Das in den Kirchspielen Issum (kurköln. Amt Rheinberg) und Kapellen (klev. Amt Winnekendonk) gelegene, 12 Morgen Art- und 1 ½ Morgen Weideland umfassende, von Haus Sollbrüggen lehenrührige Gut (praedium) Klotzfeld (Kloetzfelt, Cloetzfelt-Gut). Die Gebrüder Heinrich und Wilhelm von Wienhorst gen. Polheim hatten das Gut von ihren Eltern (Vater: Peter Polheim) geerbt. Heinrich hatte einen Sohn Johann, der mit der Tochter Lenchen (Lentgen, Leentgen) der Witwe Westkamp verheiratet war, Wilhelm hatte einen Sohn Matthias (Matthies). Bei Wilhelms Tod im Jahre 1600 war Johann der Vormund seines Vetters Matthias geworden und hatte ihm noch während seiner Minderjährigkeit 1608 seine Hälfte „sine ullo praevio judiciali decreto“ und daher „nichtiglich“ abgekauft. Nach Johanns und seines einzigen Sohnes, Wilhelms, Tod nahm Matthias das ganze Gut in Besitz und ließ sich damit belehnen. Nach seinem Tod war es vom Ehemann seiner Schwester Katharina, Johann Beyman, am 23. Sept. 1623 in Besitz genommen worden. Darauf erhob Gerhard Schmitz nach dem Tod von Johanns Kind als dessen mütterlicher Verwandter und Bevollmächtigter seiner Schwiegermutter Anspruch.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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