Kläger: Friedrich Christian Friccius, preußischer Hof- und Legationsrat und bischöflich lübeckischer Justizrat in Schwartau (Kläger).- Beklagter: Rat der Stadt Hamburg (Beklagter).- Streitgegenstand: Appellationis; Zuständigkeit der Gerichte in Hamburg, Eutin und Preußen und vom Rat der Stadt Hamburg verfügte und bestätigte Sequestration und Versteigerung von Mobilien in einem Streit zwischen Georg Wilhelm Freiherr von Hammerstein, preußischer Geheimer Kriegsrat und Gutsbesitzer auf Equord in Hannover, und dem Kläger, früher Sekretär beim Freiherr von Hammerstein, um den Vorwurf der Veruntreuung des Vermögens des Freiherrn von Hammerstein durch den Kläger, um die Rücknahme der Schenkung von Mobilien an den Kläger und dabei vorgekommene Gewalttätigkeiten sowie um den Besitz eines angeblich vom Kläger nur pro forma gekauften Gartens; Einrede des Klägers, dass eine vom preußischen König eingesetzte Kommission, bzw. Gerichte in Preußen für diesen Streit unter preußischen Staatsdienern zuständig seien
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Kläger: Friedrich Christian Friccius, preußischer Hof- und Legationsrat und bischöflich lübeckischer Justizrat in Schwartau (Kläger).- Beklagter: Rat der Stadt Hamburg (Beklagter).- Streitgegenstand: Appellationis; Zuständigkeit der Gerichte in Hamburg, Eutin und Preußen und vom Rat der Stadt Hamburg verfügte und bestätigte Sequestration und Versteigerung von Mobilien in einem Streit zwischen Georg Wilhelm Freiherr von Hammerstein, preußischer Geheimer Kriegsrat und Gutsbesitzer auf Equord in Hannover, und dem Kläger, früher Sekretär beim Freiherr von Hammerstein, um den Vorwurf der Veruntreuung des Vermögens des Freiherrn von Hammerstein durch den Kläger, um die Rücknahme der Schenkung von Mobilien an den Kläger und dabei vorgekommene Gewalttätigkeiten sowie um den Besitz eines angeblich vom Kläger nur pro forma gekauften Gartens; Einrede des Klägers, dass eine vom preußischen König eingesetzte Kommission, bzw. Gerichte in Preußen für diesen Streit unter preußischen Staatsdienern zuständig seien
211-2_F 23 Teil 1
F 1441
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> F
1722-1754
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Dr. Johann Paul Bessserer. Beklagter: Dr. Johann Goy (1743), Lt. Lukas Andreas von Bostell (1746).- Instanzen: 1. Rat 1737-1740. 2. Reichskammergericht 1743-1754 (1739-1754).- Darin: Obligation von 1722 des Freiherrn von Hammerstein für die "Hausjungfer" Dorothea Balcken über 1000 Reichstaler als Bezahlung für geleistete Dienste; Vereinbarung von 1726 zwischen dem Freihernn von Hammerstein und dem Kläger über die Bezahlung und Dienste des Klägers als Sekretär; Schenkung von 1732 zahlreicher Mobilien durch den Freiherrn von Hammerstein an die Frau Hofrätin Dorothea Friccus, geb. Balcken; Schenkung von 1735 einer Bibliothek durch den Freiherrn von Hammerstein an den Kläger; Rechnungen von 1729 und 1731 des Freiherrn von Hammsterstein über seine Ausgaben für die Einrichtung und Unterhaltung eines Gartens; Kaufbrief von 1732 über den Verkauf eines Gartens und Hofs am Borgesch durch Dr. Wilhelm Guhl an den Kläger; Inventar von 1737 des Gartens am Borgesch; Obligation von 1738 des Klägers für Dr. Wilhelm Guhl über 5000 Mark Species unter Verpfändung des Gartens am Borgesch; Mietvertrag von 1737 zwischen dem Freiherrn von Hammerstein und Christoph de Hertoghe über ein Haus auf der Caffamacherreihe; Aufstellungen von 1738 und 1739 über die Schulden des Freiherrn von Hammerstein; Aufstellung des Gerichtsvogts über die Kosten des Arrests und der Errichtung eines Inventars der Mobilien und der Bibliothek in dem Haus am Borgesch; Aktenstücke aus dem Prozess des Freiherrn von Hammerstein vor dem Niedergericht 1740-1741
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11108 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:58 MEZ