Kirchenkampf in Lübeck (Bestand)
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64.06 Kirchenkampf in Lübeck Kirchenkampf in Lübeck Kirchenkampf in Lübeck
Landeskirchliches Archiv der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland (Archivtektonik) >> 6 Sammlungen >> 64 Sachthematische Sammlungen
1930-1984
Bestandsbeschreibung: In Lübeck gab es bereits Ende 1955 Bestrebungen, eine Aufarbeitung des Kirchenkampfs in der Landeskirche in Auftrag zu geben. Wegen der Arbeitsüberlastung der beauftragten Pastoren war es aber nicht zur Umsetzung gekommen. Als dann 1960 der Student Karl Friedrich Reimers bei der Kirchenleitung um Material über den Kirchenkampf bat, erhielt er nach kurzen Verhandlungen den auf ein Jahr befristeten Auftrag, die Quellensammlung zum Lübecker Kirchenkampf weiterzutreiben und eine Chronik des Kirchenkampfes zu verfassen. DIes geschah unter der Voraussetzung, dass er nicht nur politsch-historische sondern auch theologische Fragestellungen bearbeitete. Sein Auftrag schloss ausdrücklich die Befragung von Zeitzeugen ein. Am 17.07.1961 legte er eine „Auswahlchronik Lübecker Kirchenkampf 1933-1937“ dem Kirchenrat vor. In den Folgejahren arbeitete er seine Ergebnisse zu einer Dissertation aus, die eine konsensorientierte Darstellung des Kirchenkampfs lieferte und den Bedarf der Forschung für Jahrzehnte stillte.
Das zweite Ergebnis seiner Tätigkeit ist der Grundstock dieses Bestands, der über die Jahre erweitert wurde.
Das zweite Ergebnis seiner Tätigkeit ist der Grundstock dieses Bestands, der über die Jahre erweitert wurde.
Kirchenkampf in Lübeck
1,3 lfd. Meter
Archivbestand
Literatur: Buss, Hansjörg: "Entjudete Kirche". Die Lübecker Landeskirche zwischen christlichem Antijudaismus und völkischem Antisemitismus (1918-1950), Paderborn 2011.
Reimers, Karl Friedrich: Lübeck im Kirchenkampf des Dritten Reiches. Nationalsozialistisches Führerprinzip und evangelisch-lutherische Landeskirche von 1933 bis 1945, Göttingen 1965.
Reimers, Karl Friedrich: Lübeck im Kirchenkampf des Dritten Reiches. Nationalsozialistisches Führerprinzip und evangelisch-lutherische Landeskirche von 1933 bis 1945, Göttingen 1965.
Kiel
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.10.2025, 12:16 MESZ
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