Otto [III.] und Bernhard [V.], Fürsten von Anhalt zu Bernburg (Berneburg), schließen für sechs Jahre ab 1377 Dezember 25 (den nesten zcukumftigen heylichen Crists tagh) ein Bündnis mit Friedrich [III.], Balthasar und Wilhelm [I.], Landgrafen von Thüringen und Markgrafen von Meißen. Ausgenommen werden der Römische Kaiser Karl [IV.] und dessen Erben, Erzbischof Peter von Magdeburg, Bischof Albrecht von Halberstadt, die Herzöge Wenzel und Albrecht von Sachsen[-Wittenberg], Fürst Johann [II.] von Anhalt[-Köthen], Graf Gebhard [III.] von Mansfeld und Graf Busso [I.] von Regenstein (Reynsteyn). Die Aussteller sagen in näher bestimmter Weise zu, die Gegner der Land- und Markgrafen binnen vier Wochen zur Beachtung von deren Rechten zu veranlassen bzw., falls dies nicht gelingt, danach binnen 14 Nächten mit 30 und nötigenfalls vier Wochen später nochmals mit 40 Lanzen (mit glefenyen wol gewapneter lute, mit glefenyen wol gheczugeter lute) zu Hilfe zu kommen. Streitigkeiten zwischen den Bündnispartnern bzw. zwischen deren Vasallen (mannen) soll Bischof Friedrich von Merseburg entscheiden. - Siegel der Aussteller angekündigt.