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VOA 12: Hechtsheim (Bestand)
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Bestände des Stadtarchivs Mainz >> Vorortarchive (VOA)
1625 - 2001
Der ca. 60 laufende Meter umfassende, im Stadtarchiv Mainz aufbewahrte Schriftgutbestand der Gemeindeverwaltung Hechtsheim trägt die Bestandsbezeichnung Voa (Vorortarchiv) 12 und umfasst insgesamt 2368 Nummern. Er enthält sämtliche von der Bürgermeisterei bzw. Ortsverwaltung der Gemeinde überlieferten amtlichen Unterlagen, die zum Großteil in den Jahren 1976 und 1978 (Zugangsnummern 1976/9 und 1978/62) sowie 2002 (Zugangsnummer 2002/64) und 2004 (Zugangsnummer 2004/14 und 2004/57) von der Ortsverwaltung an das Stadtarchiv Mainz abgegeben wurden. Mit Zugang 1977/67 wurden außerdem - neben zwei Kirchenbüchern (Jahrgänge 1651-1770) und Zivilstandsregistern (Jahrgänge 1851-1875), die im Bestand 20 und 50 untergebracht wurden - zwei Gerichtsbücher (von 1632-1785) sowie mit Zugang 1997/14 fünf Ausgabennachweisverzeichnisse der Gemeinde und Gemeindewerke (Jahrgänge 1967-1970) abgegeben, die ebenfalls in die vorliegende Verzeichnung eingearbeitet wurden.
Der neueste eingearbeitete Zugang 2008/27 umfasst die Gemeinderatsprotokolle der Jahre 1921-32, 1945-52 und 1956-69 sowie die amtlichen Bekanntmachungen der Bürgermeisterei aus den Jahren 1945-49, die 2008 über den Verein Hechtsheimer Ortsgeschichte in das Stadtarchiv gelangten.
Die Ordnung bzw. Klassifikation des übernommenen Schriftguts erfolgte in Anlehnung an den Registraturplan für die großherzoglich hessischen Bürgermeistereien aus dem Jahr 1908, an dem sich die Registratur der Hechtsheimer Gemeindeverwaltung bis Mitte des 20. Jahrhunderts orientiert hatte, bevor den Kommunalverwaltungen ab 1950 fortlaufend aktualisierte kommunale Musteraktenpläne vorgelegt wurden. Die einzelnen Titel des Registraturplans wurden für die Klassifizierung so ergänzt bzw. verändert, dass sie den teilweise langen Laufzeiten innerhalb einzelner Akten Rechnung tragen können und eine Übersicht des aus mehreren sich zeitlich überschneidenden Schriftgutzugängen bestehenden Archivalienbestandes ermöglichen.
Inhaltliche Schwerpunkte der Unterlagen liegen in den Bereichen Gemeindefinanzen, Bau- und Wohnungswesen sowie Gemeindebesitz und Grundstücksangelegenheiten.
Die in den Jahren 1976-78 (Zugang 1976/9, 1977/67 und 1978/62) von der Ortsverwaltung abgegebenen Unterlagen wurden bereits in den Jahren 1984-85 durch den Archivangestellten Volker Fuchs inhaltlich erschlossen und in einem ersten Findbuch verzeichnet.
Zeitlich umfassen diese Zugänge die Jahre 1625 bis zur Eingemeindung 1969; einige Aktenstücke reichen über diesen Zeitraum hinaus. Dabei stammen nur wenige Stücke aus dem 17. und 18. Jahrhundert, der Schwerpunkt liegt in der Zeit vom Ende des 19. Jahrhunderts bis um 1969. Die Akten und Amtsbücher sowie einige Pläne befanden sich bei der Übernahme in einem ungeordneten Zustand. Besonders traf dies auf das Schriftgut für die Zeit nach 1960 zu, das lediglich nach Korrespondenzpartnern jahrweise in Stehordnern mit der Aufschrift "Schriftverkehr" untergebracht war.
Auf eine größere Kassation wurde mit Rücksicht auf die Geschlossenheit dieses Teilbestandes verzichtet. Um Doppelüberlieferungen innerhalb des Bestandes zu vermeiden, wurde gelegentlich eine Einzelblattkassation vorgenommen. Unter dem nach 1950 entstandenen Schriftgut wurden einige Formulare, Abrechnungen verschiedenster Art und Mahnungen kassiert.
Die in den Jahren 2003 und 2008 neu verzeichneten, in den Jahren 2002 und 2004 von der Hechtsheimer Ortsverwaltung ins Stadtarchiv abgegebenen Zugänge 2002/64 und 2004/14 wurden in einem relativ geordneten Zustand übernommen, die in weiten Teilen auch eine Ablage nach Aktenplan erkennen ließen.
Der Zugang 2002/64 umfasst 446 Verzeichnungseinheiten der Jahre ab 1945 bis um 1980, teilweise auch darüber hinaus. Der zwei Jahre später in das Stadtarchiv übernommene Zugang 2004/14 besteht aus 411 Verzeichnungseinheiten der Jahre ab 1945 bis um 1970.
Letzterer gelangte ins Stadtarchiv, nachdem der renovierungsbedürftige Dachboden der Ortsverwaltung zu Beginn des Jahres 2004 von der Gebäudewirtschaft Mainz begutachtet worden war. Zu diesem Zeitpunkt wurde entdeckt, dass sich dort noch einige Altakten und einzelne Pläne in drei Schränken sowie einem offenen Regal befanden. Die Bestände waren aufgrund ihrer zugigen Lagerung in einem sehr schmutzig-verstaubten Zustand. Auch in einem Nebenraum im Erdgeschoss der Ortsverwaltung wurden bei einer weiteren Ortsbegehung Akten aufgefunden, die sich allerdings in einem besseren Zustand befanden.
Aus der aktuellen Registratur der Ortsverwaltung wurden zur gleichen Zeit sechs großformatige Feuerversicherungsbücher aus den Jahren 1959-1973 dem Stadtarchiv zum Verbleib ausgehändigt.
Kassiert wurden Haushaltsüberwachungslisten, Drucksachen (Gesetz- und Verordnungsblätter) sowie verschiedene bereits im Stadtarchiv vorhandene Broschüren und Kleinschriften.
Die Mehrzahl der übernommenen Unterlagen umfasste Akten, die zumeist in Stehordnern und Ordnermappen angelegt waren, einige großformatige Pläne (darunter ein Plan über die Besitzungen des Kartäuserhofs sowie einige Pläne zum Volksschulneubau) sowie einige Plakate und zwei Fotografien (Hechtsheimer Kirchen).
Ende des gleichen Jahres 2004 wurden auf die Bitte der neuen Ortsvorsteherin Frau Groden-Kranich die Schränke des Ortsvorsteherbüros durchgesehen und als Zugang 2004/57 ins Stadtarchiv aufgenommen.
Zu diesen übernommenen Unterlagen zählen neben einigen überwiegend gerollt aufbewahrten Plänen und Karten einzelne Handakten und weitgehend ungeordnetes Einzelschriftgut, darunter u.a. Schriftgut aus den Jahren 1926-53 (Vormundverzeichnis, Sühneverhandlungen), aus den 1940er Jahren (Kriegsgefangenenlager, Kriegsgräber und Kriegssterbefälle), aus den 1960er Jahren (Eingemeindungsverfahren, Bebauungspläne, Strafakten), aus den Jahren 1984-98 (Verkehrsuntersuchungen, Bebauung Laubenheimer Höhe) sowie einzelne Publikationen und Broschüren, die während der letzten Jahrzehnte von den jeweiligen Ortsvorstehern in den Schränken ihres Büros abgelegt wurden. Zu den insgesamt 102 Verzeichnungseinheiten dieses Zugangs zählen außerdem die Gemeinderatsprotokolle der Jahre 1948-52 und 1956-1962.
Ebenfalls vorhandene Haushalts- und Finanzpläne der Stadt Mainz, Broschüren und Publikationen verschiedener Art, die sämtlich bereits im Stadtarchiv vorhanden bzw. von anderen Ämtern der Stadtverwaltung abgegeben werden, konnten vor Ort kassiert werden.
Mit gleichem Zugang wurde auch eine Meldekartei übernommen, die noch bis ca. 2002 zusätzlich zum städtischen EDV-Melderegister in der Ortsverwaltung laufend ergänzt worden war. Eine weitere, ältere Meldekartei der Bürgermeisterei Hechtsheim befand sich im Besitz des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte und wurde in der Folge ebenfalls an das Stadtarchiv abgegeben. Diese Meldekarteien werden getrennt vom Schriftgutbestand im Außenmagazin des Stadtarchivs aufbewahrt.
Aus den verschiedenen Zugängen wurden sämtliche Karten und Pläne, die nicht in Akten überliefert waren, d.h. in keinem Aktenzusammenhang vorlagen, vom Schriftgutbestand getrennt und zur inhaltlichen Erschließung und separaten Lagerung in die Bild- und Plansammlung des Stadtarchivs gegeben (Bestand BPSP). Gleiches gilt für die vorgefundenen Fotografien (Bestand BPSF). Plakate wurden zur Plakatsammlung gegeben und dort verzeichnet (Bestand ZGS). Die v.a. in den Ortsvorsteherschränken vorgefundenen und nicht mehr für den laufenden Dienstbetrieb benötigten Publikationen wurden in die Dienstbibliothek des Stadtarchivs aufgenommen.
Wie aus den Akten hervorgeht, hat die Gemeindeverwaltung Hechtsheim im Jahr 1938 eine eigenständige Kassation durchgeführt. Ihr fiel vor allem Schriftgut aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Opfer (vgl. Verzeichnis in Voa 12/191).
Auch in späterer Zeit wurden nach mündlichen Aussagen mehrmals Aktenbestände kassiert.
Bei der ersten Durchsicht des auf dem Dachboden gelagerten Schriftgutes (Zugang 2004/14) war aufgefallen, dass auch der Inhalt zweier leer vorgefundener Ordnermappen mit der außen angegebenen Laufzeit 1922, 1937-1938 sowie 1939-1941 zu den offenbar kassierten Beständen gehört.
Darüber hinaus fehlen im Bestand die Gemeinderatsprotokolle der Jahrgänge vor 1837, 1846-1875, 1933-1945, 1953-1955.
Bei der Verzeichnung der Unterlagen im ersten Findbuch von 1985 durch Volker Fuchs wurde versucht, die Titelaufnahmen möglichst anzugleichen und thematisch zusammenhängende Akten unter einem Titel zusammenzufassen. Dabei wurden nicht nur die in der Registratur als zusammengehörig angelegten Akten vereinigt, sondern auch Aktenbände verschiedener Gruppen des Registraturplans mit gleichem Bezug. Dies gilt ebenso für die nur mit der Aufschrift "Schriftverkehr" vorgefundenen Stehordner.
Die Titelaufnahmen dieses älteren Findbuchs (Voa 12/1-1384) wurden für die aktuelle Findbuchneufassung unverändert beibehalten. Verändert wurde dort lediglich die Zuordnung der "Enthält auch"- und "Darin-" Vermerke. Diese wurden an die seit 2003 im Stadtarchiv verbindlichen neuen Richtlinien zur Verzeichnung von Schriftgutbeständen und damit auch an die 2003 und 2008 neu verzeichneten Titelaufnahmen angeglichen.
Gemäß den Erschließungsrichtlinien wurden dort, wo es zur tieferen Erschließung einer Verzeichnungseinheit sinnvoll erschien, als wahlweise Ergänzungen unter der Rubrik "Enthält" der gesamte Inhalt der jeweiligen Verzeichnungseinheit angegeben, unter "Enthält v.a." jene inhaltlichen Aspekte genannt, die die Verzeichnungseinheit quantitativ maßgeblich bestimmen, unter "Enthält u.a." einzelne Teile der Verzeichnungseinheit aufgelistet, denen qualitativ besondere Bedeutung zuzumessen ist, unter "Enthält nur" ein zu weit gefasster Titel eingeschränkt und unter "Enthält auch" ein zu eng gefasster Titel erweitert.
Unter der Rubrik "Darin" konnte auf einzelne Teile der Archivalieneinheit hingewiesen werden, die in formaler bzw. physischer Hinsicht als Besonderheit anzusehen sind und nicht zwingend erwartet werden können (z.B. Karten, Pläne, Zeichnungen, Fotografien, Drucksachen).
Fotografien wurden, wenn sie aussagekräftig und nicht eingeklebt waren, nach einem Vermerk im "Darin-" Feld den Akten entnommen und zur Bild- und Plansammlung gegeben.
Datierungsangaben wurden, zusätzlich zur Angabe "o.D." (ohne Datum), in Klammern gesetzt, wenn die Schriftstücke keine ausreichenden Angaben über die Laufzeit enthielten und eine Zeitangabe erschlossen werden konnte.
Die Gesamtlaufzeit der jeweiligen Verzeichnungseinheit, d.h. der Zeitraum, in dem die Archivalieneinheit organischen Zuwachs erhalten hat, wurde mit Datierungsangaben in Klammern ergänzt, wenn ältere Anlagen zu einem Vorgang enthalten sind. Fanden sich in einer Verzeichnungseinheit keine ausreichenden Angaben über deren Laufzeit, wurde sie durch den Vermerk "ohne Datum" und ggf. eine Zusatzangabe in Klammern ergänzt.
Entsprechend den allgemeinen Sperr- und Schutzfristen des Landesarchivgesetzes von Rheinland-Pfalz wurden Akteneinheiten für die Benutzung gesperrt, wenn das jüngste Schriftstück noch keine 30 Jahre alt ist. Bei personenbezogenem Schriftgut (z.B. Personalakten) orientiert sich die Sperrfrist der Akten am Geburtsjahr bzw. (soweit feststellbar) Todesjahr der genannten Person (Sperrung bis 30 Jahre nach Tod bzw. 110 Jahre nach Geburt).
Für wissenschaftliche Zwecke können im Einzelfall Sperrfristen nach Rücksprache mit der Archivleitung unter bestimmten Maßgaben aufgehoben werden.
Mainz, 28.10.2008 Heike Rolf
Ortsgeschichte Hechtsheim
Archäologische Funde weisen darauf hin, dass es bereits in längeren Phasen des Neolithikums, der Bronze- und Eisenzeit Siedlungen auf Hechtsheimer Gebiet gab. Eine Siedlungskontinuität in diesem Bereich wird ab der Urnenfelder-Kultur (1200-700 v.Chr.) angenommen
Auch römische Siedlungsspuren finden sich auf Hechtsheimer Gebiet: römische Feldbaugeräte, Hinweise auf Viehhaltung, Steinbearbeitung und Töpferhandwerk wurden bei Ausgrabungen gefunden.
Bereits in den Jahren um 500 n. Chr. wurde das Hechtsheimer Gebiet durch die Franken neu besiedelt. Das fränkische Gräberfeld auf der Hechtsheimer Frankenhöhe ist Zeuge dieser neuen Ansiedlung, die aber erst 300 Jahre später in einer schriftlichen Urkunde Erwähnung fand: Am 17.Mai 808 schenkte Vodilpraht ein Grundstück, das in "Hehhidesheim" im Wormsgau lag, an das Kloster Fulda.
In seinem Ortsnamen, der sich im Lauf der Jahrhunderte nur wenig veränderte (bis ca. 1300 n.Chr.: Hechedesheim, Hechidisheim, Hegedisheim; um 1300-1350 n.Chr.: Hechisheim; um 1350-1650 n.Chr.: Hexheim; seit ca. 1650 n.Chr.: Hechtsheim), steckt mit hoher Wahrscheinlichkeit der Name seines fränkischen Gründers.
1100 n.Chr. wurde Hechtsheim als Weinmarkt erwähnt und im 13. Jahrhundert n. Chr. die Hechtsheimer Gemarkung durch Teile des benachbarten Dulcensheim auf über 1400 ha Fläche erweitert.
Im Laufe des Mittelalters entwickelte sich Hechtsheim zu einem Dorf mit einer der größten Gemarkungen in Rheinhessen und wurde mit einer Wall- und Grabenbefestigung umwehrt.
Schon früh gehörte Hechtsheim zum Besitz des Kurfürstentums Mainz, das es verschiedenen Herren als Lehen vergab. So gelangte es 1215 an die Reichsministerialen von Bolanden und fiel 1253 an die Falkensteinsche Linie dieses Hauses. Durch Erbfolge kam es 1420 in den Besitz der Grafen von Ysenburg, die es 1632 an den Grafen Johann Karl von Schönburg verpfändeten. 1658 wurde das Dorf für 10500 Gulden an den Mainzer Domdekan Johannes von Heppenheim verkauft, der es noch im selben Jahr an den Mainzer Kurfürsten Johann Philipp von Schönborn zurück gab.
Bereits seit 1320 bildeten Hechtsheim und Weisenau eine Dorfgemeinschaft mit einem gemeinsamen Gericht. Diese Dorfgemeinschaft wurde erst 1782 durch eine Verwaltungsreform aufgelöst.
Die Auswirkungen der französischen Revolution - und damit die Loslösung vom alten Feudalsystem - waren mit großen Verwüstungen im Ortsbereich sowie in der Gemarkung verbunden. Hechtsheim erlangte allerdings die Selbstverwaltung und wurde damit unabhängig von Mainz. Als 1796 die Stadt Mainz endgültig besetzt wurde, lagen große Teile Hechtsheims in Trümmern. Im Frieden von Campo Formio 1797 musste das Kurfürstentum Mainz seine linksrheinischen Besitzungen an Frankreich abtreten, das hier eine Verwaltungsreform durchführte. Hechtsheim erlangte so den Status einer selbständigen Mairie (Bürgermeisterei) und gehörte fortan zum Kanton Nieder-Olm im Departement Donnersberg.
Nachdem die Franzosen nach der Niederlage Napoleons Mainz und die umliegenden Gebiete 1814 verlassen hatten, wurde Hechtsheim schließlich 1816 der neuen Provinz Rheinhessen des Großherzogtums Hessen-Darmstadt (ab 1918 Volksstaat Hessen) angegliedert. Im Jahr 1835 wurden in einer neuen Kreisordnung die Kantone Mainz, Oppenheim und Nieder-Olm zum Kreis Mainz zusammengefasst, zu dem Hechtsheim als eigenständige Bürgermeisterei gehörte.
