Schlossarchiv Offenstetten (Bestand)
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Schlossarchiv Offenstetten
Staatsarchiv Landshut (Archivtektonik) >> Archivtektonik des Staatsarchivs Landshut >> IV. Nichtstaatliches Archivgut >> B. Archive des Adels, adelige Standesherrschaft und Jurisdiktion >> 1.) Adelsarchive
1641 - 1911
Vorwort: Die Herren von Offenstetten, früher eine eigenständige Gemeinde, heute Teil der Stadt Abensberg (LK Kelheim) mit dem gleichnamigen Sitz und Schloss sind bereits seit dem 11. Jh. nachweisbar. Über mehrere Jahrhunderte blieben sie dessen Eigentümer, bis sie 1488 ausstarben und die Erben die Hofmark an die Preysing von Kopfsberg verkauften. Diese veräußerten sie um 1600 wiederum und nach mehreren Besitzwechseln gelangte sie 1652 an die Familie Frenau (später von Fröhnau). Deren letzte Erbtochter Maria von Frenau heiratete Wiguläus Aloisius von Kreittmayr 1750. Ab 1753 wurde er hier als Hofmarksherr bezeichnet. Kreittmayr (1705-1790), Geheimer Ratskanzler, zuletzt Minister und Verfasser bedeutender Rechtsbücher, vergrößerte den Besitz und erwarb weitere Hofmarken im Pfleggericht Kelheim hinzu (Hausen, Gitting, Grub, Baiern, Niederhatzkofen und Andermannsdorf). Bis Anfang des 20. Jh. blieben die Kreittmayr Herren auf Offenstetten. Danach wurde das Schlossgut mehrfach veräussert und beherbergt heute ein von der Diözese Regensburg getragenes sonderpädagogisches Zentrum. Das Archiv von Schloss Offenstetten wurde 1932 vom damaligen Eigentümer des Schlosses, Graf von Tauffkirchen, an den Heimatverein Abensberg verkauft. Durch unsachgemäße Lagerung zunächst im Schulhaus, später im Rathaus erlitt es arge Beschädigungen und Verluste. 1963 gab der Verein den Bestand unter Eigentumsvorbehalt an das Staatsarchiv Landshut ab. Rechtsnachfolger des Heimatvereins Abensberg ist seit 2012 die Stadt Abensberg. Die Bände unter den Archivalien waren im Jahr 1937 durch den Lehrer Listl aus Abensberg summarisch verzeichnet worden, zu den angebrachten Tekturen existierte aber kein genaues Verzeichnis. In den Jahren 2012 und 2013 wurden ca. 90 % des Gesamtbestandes im Staatsarchiv verzeichnet, in säurefreie Umschläge gelegt und eingeschachtelt (S 1 - 132 Nr. 1 - 1103). Die verbleibenden 1,80 lfd. Meter gut erhaltenes Archivgut (Sch. 133 - 141) bestehen vor allem aus Akten, die so durcheinander liegen, dass sie teilweise blattweise zu prüfen wären. Der Inhalt der restlichen 3 lfd. Meter (Schachteln 142 - 156) ist modergeschädigt, zum Teil massiv von Schimmel befallen und wie andere, einzelne Archivalien im verzeichneten Teil daher unbenützbar . In Anbetracht der festgestellten Schäden ist die Frage der Restaurierung unter Beiziehung von Fachleuten unbedingt anzuraten. Bei der 'Verwüstung der Hofmark durch die Schweden in den Jahren 1632 bis 1634 wurde wohl auch das damals bestehende Schlossarchiv vernichtet. Dies würde erklären, dass aus der Zeit vor 1640 nichts erhalten ist, aus dem 17. Jahrhundert nur 9 Archivalien, weniger als 1 %; knapp ein Fünftel stammt aus dem 18. Jahrhundert und der Rest aus dem 19. Jahrhundert. Das Schlossarchiv Offenstetten bietet reiche Informationen zur Heimatgeschichte von Offenstetten und Umgebung und für Familienforscher ab der Mitte des 18. Jahrhunderts. Darüberhinaus kann es eine vielfältige und wertvolle Quelle für die Darstellung der wirtschaftlichen Verhältnisse eines Schlossgutes in der Hallertau im 19. Jahrhundert sein. Der Ausdruck erfolgte nach Thesaurus und innerhalb dieser Gliederung nach Bestellnummern, in wenigen Fällen sortiert nach Betreff und Laufzeit. Landshut, den 23.10.2013 Sendlinger
Schlossarchiv Offenstetten
1353
Bestand
Akten
ger
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
12.08.2025, 09:29 MESZ