Schenkung einer Sammlung des verstorbenen preußischen Obristen Haak durch seinen Erben Oberfinanzrat Carvacchi in Münster an das Städtische Museum Mainz
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LLA 020/026
LLA Lindenschmit, Ludwig d. Ä.
Lindenschmit, Ludwig d. Ä. >> Korrespondenz
1856-08-09
Inhalt/Beschreibung/Darin: "Mainz, den 9ten August 1856.
Die
Großherzogliche Bürgermeistereu
der Provinzial-Hauptstadt Mainz,
an
den Verein zur Erforschung Rheinischer Ge-
schichte und Alterthümer
dahier.
Betreffend:
Die Haak'sche Sammlung
von Alterthümern.
Durch Beschluß vom 28ten Mai l. J. hat der
Gemeinderath, auf die an ihn zufolge kreisräthlicher
Verfügung gestellte Anfrage, sich dahin ausgesprochen,
daß er das ihm offerirte Geschenk einer Sammlung
hier gefundener Alterthümer, welche der als Genie-
Director in gutem Andenken hier stehende verstor-
bene Königlich Preußische Obrist Haak hinter-
lassen, und von dessen Erben dem Geheimen Ober-
finanzrath Carvacchi in Münster dem Museum
zu Darmstadt oder irgend einem anderen Institute
des Großherzogthums zum Geschenke zugedacht
worden, Namens der Stadt dankbar acceptire &
sich anheischig mache, die gestellte Bedingung der
getrennten Aufbewahrung unter dem Namen -
"Haack'sche Sammlung" und deren Unveräußer-
lichkeit getreulich zu erfüllen.
Laut desfallsiger Benachrichtigung haben nun
des Großherzogs Königliche Hoheit mittelst Aller-
höchster Entschließung vom 3ten v. M. das Groß-
herzogliche Ministerium des Innern allergnädigst
zu ermächtigen geruht, die fragliche Schenkung
anzunehmen und die Sammlung unter der vom
Schenker gemachten vorerwähnten Bedingung dem
städtischen Museum dahier zu überlassen.
Indem wir Sie daher ersuchen das Nöthige zur
Aufnahme der Sammlung, deren Verzeichniß
hier beiliegt, im Sinne des Schenkers vorzubereiten,
bemerken wir noch, daß die Großherzogliche Muse-
ums Direction angewiesen worden ist, den
Bevollmächtigten des Geschenkgebers, den Litera-
ten Levin Schücking geeignet zu bedeuten.
Wenn die Schenkung demnächst durch Ueber-
gabe der Sammlung vollzogen seyn wird, sehen
wir Ihrer deshallsigen Anzeige entgegen.
Nack"
Die
Großherzogliche Bürgermeistereu
der Provinzial-Hauptstadt Mainz,
an
den Verein zur Erforschung Rheinischer Ge-
schichte und Alterthümer
dahier.
Betreffend:
Die Haak'sche Sammlung
von Alterthümern.
Durch Beschluß vom 28ten Mai l. J. hat der
Gemeinderath, auf die an ihn zufolge kreisräthlicher
Verfügung gestellte Anfrage, sich dahin ausgesprochen,
daß er das ihm offerirte Geschenk einer Sammlung
hier gefundener Alterthümer, welche der als Genie-
Director in gutem Andenken hier stehende verstor-
bene Königlich Preußische Obrist Haak hinter-
lassen, und von dessen Erben dem Geheimen Ober-
finanzrath Carvacchi in Münster dem Museum
zu Darmstadt oder irgend einem anderen Institute
des Großherzogthums zum Geschenke zugedacht
worden, Namens der Stadt dankbar acceptire &
sich anheischig mache, die gestellte Bedingung der
getrennten Aufbewahrung unter dem Namen -
"Haack'sche Sammlung" und deren Unveräußer-
lichkeit getreulich zu erfüllen.
Laut desfallsiger Benachrichtigung haben nun
des Großherzogs Königliche Hoheit mittelst Aller-
höchster Entschließung vom 3ten v. M. das Groß-
herzogliche Ministerium des Innern allergnädigst
zu ermächtigen geruht, die fragliche Schenkung
anzunehmen und die Sammlung unter der vom
Schenker gemachten vorerwähnten Bedingung dem
städtischen Museum dahier zu überlassen.
Indem wir Sie daher ersuchen das Nöthige zur
Aufnahme der Sammlung, deren Verzeichniß
hier beiliegt, im Sinne des Schenkers vorzubereiten,
bemerken wir noch, daß die Großherzogliche Muse-
ums Direction angewiesen worden ist, den
Bevollmächtigten des Geschenkgebers, den Litera-
ten Levin Schücking geeignet zu bedeuten.
Wenn die Schenkung demnächst durch Ueber-
gabe der Sammlung vollzogen seyn wird, sehen
wir Ihrer deshallsigen Anzeige entgegen.
Nack"
Brief
Weitere Ortsrollen: Mainz: Empfangsort
Nack, Nikolaus - Absenderin, Absender
Haak - Erwähnt
Großherzogliche Bürgermeisterei der Provinzial-Hauptstadt Mainz - Absenderin, Absender
Mainz, Gemeinderat - Erwähnt
Mainz - Absendeort
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
04.08.190728635, 00:45 MEZ