Nach 1945 wurde Hechtsheim eine Gemeinde des Landkreises Mainz im neuen Bundesland Rheinland-Pfalz und aufgrund der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform am 8. Juni 1969 Stadtteil von Mainz.
Aufgrund vielfältiger baulicher Entwicklungen seit den 1950er Jahren zählt Mainz-Hechtsheim heute über 15.000 Einwohner und hat das größte Gewerbegebiet im Mainzer Stadtgebiet.
Bürgermeister/Ortsvorsteher
Adam Klein (Maire, ab 1814 Bürgermeister, 1800-1825)
Andreas Winckel (1825-1831)
Jakob Braunwarth (1831-1862)
Johann Martin Klein (1862-1885)
Peter Johann Bauer (1885-1890)
Mathias Kerz III. (1890-1904)
Peter Josef Schmitt (1904-1913)
Martin Andreas Keim (1913-1925)
Peter Weyer (1925-1933)
Eugen Schickel (1933-1934)
Moritz Cramer (1934-1938)
Adam Steffan (1938-1945)
Wilhelm Hitter (1945-1946)
Heinrich Dreibus (1946-1969)
Adolf Licht (1969, kommunaler Bürgermeister und nach der Eingemeindung kommissar. Ortsvorsteher)
Wilhelm Knödler (1969-1974)
Georg Schrank (1974-1978)
Franz Veith (1978-1989)
Hans Stenner (1989-2004)
Ursula Groden-Kranich (seit 2004)
Bevölkerungsentwicklung Hechtsheim
1772: 704 Einwohner
1815: 980 Einwohner
1825: 1233 Einwohner
1875: 2351 Einwohner
1910: 3344 Einwohner
1939: 3889 Einwohner
1950: 4666 Einwohner
1955: 5494 Einwohner
1961: 5752 Einwohner
1970: 8668 Einwohner
1977: 9967 Einwohner
1983: 10673 Einwohner
1987: 12991 Einwohner
2007: 15132 Einwohner
verzeichnet 1984/1985 (Fuchs), und 2003/2008 (Rolf)
Als 6 Dörfer Großstadt wurden: Drais, Ebersheim, Finthen, Hechtsheim, Laubenheim, Marienborn. 8. Juni 1969 - 8. Juni 1979 (Mainzer Blätter), Mainz 1979
Brilmayer, Karl Johann: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart. Nachdr. d. Ausg. Gießen 1905, Würzburg 1985
Decker, Karl-Viktor: Hechtsheim in vor- und frühgeschichtlicher Zeit (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 3), Mainz 1990
Decker, Klaus-Peter: Hechtsheim unter der Ortsherrschaft der Grafen zu Ysenburg 1420-1706. In: Hechtsheimer Kirchengeschichte (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 9), Mainz-Hechtsheim 2002
Dietz-Lenssen, Matthias: "... in villa quae dicitur Hehhidesheim". Daten zur Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte eines Jubilars. In: Mainz. Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft, Geschichte, 28(2008)2, S. 53-57
Dreibus, Heinrich u.a.: Hechtsheim von Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Eingemeindung 1945-1969 (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 12), Mainz-Hechtsheim 2007
Gerlich, Alois: Beiträge zur Geschichte der Herren von Hechtsheim im Spätmittelalter. In: Mitteilungsblatt zur rheinhessischen Landeskunde, 5(1956)1, S.7-9
Gerlich, Alois: Hechtsheim im Mittelalter. In: Mainzer Zeitschrift, 87/88(1992/93), S. 195-208
Gerlich, Alois / Mathy, Helmut u.a.: Hechtsheim vom Mittelalter bis zum Ende der napoleonischen Zeit (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 6), Mainz-Hechtsheim 1996
Hübschmann, Siegmar u.a.: Hechtsheim während der Weimarer Republik. Die Zeit von 1918 bis 1933 (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 5), Mainz-Hechtsheim 1995
Keim, Anton Maria: Zahlen und Zeugnisse aus der Hechtsheimer Ortsgeschichte. In: 100 Jahre Männergesangverein 1860 Hechtsheim, Hechtsheim 1960
Keim, Anton Maria: Als Hechtsheim noch ein Dorf war. In: Mainz. Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft, Geschichte, 5(1985)1, S. 6-10
Keim, Anton Maria: Zur Geschichte des Hechtsheimer israelitischen Friedhofes. In: Anton Maria Keim (Hrsg.): Als die letzten Hoffnungen verbrannten. 9./10. November 1938. Mainzer Juden zwischen Integration und Vernichtung, Mainz 1988
Keim, Anton Maria: Von Süssel Hechtsheim bis David Kapp. Die Hechtsheimer Juden (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 4), Mainz-Hechtsheim 1994
Keim, Anton Maria: Meine Hechtsheimer Jahre. Erinnerungen 1928-1954, Ingelheim 2008
Keller, Helmut / Albrecht, Martin / Schneider, Jakob: Schulen in Hechtsheim. Schulgebäude - Lehrer - Schularten (Schriftenreihe des Arbeitskreises Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 2), Mainz-Hechtsheim 1988
Keller, Helmut u.a.: Hechtsheim in der Wilhelminischen Zeit 1871 bis 1918 (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 7), Mainz-Hechtsheim 1999
Kratz, Franz: Herrschaft und Gemeinde Hechtsheim vom Spätmittelalter bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts, Frankfurt a.M. 1953 (Diss.)
