Dücker & Cie. KG, Betonbaugesellschaft, Niederlassung Halle (Saale) (Bestand)
Show full title
I 577 (Benutzungsort: Merseburg)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) >> 07.08. Bauwirtschaft
1939 - 1951
Findhilfsmittel: Findbuch 2016 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Die Dücker & Cie. Betonbaugesellschaft mbH wurde 1881 von Dipl.-Ing. Wilhelm Dücker in Düsseldorf gegründet. 1932 wurde Else Dücker alleinige Besitzerin, von der Paul Drinhausen 1936 die Firma übernahm. Zweigniederlassungen bzw. Außenstellen entstanden in Bremen, Wuppertal, Saarbrücken, Wissen/Sieg und in Halle (Hindenburgstraße 49, später Gr. Nikolaistr. 12). In Klostermansfeld befand sich ein Materiallager.
Per 30. Sept. 1937 wurde die GmbH in eine Kommanditgesellschaft umgebildet.
Vom Stammsitz in Düsseldorf wurden alle Bauverträge für die Niederlassung Halle abgeschlossen, ebenso deren Abrechnung erledigt. Lediglich die Bauausführung wurde vor Ort organisiert und realisiert.
Aufgrund von Überprüfungen durch verschiedene Kontrollkommissionen und einer Weisung der Abteilung Sicherung der Wirtschaft beim Rat der Stadt Halle wurde am 13. Juni 1950 die Treuhandschaft über die Niederlassung verfügt. Entsprechend einer Weisung des Ministeriums für Wirtschaft und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt erfolgte im Okt. 1950 die rückwirkende Auflösung des Betriebes per 1. Juli, die Zuordnung zur VVB (L) Bau Sachsen-Anhalt und die Übereignung des vorhandenen Anlagevermögens an den Industrie- und Hüttenbau VEB.
Im Zuge der Reorganisation der Wirtschaft wurde der Industrie- und Hüttenbau VEB zum 1. Jan. 1951 dem VEB Bau-Union angegliedert.
Bestandsinformationen: Ein kleiner Aktenbestand von ca. 0,10 lfm mit Schriftwechsel der Fa. Dücker & Cie, Betonbaugesellschaft, Niederlassung Halle, gelangte über den VEB Bauindustrie Mittelland und den VEB Bau-Union Halle 1961 in das Betriebsarchiv des VEB Bau- und Montagekombinat Chemie Halle. Vom Verwaltungsarchiv des VEB wurde 1979 dieses Schriftgut dem damaligen Staatsarchiv Magdeburg übergeben und von dort 1994 mit einer Ablieferungskartei dem neu gegründeten Landesarchiv Merseburg.
Einen weiteren unbearbeiteten und nicht verzeichneten Aktenbestand von etwa 1,0 lfm mit überwiegend Zeichnungen, Kostenabrechnungen, Baubeschreibungen und statischen Berechnungen verschiedener Bauobjekte übergab zwischen 1999 und 2004 das Stadtarchiv Halle in mehreren Teillieferungen an das Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Merseburg. 2016 erfolgte dessen archivische Bearbeitung.
Registraturbildner: Die Dücker & Cie. Betonbaugesellschaft mbH wurde 1881 von Dipl.-Ing. Wilhelm Dücker in Düsseldorf gegründet. 1932 wurde Else Dücker alleinige Besitzerin, von der Paul Drinhausen 1936 die Firma übernahm. Zweigniederlassungen bzw. Außenstellen entstanden in Bremen, Wuppertal, Saarbrücken, Wissen/Sieg und in Halle (Hindenburgstraße 49, später Gr. Nikolaistr. 12). In Klostermansfeld befand sich ein Materiallager.
Per 30. Sept. 1937 wurde die GmbH in eine Kommanditgesellschaft umgebildet.
Vom Stammsitz in Düsseldorf wurden alle Bauverträge für die Niederlassung Halle abgeschlossen, ebenso deren Abrechnung erledigt. Lediglich die Bauausführung wurde vor Ort organisiert und realisiert.
Aufgrund von Überprüfungen durch verschiedene Kontrollkommissionen und einer Weisung der Abteilung Sicherung der Wirtschaft beim Rat der Stadt Halle wurde am 13. Juni 1950 die Treuhandschaft über die Niederlassung verfügt. Entsprechend einer Weisung des Ministeriums für Wirtschaft und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt erfolgte im Okt. 1950 die rückwirkende Auflösung des Betriebes per 1. Juli, die Zuordnung zur VVB (L) Bau Sachsen-Anhalt und die Übereignung des vorhandenen Anlagevermögens an den Industrie- und Hüttenbau VEB.
Im Zuge der Reorganisation der Wirtschaft wurde der Industrie- und Hüttenbau VEB zum 1. Jan. 1951 dem VEB Bau-Union angegliedert.
Bestandsinformationen: Ein kleiner Aktenbestand von ca. 0,10 lfm mit Schriftwechsel der Fa. Dücker & Cie, Betonbaugesellschaft, Niederlassung Halle, gelangte über den VEB Bauindustrie Mittelland und den VEB Bau-Union Halle 1961 in das Betriebsarchiv des VEB Bau- und Montagekombinat Chemie Halle. Vom Verwaltungsarchiv des VEB wurde 1979 dieses Schriftgut dem damaligen Staatsarchiv Magdeburg übergeben und von dort 1994 mit einer Ablieferungskartei dem neu gegründeten Landesarchiv Merseburg.
Einen weiteren unbearbeiteten und nicht verzeichneten Aktenbestand von etwa 1,0 lfm mit überwiegend Zeichnungen, Kostenabrechnungen, Baubeschreibungen und statischen Berechnungen verschiedener Bauobjekte übergab zwischen 1999 und 2004 das Stadtarchiv Halle in mehreren Teillieferungen an das Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Merseburg. 2016 erfolgte dessen archivische Bearbeitung.
Laufmeter: 0.5
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST