NL 38 Handakten Alois Gerlich (1925-2010) (Bestand)
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NL 38
Universitätsarchiv Mainz (Archivtektonik) >> 08 Nachlässe und Handakten
1951-2007
Form und Inhalt: Alois Gerlich wurde am 24. September 1925 als Sohn eines Lehrers in Mainz-Weisenau geboren. Auf Studien an der Universität Heidelberg sowie im Mainzer Priesterseminar folgte im Sommersemester 1946 seine Einschreibung an der neugegründeten Johannes Gutenberg-Universität, das er vier Jahre später mit dem Ersten Staatsexamen für das Lehramt abschloss. Bereits im Jahre 1948 hatte Gerlich bei Heinrich Büttner unter den erschwerten Bedingungen der unmittelbaren Nachkriegsjahre über das Mainzer Stephansstift promoviert. Auf einige Jahre als Assistenz Ludwig Petrys im jungen Historischen Seminar folgte 1959 die Habilitation mit einer Arbeit über 'Habsburg-Luxemburg-Wittelsbach im Kampf um die deutsch Königskrone'. Nach acht Jahren zwischen Mainz und Bamberg wurde Gerlich zum Wintersemester 1973/74 auf den Lehrstuhl für Geschichtliche Landeskunde der Universität Mainz berufen, den er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1993 innehatte. Von seinem Wiesbadener Wohnsitz aus hatte Gerlich maßgeblichen Anteil am Aufbau des Instituts für Geschichtliche Landeskunde sowie der Mainzer Bibliotheksgesellschaft und des Club Georg Forster. Daneben prägte er mehrere Historische Kommissionen entscheidend.
Der Bestand wurde im November 2021 von Kevin Hecken erschlossen. Kassationen wurden nur zur Bereinigung von Dubletten durchgeführt. Der Bestand enthält u.a. Unterlagen des Archivbeirats der Universität Mainz. Es gelten die Bestimmungen des Landesarchivgesetzes Rheinland-Pfalz und die Regelungen der Nutzungsordnung des Universitätsarchivs Mainz.
Literatur:
- Spieß, Karl-Heinz: Alois Gerlich (1925-2010), in: Mainzer Historiker, hrsg. von Heinz Duchhardt, Göttingen, V&R unipress, Mainz University Press, Beiträge zur Geschichte der Universität Mainz, 2020, S. 107-123.
- Alois Gerlich, in: Verzeichnis der Professorinnen und Professoren der Universität Mainz. URI: http://gutenberg-biographics.ub.uni-mainz.de/id/e5f3ba4d-91c7-4448-ae17-3bb6d92207ad.
Der Bestand wurde im November 2021 von Kevin Hecken erschlossen. Kassationen wurden nur zur Bereinigung von Dubletten durchgeführt. Der Bestand enthält u.a. Unterlagen des Archivbeirats der Universität Mainz. Es gelten die Bestimmungen des Landesarchivgesetzes Rheinland-Pfalz und die Regelungen der Nutzungsordnung des Universitätsarchivs Mainz.
Literatur:
- Spieß, Karl-Heinz: Alois Gerlich (1925-2010), in: Mainzer Historiker, hrsg. von Heinz Duchhardt, Göttingen, V&R unipress, Mainz University Press, Beiträge zur Geschichte der Universität Mainz, 2020, S. 107-123.
- Alois Gerlich, in: Verzeichnis der Professorinnen und Professoren der Universität Mainz. URI: http://gutenberg-biographics.ub.uni-mainz.de/id/e5f3ba4d-91c7-4448-ae17-3bb6d92207ad.
Alois Gerlich (Nr. 1-2); Fam. Gerlich (Zug. 17/2017)
19 Kartons; 2,1 lfm
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.06.2025, 10:11 MESZ