Einzelne Grundstücke und Ländereien
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v. Lilien-Borg, Bestand Sv, Sv B IV 1
v. Lilien-Borg, Bestand Sv
v. Lilien-Borg, Bestand Sv >> B - Besitzangelegenheiten >> 04 - Bauerngüter und einzelne Grundstücke (Pacht-, Kauf-, Ablösungs- u. Separationssachen)
1633 - 1859
Enthält: Darin Urkunde: Wir Caspar Kleinsorg, unndt Catharina Lilie Eheleuthe hieselbsten zu Werrll thuenn hiemit unndt in krafft dießes vor Jedermenniglichenn offentlichen kundt unndt bekennendt. Nachdemmahlen wir auß hochtringender hoher noth in dießenn fast beschwerlichenn Kreygsleuffenn, in behueff und unterhaltungh dero uns zugelogierter Furstl. Hessischer Kreygsleuthe unserm Schwager Johann Biggeleben burgeren hieselbstenn, unsernn vör der Melxter Pfortenn gelegenenn gartenn, der bastiann genandt (so uns halb, unnd unserm resp. Schwager und bruderen Dietherichen Lilienn halb anerfallen unndt zugehöerich) vör funfzigh Reichsthaller vör sechsjahrlanck widerlößlichen, vermuege demßelbenn heraußgegiebenenn beweißthumbs, verkauft unndt ubergelaeßenn. Daß wir dagegenn unnd an deßen stadt jetzberurten unserm Schwageren unndt bruderenn Dietherichen Lilien unnd dem seinigenn, unserm halbscheidt oder theill, deßen an der Tönnies gaßenn hinter dem bleßenn Kampffe, allernegst der Wittiben weilandt Frantzen Reinhardts gartenn, notorie gelegenenn Erbgartens, hinwiederumb wolbedechtiglichenn sechs Jahrlanckh á dato dießes anzunehmen, cedirt unndt ubergeläeßenn: thüen sölches auch hiemit und in krafft dießes gestaldt absölchem gartenn und unseren darann habendenn theill oder halbscheidt, so lang frey unndt ohnbehinderlichenn einzuhabenn unndt zugrbrauchenn, biß er oder die seinigen, ihres theils oder halbscheidts halber an obgemeltenn von uns verkaufften gartens vör der Melxter Pfortenn, allerdings Contentirt und befriedigt wordenn: Gelobenn auch denselben deßen jederzeit gebuerliche Eviction zu frustiren: Alles bey verünterpfendung unserer güter et cum Expressa renuntiatione o(mn)ium Juris ac legum beneficiorum. Jedoch mit furbehaldt wo fernn wir kunfftiglichenn den garten der bastiann mit funffzigh Reichsth(ale)rn wiederumb freyenn werdenn, daß erneuter Lilie oder deßenn Erbenn an besagtem gartenn in der Tonnies gaßen alßtann weiters nit alß die halbscheidt daran, wie auch an dem bastiann sich zu berühmennn habenn sollenn und wollenn. In Urkundt deßenn habenn wir gegenwurtige recognition zur nachrichtung beneben endtzbenenten von uns darzu erpettenenn Notario mit selbst äigner Handt untergeschriebenn: So geschehen Werell am Dreisigstenn Octobris Anno thausendt sechshundert drey unndt dreysigh. Casper Kleinsorge mein eigen handt Catarina Lylye min eigen handt Casparus Mensenn Notarius publicus rogatus, in fidem praemissorum scrip(tus) et sub(scriptus) Darunter späterer Vermerk: Notandum das dieser hierinnen specificirter ahntheil des Garten in der Tönnies gassen gelegen von He(rrn) B(ürger)m(ei)stern Casparen Kleinsorgs sächlich vor langen Jahren schon erblich undt frey von meinem He(rrn) Vattern sächlich laut dahruber eingerichtete Originalbriefen ahn erkaufet, auch He(rr) B(ürger)m(ei)ster Kleinsorge sächlich auff alles sein dahrahn habendes recht vohr sich undt seine Erben vollich resigniret q(uo)d testor Florentz von Lilien mppria, 1711 d(en) 10t(en) Aug(ust) Zwei Rückaufschriften: 1., recht verblichen: Nach(richt)ung Dieterichen Lilienn wegenn des gartens an der Tönnies gassen. 2., wohl 1711 von Florenz v. Lilien: Nachrichtunge schein uber einen garten in der Tonniesgassen zum Haus Bötell gehörich. Einiges zum genealogischen Hintergrund: Der in der Urkunde genannte Dietrich Lilien war: Dietrich Lilien, im Bötel, + vor 1652, Bürgermeister zu Werl, I/oo 1627 Maria Kleinsorgen, 1637 tot, Tochter des Dr. Gerhard Kleinsorgen zu Werl und Katharina Papen (vgl. v.Klocke, Patriziatsproblem..., S. 192) II/oo vor 1642 Katharina Zelion-Brandis. Der Florenz v. Lilien, der 1711 den Vermerk anbringt, war der Enkel des o.g. Dietrich: Hermann Franz Lilien, im Bötel (1642-1706), Hermann Florenz von Lilien, im Bötel (1670-1727).
Darin: - Mietvertrag zwischen v. Lilien und Kreisgerichtsrat Lorsbach, der das v. Kleinsorgen´sche Burghaus an der Steinerstraße 38 mietet, 1859; Tabelle über die Verpachtung mehrerer zum Hause von Lilien aufm Bötel gehörigen Ländereien, 1811; Verkaufsvertrag über ein Grundstück am Bomen (am tiefen Wege gelegen) zwischen Christoph von Lilien zu Werl und Egon von Lilien zu Lahr einerseits und Caspar Kree zu Werl andererseits, 26.02.1858
Darin: - Mietvertrag zwischen v. Lilien und Kreisgerichtsrat Lorsbach, der das v. Kleinsorgen´sche Burghaus an der Steinerstraße 38 mietet, 1859; Tabelle über die Verpachtung mehrerer zum Hause von Lilien aufm Bötel gehörigen Ländereien, 1811; Verkaufsvertrag über ein Grundstück am Bomen (am tiefen Wege gelegen) zwischen Christoph von Lilien zu Werl und Egon von Lilien zu Lahr einerseits und Caspar Kree zu Werl andererseits, 26.02.1858
Akten
Standort: 306
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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09.01.2026, 11:57 AM CET