Kurz, Rudolf: Evangelische Kirchengeschichte Mainz-Hechtsheim. In: Hechtsheimer Kirchengeschichte (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 9), Mainz-Hechtsheim 2002
Lehr, Felicitas: Leben in Hechtsheim. Untersuchungen zum Aktionsraum und zur Ortsverbundenheit der Bevölkerung eines Mainzer Stadtteiles, Mainz 1990 (Diplomarbeit Joh.-Gutenberg-Universität Mainz, Geographisches Institut)
Pfeffer, Waltraud von: Zwei römische Steinplastiken aus Hechtsheim bei Mainz. In: Mainzer Zeitschrift, 48/49(1953/54), S.38-40
Prieß, Karl u.a.: Hechtsheim zur Zeit des Nationalsozialismus: Drittes Reich, von 1933 - 1945 (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 10), Mainz-Hechtsheim 2003
Schaab, Karl Anton: Weisenau und Hechtsheim bei Mainz. In: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde, 2(1841), S. 22-42
Schneider, Jakob: Der Ortskern von Hechtsheim im Jahre 1709 (Schriftenreihe des Arbeitskreises Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 1), Mainz 1987
Schneider, Jakob: Herrschaft und Verwaltung in Hechtsheim. Historischer Auszug aus der Chronik der Gemeinde Hechtsheim. In: 100 Jahre Turn- und Sportgemeinde Hechtsheim e.V., Mainz-Hechtsheim 1992, S.21-27
Schütz, Friedrich / Degreif, Dieter / Schneider, Jakob u.a.: Hechtsheim im 19. Jahrhundert (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 8), Mainz-Hechtsheim 2000
Stephan, Ernst: Rheinhessische Orte um Mainz im Mittelalter. In: Mainzer Zeitschrift, 50(1955), S. 1-21
Veith, Willi Leonhard: Geschichte der katholischen Kirche und Pfarrei St. Pankratius zu Hechtsheim. In: Hechtsheimer Kirchengeschichte (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 9), Mainz-Hechtsheim 2002
Wieczorek, Alfried: Zur Topographie der Gemarkung Hechtsheim im Frühmittelalter. In: Mainzer Zeitschrift, 73/74(1978/79), S.301-309
Zeller, Gudula: Das fränkische Gräberfeld auf der Hechtsheimer Frankenhöhe und Falck, Ludwig: Das Stift St. Maria im Feld bei Hechtsheim (Heilig Kreuz) (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 11), Mainz-Hechtsheim 2005
Form und Inhalt: Der ca. 60 laufende Meter umfassende, im Stadtarchiv Mainz aufbewahrte Schriftgutbestand der Gemeindeverwaltung Hechtsheim trägt die Bestandsbezeichnung Voa (Vorortarchiv) 12 und umfasst insgesamt 2368 Nummern. Er enthält sämtliche von der Bürgermeisterei bzw. Ortsverwaltung der Gemeinde überlieferten amtlichen Unterlagen, die zum Großteil in den Jahren 1976 und 1978 (Zugangsnummern 1976/9 und 1978/62) sowie 2002 (Zugangsnummer 2002/64) und 2004 (Zugangsnummer 2004/14 und 2004/57) von der Ortsverwaltung an das Stadtarchiv Mainz abgegeben wurden. Mit Zugang 1977/67 wurden außerdem - neben zwei Kirchenbüchern (Jahrgänge 1651-1770) und Zivilstandsregistern (Jahrgänge 1851-1875), die im Bestand 20 und 50 untergebracht wurden - zwei Gerichtsbücher (von 1632-1785) sowie mit Zugang 1997/14 fünf Ausgabennachweisverzeichnisse der Gemeinde und Gemeindewerke (Jahrgänge 1967-1970) abgegeben, die ebenfalls in die vorliegende Verzeichnung eingearbeitet wurden.
Der neueste eingearbeitete Zugang 2008/27 umfasst die Gemeinderatsprotokolle der Jahre 1921-32, 1945-52 und 1956-69 sowie die amtlichen Bekanntmachungen der Bürgermeisterei aus den Jahren 1945-49, die 2008 über den Verein Hechtsheimer Ortsgeschichte in das Stadtarchiv gelangten.
Die Ordnung bzw. Klassifikation des übernommenen Schriftguts erfolgte in Anlehnung an den Registraturplan für die großherzoglich hessischen Bürgermeistereien aus dem Jahr 1908, an dem sich die Registratur der Hechtsheimer Gemeindeverwaltung bis Mitte des 20. Jahrhunderts orientiert hatte, bevor den Kommunalverwaltungen ab 1950 fortlaufend aktualisierte kommunale Musteraktenpläne vorgelegt wurden. Die einzelnen Titel des Registraturplans wurden für die Klassifizierung so ergänzt bzw. verändert, dass sie den teilweise langen Laufzeiten innerhalb einzelner Akten Rechnung tragen können und eine Übersicht des aus mehreren sich zeitlich überschneidenden Schriftgutzugängen bestehenden Archivalienbestandes ermöglichen.
Inhaltliche Schwerpunkte der Unterlagen liegen in den Bereichen Gemeindefinanzen, Bau- und Wohnungswesen sowie Gemeindebesitz und Grundstücksangelegenheiten.
Die in den Jahren 1976-78 (Zugang 1976/9, 1977/67 und 1978/62) von der Ortsverwaltung abgegebenen Unterlagen wurden bereits in den Jahren 1984-85 durch den Archivangestellten Volker Fuchs inhaltlich erschlossen und in einem ersten Findbuch verzeichnet.
Zeitlich umfassen diese Zugänge die Jahre 1625 bis zur Eingemeindung 1969; einige Aktenstücke reichen über diesen Zeitraum hinaus. Dabei stammen nur wenige Stücke aus dem 17. und 18. Jahrhundert, der Schwerpunkt liegt in der Zeit vom Ende des 19. Jahrhunderts bis um 1969. Die Akten und Amtsbücher sowie einige Pläne befanden sich bei der Übernahme in einem ungeordneten Zustand. Besonders traf dies auf das Schriftgut für die Zeit nach 1960 zu, das lediglich nach Korrespondenzpartnern jahrweise in Stehordnern mit der Aufschrift "Schriftverkehr" untergebracht war.
Auf eine größere Kassation wurde mit Rücksicht auf die Geschlossenheit dieses Teilbestandes verzichtet. Um Doppelüberlieferungen innerhalb des Bestandes zu vermeiden, wurde gelegentlich eine Einzelblattkassation vorgenommen. Unter dem nach 1950 entstandenen Schriftgut wurden einige Formulare, Abrechnungen verschiedenster Art und Mahnungen kassiert.
Die in den Jahren 2003 und 2008 neu verzeichneten, in den Jahren 2002 und 2004 von der Hechtsheimer Ortsverwaltung ins Stadtarchiv abgegebenen Zugänge 2002/64 und 2004/14 wurden in einem relativ geordneten Zustand übernommen, die in weiten Teilen auch eine Ablage nach Aktenplan erkennen ließen.
