Berufung gegen das Urteil der Vorinstanz vom 3. Febr. 1638, wonach der Klage der Appellaten auf Bezahlung noch ausstehender Kaufgelder aus einem Kaufvertrag stattgegeben wurde. 1566 hatten Degenhard von Wevorden zu Drove und seine Gattin Anna von Hatzfeldt den Gebrüdern Johann und Degenhard von Merode zu Schloßberg für 12000 Goldgulden einen Hof zu Koslar (Kr. Jülich) verkauft. Die Erben der Käufer wurden verurteilt, die noch offenstehenden Kaufgelder zu bezahlen und zu 5 % seit 1566 zu verzinsen. Sie sollten allerdings mit einer 1624 eingereichten Gegenrechnung der Verurteilten aufgerechnet werden. Das RKG bestätigt am 25. Sept. 1663 dieses Urteil. Das RKG setzt am 13. Dez. 1664, Schultheiß und Schöffen des Hauptgerichts Jülich als Liquidationskommission ein. Am 13. März 1668 legt es fest, daß die Zinsen bis 1638 und in Goldgulden bzw. im damaligen Gegenwert zu berechnen seien. Mit der Exekution wird der Herzog von Jülich beauftragt. Streitig ist auch der Kumpfsthof zu Geyen.
Vollständigen Titel anzeigen
Berufung gegen das Urteil der Vorinstanz vom 3. Febr. 1638, wonach der Klage der Appellaten auf Bezahlung noch ausstehender Kaufgelder aus einem Kaufvertrag stattgegeben wurde. 1566 hatten Degenhard von Wevorden zu Drove und seine Gattin Anna von Hatzfeldt den Gebrüdern Johann und Degenhard von Merode zu Schloßberg für 12000 Goldgulden einen Hof zu Koslar (Kr. Jülich) verkauft. Die Erben der Käufer wurden verurteilt, die noch offenstehenden Kaufgelder zu bezahlen und zu 5 % seit 1566 zu verzinsen. Sie sollten allerdings mit einer 1624 eingereichten Gegenrechnung der Verurteilten aufgerechnet werden. Das RKG bestätigt am 25. Sept. 1663 dieses Urteil. Das RKG setzt am 13. Dez. 1664, Schultheiß und Schöffen des Hauptgerichts Jülich als Liquidationskommission ein. Am 13. März 1668 legt es fest, daß die Zinsen bis 1638 und in Goldgulden bzw. im damaligen Gegenwert zu berechnen seien. Mit der Exekution wird der Herzog von Jülich beauftragt. Streitig ist auch der Kumpfsthof zu Geyen.
AA 0627, 3715 - M 801/2266
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VI: M-O
Reichskammergericht, Teil VI: M-O >> 1. Buchstabe M
1638 - 1687 (1566 - 1686) - 3
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Degenhard von Merode zu Schloßberg, pfalz-neuburg. Rat, Kämmerer und Amtmann zu Düren und Nörvenich, Erbvogt zu Glehn und Frauenberg, und sein Bruder Werner von Merode zu Schloßberg und Merfeld, seit 1653 des ersteren Töchter Anna Elisabeth und Gertrud von Merode und des letzteren Witwe Anna von Schmising zu Merfeld, seit 1657 Marsilius von Palant zu Wachendorf als Güterverwalter seiner mit der verstorbenen Anna Elisabeth von Merode gezeugten minderjährigen Kinder und der bereits volljährige Johann Degenhard von Merode, Gertrud von Merode, Schwester der verstorbenen Anna Elisabeth und Gattin des Johann Christoffel von Hersel zu Schöneck, und die Vormünder der minderjährigen Kinder des Werner von Merode zu Merfeld und der Anna von Schmising, seit 1671 von Palant zu Gladbach, von Syberg, von Geldern zu Arcen und AdolfAlexander von Hatzfeldt zu Weisweiler, seit 1675 Anton Günther von Merode, Georg Jost von Merode, Agnes Elisabeth von Hillen (Hyllen), geborene von Merode, Sibylle Margaretha von Merode, Werner von Merode und Alvert Dorothee von Merode, (Bekl.: Alexandrina von Torck, Witwe des Werner von Merode zu Schloßberg, und Elisabeth Quadt von Wickrath, Witwe des Degenhard von Merode zu Schloßberg, als Vormünderinnen für ihre Kinder) Beklagter: Kinder und Erben des verstorbenen Johann Degenhard von Wevorden (Wewerden) zu Drove (Kr. Düren): Cäcilie und Maria von Wevorden und Arnold Heinrich von Wevorden (gest. 25. Juli 1638) bzw. seine Witwe Gerhardine von Frankeshoven, nunmehr Gattin des Anton d’Assiliers, seit 1644 Antonius Dript als Vormund für Johann Werner von Wevorden gen. Drove zu Drove, seit 1663 Anna Elisabeth von Anstel, Witwe des Johann Werner von Wevorden zu Drove, (Kl.) Prokuratoren (Kl..): Dr. Johann Ulrich Stieber 1638 - Dr. Johann Leonhard Schommartz 1660 - Subst.: Lic. Johann Henrich Zinck - Notar Johann Daniel Zorn 1671 - Lic. Johann Konrad Albrecht 1675 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht Prokuratoren (Bekl.): Dr. Henrich Eylinck (1638) - Lic. Johann Walraff 1644 - Subst.: Lic. Bernhard Henningh 1658 - Subst.: Dr. Johann Leonhard Schommartz [1656] 1669 - Lic. Johann Philipp Nidderer 1669 - Subst.: Dr. Johann Niklas Hoen Prozeßart: Primae appellationis, nunc (1663) decisae appellationis, nunc (1668) executionis, nunc (1671) revisionis Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht (Räte und Kommissare) zu Düsseldorf 1605 - 1638 - 2. RKG 1638 - 1687 (1566 - 1686) - 3. Der Erzbischof von Mainz als Revisionsgericht 1671 Beweismittel: Erbkaufvertrag von 1566 zwischen den Eheleuten Degenhard von Wevorden und Anna von Hatzfeldt als Verkäufern und den Gebrüdern Johann und Degenhard von Merode zu Schloßberg als Käufern des Hofs zu Koslar, den bis zu seinem Tod Johann von Hatzfeldt zu Wildenburg innehatte (in Q 20). 28 Quittungen von 1566 - 1575 über die Zahlung des Kaufpreises (in Q 20). Auszug aus dem Ehevertrag von 1657 zwischen Johann Werner von Wevorden, Sohn des Arnold Heinrich von Wevorden zu Drove und der Gerhardine von Frankeshoven, und der Anna Elisabeth von Anstel zu Holtorf, Tochter des Herrn von Anstel und der Agnes von Holtzem (Holtzheim), Herrn und Frau zu Keldenich und Niederaussem (Q 36). Auszug aus dem Testament des Johann Werner von Wevorden von 1663 (Q 37). Rechnung der Appellanten (Q 40b). Liquidationsakten des Hauptgerichts Jülich von 1668 gemäß dem RKG-Urteil vom 13. März 1668 (Q 52). Vollständiges Inventar der hinterlassenen Erbgüter und beweglichen Güter des verstorbenen Johann Degenhard von Merode zu Schloßberg von 1646 (Q 54). RKG-Mandatum de exequendo sine clausula cum commissione vom 10. Dez. 1668 (Q 58). Akten der RKG-Kommission zur Urteilsvollstreckung von 1669 (Q 61f.). Beschreibung: 2 Bde., 22 cm; Bd. I: 15,5 cm, 794 Bl., lose, Q 1 - 4, 6 - 10, 12 - 72, 74 - 130, 10 Beilagen von 1676 und 1678, es fehlen Q 11* und 73*; Bd. II: 6,5 cm, 440 Bl., gebunden, Q 5 (Priora). Vgl. RKG 3743 (M 832/2302) mit den Liquidationsakten des Hauptgerichts Jülich von 1665 - 1666 und den Akten der RKG-Kommission „in puncto inventariis“ von 1669 - 1670. Vgl. ferner RKG 3747 (M 836/2307). Lit.: E. von Oidtman, Der ehemalige Rittersitz Schlossberg bei Birkesdorf, in: ZAGV 13 (1891) S. 150ff. Hermann Ariovist von Fürth, Beiträge und Material zur Geschichte der Aachener Patrizier- Familien, Bd. 2, 3. Abt., Bonn 1882, S. 7ff.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:14 MESZ