Familienarchiv Lavenstein (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 3/44
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Nachlässe, Verbands- und Familienarchive >> Verbands- und Familienarchive
(1559-) 1750-1939 (-ca.1965)
Überlieferungsgeschichte
Über die Frau von Hauptmann Gustav Ferdinand Friedrich Lavenstein, die sich später mit Oberjustizprokurator Kübel in Tübingen wiederverheiratete, kamen die Familienpapiere und zwei Ölporträts (s. Bü 7) in den Besitz der Familie Kübel. Ein anderer Nachkomme, Dr. Mündler in Heidelberg, erhielt 1913 von Edmund Kübel das Haus- und Familienbuch - bereits damals mit der Auflage, es später der Württembergischen Landesbibliothek oder dem Staatsarchiv zu überweisen (Bü 16) - und später, wohl um 1930, von Berta Kübel auch die Ölbilder. Die kinderlose Witwe Dr. Mündlers, Anneliese Mündler-Schlatter, übergab die Aufzeichnungen und Bilder 1939 dem Oberregierungsrat Otto Heintzeler, ebenfalls einem Lavenstein-Nachkommen, später Direktor des Katharinenstifts in Stuttgart (Bü 17). Die Tochter Otto Heintzelers, Frau Dr. Irene Schiller, überwies das Haus- und Familienbuch und die weiteren hier vereinigten Unterlagen im Jahre 1990 liebenswürdigerweise dem Hauptstaatsarchiv.
Inhalt und Bewertung
Hauptperson dieses Bestandes ist der Leonberger Diakon Johann Maximilian Lavenstein (1675-1753). Er war der Nachkomme eines österreichischen Adelsgeschlechts, dessen Angehörige hohe Ämter in habsburgischen Diensten hatten. Der Großvater aber hatte aus Glaubensgründen seine Ämter und Besitzungen aufgegeben und war im Dreißigjährigen Krieg in schwedische Dienste getreten. Johann Maximilian führte keinen Adelstitel mehr.
Der Leonberger Diakon hat ein "Haus- und Familienbuch" verfaßt, das - zusammen mit einigen weiteren Unterlagen über ihn und seine Vorfahren - den Hauptteil des Bestandes bildet (Bü 1-8). Andere Urkunden und Aufzeichnungen, teils im Original, teils als Kopien vorhanden, beziehen sich auf seine Nachkommen im 18. und 19. Jahrhundert (Bü 9-14). Letzter männlicher Sproß war der Hauptmann Gustav Ferdinand Friedrich Lavenstein, der beim Rußlandfeldzug 1813 im Spital in Wilna starb.
Über die Frau von Hauptmann Gustav Ferdinand Friedrich Lavenstein, die sich später mit Oberjustizprokurator Kübel in Tübingen wiederverheiratete, kamen die Familienpapiere und zwei Ölporträts (s. Bü 7) in den Besitz der Familie Kübel. Ein anderer Nachkomme, Dr. Mündler in Heidelberg, erhielt 1913 von Edmund Kübel das Haus- und Familienbuch - bereits damals mit der Auflage, es später der Württembergischen Landesbibliothek oder dem Staatsarchiv zu überweisen (Bü 16) - und später, wohl um 1930, von Berta Kübel auch die Ölbilder. Die kinderlose Witwe Dr. Mündlers, Anneliese Mündler-Schlatter, übergab die Aufzeichnungen und Bilder 1939 dem Oberregierungsrat Otto Heintzeler, ebenfalls einem Lavenstein-Nachkommen, später Direktor des Katharinenstifts in Stuttgart (Bü 17). Die Tochter Otto Heintzelers, Frau Dr. Irene Schiller, überwies das Haus- und Familienbuch und die weiteren hier vereinigten Unterlagen im Jahre 1990 liebenswürdigerweise dem Hauptstaatsarchiv.
Inhalt und Bewertung
Hauptperson dieses Bestandes ist der Leonberger Diakon Johann Maximilian Lavenstein (1675-1753). Er war der Nachkomme eines österreichischen Adelsgeschlechts, dessen Angehörige hohe Ämter in habsburgischen Diensten hatten. Der Großvater aber hatte aus Glaubensgründen seine Ämter und Besitzungen aufgegeben und war im Dreißigjährigen Krieg in schwedische Dienste getreten. Johann Maximilian führte keinen Adelstitel mehr.
Der Leonberger Diakon hat ein "Haus- und Familienbuch" verfaßt, das - zusammen mit einigen weiteren Unterlagen über ihn und seine Vorfahren - den Hauptteil des Bestandes bildet (Bü 1-8). Andere Urkunden und Aufzeichnungen, teils im Original, teils als Kopien vorhanden, beziehen sich auf seine Nachkommen im 18. und 19. Jahrhundert (Bü 9-14). Letzter männlicher Sproß war der Hauptmann Gustav Ferdinand Friedrich Lavenstein, der beim Rußlandfeldzug 1813 im Spital in Wilna starb.
18 Nummern
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