jahr den Ehrendoktortitel der evangelischen Theologie in Tübingen. Am 7.8.1977 verstarb Ludwig Schlaich in Waiblingen.
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Bestandsgeschichte
Die Nachlassunterlagen von Ludwig Schlaich wurden dem Landeskirchlichen Archiv am 22.10.2015 von dessen Sohn Peter Schlaich übergeben und im September 2018 von Jonathan Gray im Rahmen eines Praktikums auf Bestandseben erschlossen.
Er beinhaltet hauptsächlich Predigten aber auch mehrere handschriftlich aufgeschriebene Ansprachen. Die Kopie über die Bestätigung, dass der Nachlass im Landeskirchliche Archiv Stuttgart eingetroffen ist, wurde kassiert. Der Gesamtumfang von 0,2 Laufmetern besteht 13 Akten mit einer Laufzeit von ca. 1920 bis 1965. Dieser Nachlass wurde am 14.01.2025 von Daniel Miller Martínez im Rahmen seines FSJs endgültig bearbeitet.
Ludwig Schlaich wurde am 5. Juni 1899 als Sohn des Pfarrers der dortigen deutschen evangelischen Gemeinde Albert Schlaich in Jaffa/Palästina geboren. Nach der Rückkehr der Familie nach Deutschland besuchte Ludwig erst zwei Jahre eine Dorfschule und ab dem 5. Schuljahr die Realschule in Mühlacker. Daraufhin kam er ins Karlsgymnasium nach Stuttgart und ab 1914 bis 1917 auf das Gymnasium nach Heilbronn. Nach dem zweijährigen Militärdienst im Ersten Weltkrieg studierte Schlaich in Tübingen und Marburg Theologie. Seiner Vikariatszeit von 1922 bis 1924 folgte bis 1927 die Tätigkeit als Repetent am Evangelischen Stift in Tübingen. 1927 erhält er seine erste Pfarrstelle in Sulz am Neckar. Im gleichen Jahr heiratete er seine Frau Elisabeth. 1930 trat er seinen Dienst als Inspektor der Heil- und Pflegeanstalt in Stetten im Remstal an. 1939 wurde er in den Kriegsdienst eingezogen, wobei er verwundet wurde und lange Zeit im Lazarett verbringen musste. Gegen Ende des Krieges verbrachte er 4 Monate in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Die Ereignisse um die Euthanasie-Morde in Grafeneck prägten sein weiteres Leben. Nach dem Krieg führte Ludwig Schlaich lange Jahre den Wiederaufbau der Anstalt in Stetten an. 1967 ging er in den Ruhestand und erhielt im gleichen Jahr den Ehrendoktortitel der evangelischen Theologie in Tübingen. Am 7.8.1977 verstarb Ludwig Schlaich in Waiblingen.
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Bestandsgeschichte
Die Nachlassunterlagen von Ludwig Schlaich wurden dem Landeskirchlichen Archiv am 22.10.2015 von dessen Sohn Peter Schlaich übergeben und im September 2018 von Jonathan Gray im Rahmen eines Praktikums auf Bestandseben erschlossen.
Er beinhaltet hauptsächlich Predigten aber auch mehrere handschriftlich aufgeschriebene Ansprachen. Die Kopie über die Bestätigung, dass der Nachlass im Landeskirchliche Archiv Stuttgart eingetroffen ist, wurde kassiert. Der Gesamtumfang von 0,2 Laufmetern besteht 13 Akten mit einer Laufzeit von ca. 1920 bis 1965. Dieser Nachlass wurde am 14.01.2025 von Daniel Miller Martínez im Rahmen seines FSJs endgültig bearbeitet.
2 Schatullen, 0,2 lfd. m
Bestand
Tel Aviv-Jaffa
Kernen-Stetten im Remstal
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.08.2025, 11:05 MESZ