Z 44, C 15 Nr. 11 Bd. V (Benutzungsort: Dessau)
Filmsignatur: 5165
Z 44 (Benutzungsort: Dessau) Abteilung Dessau
Abteilung Dessau >> C Innere Landesangelegenheiten >> C 15 Die Judenschaft >> C 15a Allgemeines >> Die Juden Betreffendes
1835 - 1840
Enthält: Schutzgelderlass. - Erteilung von Schutz für die Juden in Dessau, Gröbzig, Raguhn, Radegast, Jeßnitz, Wörlitz und Sandersleben. - Statuten des Humanitätsvereins in Dessau von 1819 mit Änderungen von 1835. - Auszug der Einnahmen und Ausgaben des Humanitätsvereins in Dessau von 1819 bis 1835. - Gesuche um Schutzgelderlass. - Ablehnung des Gesuchs des Schirmmachers N. Löwenthal um Erteilung einer Konzession zum Handel mit fremden Leder und Erlaubnis zum Ausverkauf seiner Ledervorräte. - Beseitigung des schädlichen israelitischen Kellerquellenbades in Sandersleben auf einen Hinweis des Arztes Dr. Buchruesner. - Bearbeitung einer Beschwerde der Jeßnitzer Kaufleute und Handwerker über den zunehmenden Hausierhandel der Juden mit Schnitt-, Material- und Handwerkswaren und Bitte um Erlass eines Verbots. - Abgelehntes Gesuch des Dessauer Schächters Rothschild um Erteilung eines Meisterprädikats. - Verzeichnis der Schutzjuden in Radegast von 1837 und 1838. - Bitte des Schutzjuden Moses Levi Rosenberg um Ausstellung einer Befugnis zum Schneidern für seine Tochter Zelli. - Bitte des Bankiers Berend Meyer aus Hamburg um Ausstellung eines Führungsattestes für seinen Sohn Martin Meyer in Leipzig. - Korrespondenz mit der Herzoglichen Regierung über den Umfang des den Schutzjuden in ihren Schutzbriefen gestatteten Hausierhandels. - Ablehung eines Gesuchs des Julius Mendel Rothschilds aus Dessau um Bewilligung eines Darlehens für die Einrichtung seines Schirmmachergeschäftes. - Anweisung an das Justizamt Sandersleben zur Einsendung der ausstehenden Judenschutzgeldrechnung. - Ablehnung des Gesuchs der Gebrüder Rothschild aus Radegast um Ausdehnung ihres Königlich Preußischen Gewerbescheins für den Pferde- und Wollhandel auf den Merseburger Regierungsbezirk. - Ablehnung eines Gesuchs der Witwe Simon um Bewilligung einer Unterstützung zur Bezahlung ihrer Mietrückstände. - Untersagte Einrichtung einer Weinstube durch den Dessauer Schutzjuden S. J. Liepmann.
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.04.2025, 15:29 MESZ
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