Der Zugang 2002/64 umfasst 446 Verzeichnungseinheiten der Jahre ab 1945 bis um 1980, teilweise auch darüber hinaus. Der zwei Jahre später in das Stadtarchiv übernommene Zugang 2004/14 besteht aus 411 Verzeichnungseinheiten der Jahre ab 1945 bis um 1970.
Letzterer gelangte ins Stadtarchiv, nachdem der renovierungsbedürftige Dachboden der Ortsverwaltung zu Beginn des Jahres 2004 von der Gebäudewirtschaft Mainz begutachtet worden war. Zu diesem Zeitpunkt wurde entdeckt, dass sich dort noch einige Altakten und einzelne Pläne in drei Schränken sowie einem offenen Regal befanden. Die Bestände waren aufgrund ihrer zugigen Lagerung in einem sehr schmutzig-verstaubten Zustand. Auch in einem Nebenraum im Erdgeschoss der Ortsverwaltung wurden bei einer weiteren Ortsbegehung Akten aufgefunden, die sich allerdings in einem besseren Zustand befanden.
Aus der aktuellen Registratur der Ortsverwaltung wurden zur gleichen Zeit sechs großformatige Feuerversicherungsbücher aus den Jahren 1959-1973 dem Stadtarchiv zum Verbleib ausgehändigt.
Kassiert wurden Haushaltsüberwachungslisten, Drucksachen (Gesetz- und Verordnungsblätter) sowie verschiedene bereits im Stadtarchiv vorhandene Broschüren und Kleinschriften.
Die Mehrzahl der übernommenen Unterlagen umfasste Akten, die zumeist in Stehordnern und Ordnermappen angelegt waren, einige großformatige Pläne (darunter ein Plan über die Besitzungen des Kartäuserhofs sowie einige Pläne zum Volksschulneubau) sowie einige Plakate und zwei Fotografien (Hechtsheimer Kirchen).
Ende des gleichen Jahres 2004 wurden auf die Bitte der neuen Ortsvorsteherin Frau Groden-Kranich die Schränke des Ortsvorsteherbüros durchgesehen und als Zugang 2004/57 ins Stadtarchiv aufgenommen.
Zu diesen übernommenen Unterlagen zählen neben einigen überwiegend gerollt aufbewahrten Plänen und Karten einzelne Handakten und weitgehend ungeordnetes Einzelschriftgut, darunter u.a. Schriftgut aus den Jahren 1926-53 (Vormundverzeichnis, Sühneverhandlungen), aus den 1940er Jahren (Kriegsgefangenenlager, Kriegsgräber und Kriegssterbefälle), aus den 1960er Jahren (Eingemeindungsverfahren, Bebauungspläne, Strafakten), aus den Jahren 1984-98 (Verkehrsuntersuchungen, Bebauung Laubenheimer Höhe) sowie einzelne Publikationen und Broschüren, die während der letzten Jahrzehnte von den jeweiligen Ortsvorstehern in den Schränken ihres Büros abgelegt wurden. Zu den insgesamt 102 Verzeichnungseinheiten dieses Zugangs zählen außerdem die Gemeinderatsprotokolle der Jahre 1948-52 und 1956-1962.
Ebenfalls vorhandene Haushalts- und Finanzpläne der Stadt Mainz, Broschüren und Publikationen verschiedener Art, die sämtlich bereits im Stadtarchiv vorhanden bzw. von anderen Ämtern der Stadtverwaltung abgegeben werden, konnten vor Ort kassiert werden.
Mit gleichem Zugang wurde auch eine Meldekartei übernommen, die noch bis ca. 2002 zusätzlich zum städtischen EDV-Melderegister in der Ortsverwaltung laufend ergänzt worden war. Eine weitere, ältere Meldekartei der Bürgermeisterei Hechtsheim befand sich im Besitz des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte und wurde in der Folge ebenfalls an das Stadtarchiv abgegeben. Diese Meldekarteien werden getrennt vom Schriftgutbestand im Außenmagazin des Stadtarchivs aufbewahrt.
Aus den verschiedenen Zugängen wurden sämtliche Karten und Pläne, die nicht in Akten überliefert waren, d.h. in keinem Aktenzusammenhang vorlagen, vom Schriftgutbestand getrennt und zur inhaltlichen Erschließung und separaten Lagerung in die Bild- und Plansammlung des Stadtarchivs gegeben (Bestand BPSP). Gleiches gilt für die vorgefundenen Fotografien (Bestand BPSF). Plakate wurden zur Plakatsammlung gegeben und dort verzeichnet (Bestand ZGS). Die v.a. in den Ortsvorsteherschränken vorgefundenen und nicht mehr für den laufenden Dienstbetrieb benötigten Publikationen wurden in die Dienstbibliothek des Stadtarchivs aufgenommen.
Wie aus den Akten hervorgeht, hat die Gemeindeverwaltung Hechtsheim im Jahr 1938 eine eigenständige Kassation durchgeführt. Ihr fiel vor allem Schriftgut aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Opfer (vgl. Verzeichnis in Voa 12/191).
Auch in späterer Zeit wurden nach mündlichen Aussagen mehrmals Aktenbestände kassiert.
Bei der ersten Durchsicht des auf dem Dachboden gelagerten Schriftgutes (Zugang 2004/14) war aufgefallen, dass auch der Inhalt zweier leer vorgefundener Ordnermappen mit der außen angegebenen Laufzeit 1922, 1937-1938 sowie 1939-1941 zu den offenbar kassierten Beständen gehört.
Darüber hinaus fehlen im Bestand die Gemeinderatsprotokolle der Jahrgänge vor 1837, 1846-1875, 1933-1945, 1953-1955.
Bei der Verzeichnung der Unterlagen im ersten Findbuch von 1985 durch Volker Fuchs wurde versucht, die Titelaufnahmen möglichst anzugleichen und thematisch zusammenhängende Akten unter einem Titel zusammenzufassen. Dabei wurden nicht nur die in der Registratur als zusammengehörig angelegten Akten vereinigt, sondern auch Aktenbände verschiedener Gruppen des Registraturplans mit gleichem Bezug. Dies gilt ebenso für die nur mit der Aufschrift "Schriftverkehr" vorgefundenen Stehordner.
