Urfehde Nr. 24
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A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 7099
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 19 Urfehden
1517 Oktober 31, Samstag nach Simonis und Judae
Regest: Hans Ruf genannt Rubin zu Walddorf bekennt, dass er vor kurzem im Gefängnis von Bürgermeister und Rat der Stadt Rewtlingen gelegen ist, weil er übel geschworen (= geflucht) und Gott vielfältig gelästert hat. Er hat auch Conlin Buder, den Wirt zu Rewtlingen, entgegen dem Frieden, den er gelobt hatte, freventlich an seiner Ehre und Laymbden (= Leumund) geschmäht. Darum hätten die Herren von Rewtlingen ihn mit Recht an seinem Leib gestraft, wie sie auch ihm Recht ergehen lassen wollten und ihm das vorschlugen. Er hat es aber verkiest (= abgelehnt) und durch etliche schriftlich und mündlich an sie geschehene Fürbitten erlangt, dass sie ihm die peinliche leibliche Straf, die er verdient hätte, in Geld und bürgerliche Straf verwandelt und ihn darauf aus dem Gefängnis entlassen haben. Er hat einen Eid geschworen, wegen der genannten Sachen gegen die Herren von Rewtlingen und jedermann ewiglich Urfehde zu halten und sich nicht zu rächen. Er verspricht bei seinem Eid, dem Conlin Buder um die Schmähungen und Scheltworte Rechtens zu sein vor dem Stadtgericht zu Rewtlingen, wenn das von ihm begehrt wird, und dem, was erkannt wird, genug zu tun. Wenn er seinen Eid und die Urfehde nicht hielte, so soll er heissen und sein ein treuloser, brüchiger (= wortbrüchiger), meineidiger und schädlicher Mann, den die Herren von Rewtlingen oder andere in ihrem Namen richten oder richten lassen mögen, mit was Pen des Tods sie wollen. Dagegen soll ihn gar nichts schützen.
Beschreibstoff: Pg.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Siegler: Jerg Becht und Eberhart Lutz, beide wohnhaft zu Rewtlingen
Siegel (Erhaltung): beide Siegel vorhanden
Genetisches Stadium: Or.
Siegel (Erhaltung): beide Siegel vorhanden
Genetisches Stadium: Or.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
20.03.2025, 11:14 AM CET