Reichserbtruchseß Christoph [voller Titel] leiht Hans Stropp von Hundersingen auf Lebenszeit ein Fischwasser an der Donau, das vormals sein Vater Anthoni Stropp innehatte. Das Wasser grenzt auf der einen Seite an das Wasser, das Alexander Strang von Scheer innehat, und ist mit einem Stein und einem Eichenstumpf ausgemarkt. Der Stein steht in der Sennwiese des Kl. Heiligkreuztal, welche die Erben des Michael Stropp von Beuren innehaben, der Stumpf in der Beurer Halde. Auf der einen Seite stößt das Wasser an das Wasser des Kl. Heiligkreuztal, das Peter Vrischaupt von Hundersingen innehat, und ist mit einem Stein, der in der Kalten Altlacher Furth steht, ausgemarkt. Stropp muß das Wasser in baulichen Ehren halten und jährlich zu Martini 10 fl. an die Amtleute des A. entrichten sowie auf Verlangen der Herrschaft 1 lb. glatten Fisch für einen Batzen und 1 lb. rauhen Fisch für einen Böhmischen liefern. Bei Verstoß gegen die Leihebedingungen tritt Heimfall zur freien Verfügung ein. Der Ehrschatz von 25 fl. ist zur einen Hälfte zu Weihnachten, zur anderen zu St. Georg [des folgenden Jahres] zu erlegen. Sooft das Fischwasser neu vergeben wird, kann der Ehrschatz gemindert oder erhöht werden.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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