Die Titelaufnahmen dieses älteren Findbuchs (Voa 12/1-1384) wurden für die aktuelle Findbuchneufassung unverändert beibehalten. Verändert wurde dort lediglich die Zuordnung der "Enthält auch"- und "Darin-" Vermerke. Diese wurden an die seit 2003 im Stadtarchiv verbindlichen neuen Richtlinien zur Verzeichnung von Schriftgutbeständen und damit auch an die 2003 und 2008 neu verzeichneten Titelaufnahmen angeglichen.
Gemäß den Erschließungsrichtlinien wurden dort, wo es zur tieferen Erschließung einer Verzeichnungseinheit sinnvoll erschien, als wahlweise Ergänzungen unter der Rubrik "Enthält" der gesamte Inhalt der jeweiligen Verzeichnungseinheit angegeben, unter "Enthält v.a." jene inhaltlichen Aspekte genannt, die die Verzeichnungseinheit quantitativ maßgeblich bestimmen, unter "Enthält u.a." einzelne Teile der Verzeichnungseinheit aufgelistet, denen qualitativ besondere Bedeutung zuzumessen ist, unter "Enthält nur" ein zu weit gefasster Titel eingeschränkt und unter "Enthält auch" ein zu eng gefasster Titel erweitert.
Unter der Rubrik "Darin" konnte auf einzelne Teile der Archivalieneinheit hingewiesen werden, die in formaler bzw. physischer Hinsicht als Besonderheit anzusehen sind und nicht zwingend erwartet werden können (z.B. Karten, Pläne, Zeichnungen, Fotografien, Drucksachen).
Fotografien wurden, wenn sie aussagekräftig und nicht eingeklebt waren, nach einem Vermerk im "Darin-" Feld den Akten entnommen und zur Bild- und Plansammlung gegeben.
Datierungsangaben wurden, zusätzlich zur Angabe "o.D." (ohne Datum), in Klammern gesetzt, wenn die Schriftstücke keine ausreichenden Angaben über die Laufzeit enthielten und eine Zeitangabe erschlossen werden konnte.
Die Gesamtlaufzeit der jeweiligen Verzeichnungseinheit, d.h. der Zeitraum, in dem die Archivalieneinheit organischen Zuwachs erhalten hat, wurde mit Datierungsangaben in Klammern ergänzt, wenn ältere Anlagen zu einem Vorgang enthalten sind. Fanden sich in einer Verzeichnungseinheit keine ausreichenden Angaben über deren Laufzeit, wurde sie durch den Vermerk "ohne Datum" und ggf. eine Zusatzangabe in Klammern ergänzt.
Entsprechend den allgemeinen Sperr- und Schutzfristen des Landesarchivgesetzes von Rheinland-Pfalz wurden Akteneinheiten für die Benutzung gesperrt, wenn das jüngste Schriftstück noch keine 30 Jahre alt ist. Bei personenbezogenem Schriftgut (z.B. Personalakten) orientiert sich die Sperrfrist der Akten am Geburtsjahr bzw. (soweit feststellbar) Todesjahr der genannten Person (Sperrung bis 30 Jahre nach Tod bzw. 110 Jahre nach Geburt).
Für wissenschaftliche Zwecke können im Einzelfall Sperrfristen nach Rücksprache mit der Archivleitung unter bestimmten Maßgaben aufgehoben werden.
Mainz, 28.10.2008 Heike Rolf
Ortsgeschichte Hechtsheim
Archäologische Funde weisen darauf hin, dass es bereits in längeren Phasen des Neolithikums, der Bronze- und Eisenzeit Siedlungen auf Hechtsheimer Gebiet gab. Eine Siedlungskontinuität in diesem Bereich wird ab der Urnenfelder-Kultur (1200-700 v.Chr.) angenommen
Auch römische Siedlungsspuren finden sich auf Hechtsheimer Gebiet: römische Feldbaugeräte, Hinweise auf Viehhaltung, Steinbearbeitung und Töpferhandwerk wurden bei Ausgrabungen gefunden.
Bereits in den Jahren um 500 n. Chr. wurde das Hechtsheimer Gebiet durch die Franken neu besiedelt. Das fränkische Gräberfeld auf der Hechtsheimer Frankenhöhe ist Zeuge dieser neuen Ansiedlung, die aber erst 300 Jahre später in einer schriftlichen Urkunde Erwähnung fand: Am 17.Mai 808 schenkte Vodilpraht ein Grundstück, das in "Hehhidesheim" im Wormsgau lag, an das Kloster Fulda.
In seinem Ortsnamen, der sich im Lauf der Jahrhunderte nur wenig veränderte (bis ca. 1300 n.Chr.: Hechedesheim, Hechidisheim, Hegedisheim; um 1300-1350 n.Chr.: Hechisheim; um 1350-1650 n.Chr.: Hexheim; seit ca. 1650 n.Chr.: Hechtsheim), steckt mit hoher Wahrscheinlichkeit der Name seines fränkischen Gründers.
1100 n.Chr. wurde Hechtsheim als Weinmarkt erwähnt und im 13. Jahrhundert n. Chr. die Hechtsheimer Gemarkung durch Teile des benachbarten Dulcensheim auf über 1400 ha Fläche erweitert.
Im Laufe des Mittelalters entwickelte sich Hechtsheim zu einem Dorf mit einer der größten Gemarkungen in Rheinhessen und wurde mit einer Wall- und Grabenbefestigung umwehrt.
Schon früh gehörte Hechtsheim zum Besitz des Kurfürstentums Mainz, das es verschiedenen Herren als Lehen vergab. So gelangte es 1215 an die Reichsministerialen von Bolanden und fiel 1253 an die Falkensteinsche Linie dieses Hauses. Durch Erbfolge kam es 1420 in den Besitz der Grafen von Ysenburg, die es 1632 an den Grafen Johann Karl von Schönburg verpfändeten. 1658 wurde das Dorf für 10500 Gulden an den Mainzer Domdekan Johannes von Heppenheim verkauft, der es noch im selben Jahr an den Mainzer Kurfürsten Johann Philipp von Schönborn zurück gab.
Bereits seit 1320 bildeten Hechtsheim und Weisenau eine Dorfgemeinschaft mit einem gemeinsamen Gericht. Diese Dorfgemeinschaft wurde erst 1782 durch eine Verwaltungsreform aufgelöst.
