Johann Graf zu Nassau, Vianden und Diez bekundet, dass Martins Eva von Herborn und Guytgens Henrich von Herbornseelbach (Sil-) wegen einer Wiese einen Rechtsstreit am Oberhof zu Siegen gehabt und Heinrich dem Urteil, seinen ungestörten Besitz seit 30 Jahren zu Dillenburg am Gericht nachzuweisen, nicht nachkommen konnte, sowie daß beide Parteien vor dem Gerichtstag dem Aussteller im Verhör die Sache vorgetragen haben und er diese gütlich verträgt. Martins Eva soll Henrich 21 rheinische Goldgulden geben, die Heinrich dem Felder gegeben hatte, sowie das, was Heinrich den von Altenberg (Aldenburch) wegen der Wiese sonst noch gegeben hat, soweit er dies bis zum 25. Dezember (dem helligen cristage) zu Herborn vor dem Amtmann des Ausstellers, Johann Mohr (More) von Leun (Lunen) nachweisen kann. Dafür soll Eva die Wiese haben.
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Johann Graf zu Nassau, Vianden und Diez bekundet, dass Martins Eva von Herborn und Guytgens Henrich von Herbornseelbach (Sil-) wegen einer Wiese einen Rechtsstreit am Oberhof zu Siegen gehabt und Heinrich dem Urteil, seinen ungestörten Besitz seit 30 Jahren zu Dillenburg am Gericht nachzuweisen, nicht nachkommen konnte, sowie daß beide Parteien vor dem Gerichtstag dem Aussteller im Verhör die Sache vorgetragen haben und er diese gütlich verträgt. Martins Eva soll Henrich 21 rheinische Goldgulden geben, die Heinrich dem Felder gegeben hatte, sowie das, was Heinrich den von Altenberg (Aldenburch) wegen der Wiese sonst noch gegeben hat, soweit er dies bis zum 25. Dezember (dem helligen cristage) zu Herborn vor dem Amtmann des Ausstellers, Johann Mohr (More) von Leun (Lunen) nachweisen kann. Dafür soll Eva die Wiese haben.
170 I, U 2296
170 I Nassau-Oranien: Urkunden
Nassau-Oranien: Urkunden >> 15. Jahrhundert >> 1476-1499 >> 1496
1496-10-28
Ausfertigung. Pergament. Siegel am Pressel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: 1496 uff fritag Symonis und Jude aposteln
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller, Sekretsiegel
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller, Sekretsiegel
Abschrift 18. Jh. in Abt. 170 II
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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17.06.2025, 14:07 MESZ