Injurienklage wegen ungerechtfertigter Inhaftierung und der falschen Anschuldigung der Zauberei.
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AA 0627, 1193 - C 850/1868
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 1. Buchstabe C
1627 - 1631 (1625 - 1629)
Enthaeltvermerke: Kläger: Poncinus Cosson, ehemaliger Prätor zu Malmedy und Rat des Fürsten von Stablo (Stavelot), „maieur et grephuier“ zu Malmedy (Belgien) Beklagter: Schöffen zu Malmedy und Konsorten: Aegidius Dormael, „procurator generalis Stabulensis“ Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Georg Krafft 1627 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Wilhelm (Guillelmus) Fabritius 1627 Prozeßart: Mandati poenalis sine clausula Instanzen: RKG 1627 - 1631 (1625 - 1629) Beweismittel: 2 Bescheinigungen von 1620 der Stadt Aachen und des Charles Ernest de Linden, Vizegraf von Dormaal (Dormael) und Gouverneur von Stablo (Stavelot), über den Freispruch des Johann Le Laidt zu Malmedy, Faktor des François Fassin, Handelsmann zu Sedan, von dem Verdacht, falsche Goldgulden in Umlauf gebracht zu haben (Q 7f.). Rechnungen des Poncinus Cosson von 1625/26 (Q 9 - 11). RKG-Urteil vom 28. Sept. 1626 in Sachen Poncinus Cosson ./. Aegidius Dormael, Urteil des Hohen Gerichts zu Malmedy vom 12. April 1625 in Sachen Dormael ./. Cosson sowie RKG- „Mandatum cassatorium et inhibitorium sine et executivum cum clausula“ vom 10. Okt. 1625 in Sachen Cosson ./. Dormael (Q 16). Akten des Prozesses Dormael ./. Cosson (Q 24). RKG-(Bei-)Urteil vom 26. Okt. 1627 und 19. Feb. 1628 (Prot.). Beschreibung: 2,5 cm, 62 Bl., lose; Q 2 - 11, 15, 16, 19, 22 - 27, Q 1, 12 - 14, 17, 18 und 20 fehlen; 1 Beilage von 1610 in Sachen Abt von Groß-St. Martin in Köln ./. Bommell betr. 1. und 2. Appellation, die nicht zu diesem Prozeß gehört. Schriftsätze in lateinischer und französischer Sprache. Vgl. ZAGV 18 (1896) Nr. 519 S. 125.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:29 MESZ
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