Die Auswirkungen der französischen Revolution - und damit die Loslösung vom alten Feudalsystem - waren mit großen Verwüstungen im Ortsbereich sowie in der Gemarkung verbunden. Hechtsheim erlangte allerdings die Selbstverwaltung und wurde damit unabhängig von Mainz. Als 1796 die Stadt Mainz endgültig besetzt wurde, lagen große Teile Hechtsheims in Trümmern. Im Frieden von Campo Formio 1797 musste das Kurfürstentum Mainz seine linksrheinischen Besitzungen an Frankreich abtreten, das hier eine Verwaltungsreform durchführte. Hechtsheim erlangte so den Status einer selbständigen Mairie (Bürgermeisterei) und gehörte fortan zum Kanton Nieder-Olm im Departement Donnersberg.
Nachdem die Franzosen nach der Niederlage Napoleons Mainz und die umliegenden Gebiete 1814 verlassen hatten, wurde Hechtsheim schließlich 1816 der neuen Provinz Rheinhessen des Großherzogtums Hessen-Darmstadt (ab 1918 Volksstaat Hessen) angegliedert. Im Jahr 1835 wurden in einer neuen Kreisordnung die Kantone Mainz, Oppenheim und Nieder-Olm zum Kreis Mainz zusammengefasst, zu dem Hechtsheim als eigenständige Bürgermeisterei gehörte.
Nach 1945 wurde Hechtsheim eine Gemeinde des Landkreises Mainz im neuen Bundesland Rheinland-Pfalz und aufgrund der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform am 8. Juni 1969 Stadtteil von Mainz.
Aufgrund vielfältiger baulicher Entwicklungen seit den 1950er Jahren zählt Mainz-Hechtsheim heute über 15.000 Einwohner und hat das größte Gewerbegebiet im Mainzer Stadtgebiet.
Bürgermeister/Ortsvorsteher
Adam Klein (Maire, ab 1814 Bürgermeister, 1800-1825)
Andreas Winckel (1825-1831)
Jakob Braunwarth (1831-1862)
Johann Martin Klein (1862-1885)
Peter Johann Bauer (1885-1890)
Mathias Kerz III. (1890-1904)
Peter Josef Schmitt (1904-1913)
Martin Andreas Keim (1913-1925)
Peter Weyer (1925-1933)
Eugen Schickel (1933-1934)
Moritz Cramer (1934-1938)
Adam Steffan (1938-1945)
Wilhelm Hitter (1945-1946)
Heinrich Dreibus (1946-1969)
Adolf Licht (1969, kommunaler Bürgermeister und nach der Eingemeindung kommissar. Ortsvorsteher)
Wilhelm Knödler (1969-1974)
Georg Schrank (1974-1978)
Franz Veith (1978-1989)
Hans Stenner (1989-2004)
Ursula Groden-Kranich (seit 2004)
Bevölkerungsentwicklung Hechtsheim
1772: 704 Einwohner
1815: 980 Einwohner
1825: 1233 Einwohner
1875: 2351 Einwohner
1910: 3344 Einwohner
1939: 3889 Einwohner
1950: 4666 Einwohner
1955: 5494 Einwohner
1961: 5752 Einwohner
1970: 8668 Einwohner
1977: 9967 Einwohner
1983: 10673 Einwohner
1987: 12991 Einwohner
2007: 15132 Einwohner
Als 6 Dörfer Großstadt wurden: Drais, Ebersheim, Finthen, Hechtsheim, Laubenheim, Marienborn. 8. Juni 1969 - 8. Juni 1979 (Mainzer Blätter), Mainz 1979
Brilmayer, Karl Johann: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart. Nachdr. d. Ausg. Gießen 1905, Würzburg 1985
Decker, Karl-Viktor: Hechtsheim in vor- und frühgeschichtlicher Zeit (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 3), Mainz 1990
Decker, Klaus-Peter: Hechtsheim unter der Ortsherrschaft der Grafen zu Ysenburg 1420-1706. In: Hechtsheimer Kirchengeschichte (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 9), Mainz-Hechtsheim 2002
Dietz-Lenssen, Matthias: "... in villa quae dicitur Hehhidesheim". Daten zur Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte eines Jubilars. In: Mainz. Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft, Geschichte, 28(2008)2, S. 53-57
Dreibus, Heinrich u.a.: Hechtsheim von Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Eingemeindung 1945-1969 (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 12), Mainz-Hechtsheim 2007
Gerlich, Alois: Beiträge zur Geschichte der Herren von Hechtsheim im Spätmittelalter. In: Mitteilungsblatt zur rheinhessischen Landeskunde, 5(1956)1, S.7-9
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Gerlich, Alois / Mathy, Helmut u.a.: Hechtsheim vom Mittelalter bis zum Ende der napoleonischen Zeit (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 6), Mainz-Hechtsheim 1996
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Schaab, Karl Anton: Weisenau und Hechtsheim bei Mainz. In: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde, 2(1841), S. 22-42
Schneider, Jakob: Der Ortskern von Hechtsheim im Jahre 1709 (Schriftenreihe des Arbeitskreises Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 1), Mainz 1987
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Schütz, Friedrich / Degreif, Dieter / Schneider, Jakob u.a.: Hechtsheim im 19. Jahrhundert (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 8), Mainz-Hechtsheim 2000
Stephan, Ernst: Rheinhessische Orte um Mainz im Mittelalter. In: Mainzer Zeitschrift, 50(1955), S. 1-21
Veith, Willi Leonhard: Geschichte der katholischen Kirche und Pfarrei St. Pankratius zu Hechtsheim. In: Hechtsheimer Kirchengeschichte (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 9), Mainz-Hechtsheim 2002
Wieczorek, Alfried: Zur Topographie der Gemarkung Hechtsheim im Frühmittelalter. In: Mainzer Zeitschrift, 73/74(1978/79), S.301-309
Zeller, Gudula: Das fränkische Gräberfeld auf der Hechtsheimer Frankenhöhe und Falck, Ludwig: Das Stift St. Maria im Feld bei Hechtsheim (Heilig Kreuz) (Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, Bd. 11), Mainz-Hechtsheim 2005
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.