Heinrich, Offizial der Propstei Fritzlar, beurkundet, daß in Gegenwart des Notars und von Zeugen Heinrich gen. Sewiz, Rektor des h. Kreuzaltares i...
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Urk. 34, 5
Urk. 34, A II, Kassel Martinsstift
Urk. 34 Martinsstift Kassel - [ehemals: A II]
Martinsstift Kassel - [ehemals: A II] >> 1350-1374
1355 August 20
Not.-Instr. des kaiserl. Notars Heiso gen. Gnagebein, Klerikers von Uslar Mainzer Diözese, Pergt. mit dem Signete des Notars u. anhängendem Siegelbruchstück. - Rückw. Rubra d. 15. u. 16. Jahrh.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Acta sunt hec in Fritslaria in curia prepositure, anno 1355, ind. 8., mensis augusti die vicesima, hora vesperarum, pontificatus Innocentii pape VI. anno 3.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Heinrich, Offizial der Propstei Fritzlar, beurkundet, daß in Gegenwart des Notars und von Zeugen Heinrich gen. Sewiz, Rektor des h. Kreuzaltares in der Pfarrkirche St. Cyriaci zu Kassel (Cassele), gesunden Sinnes und Körpers, seine Güter im Dorfe und Felde Bettenhausen (Bettinhusen), sein Haus und seine Hofstelle in der Freiheit Kassel gegenüber (ex opposito) vom Hospital neben dem Hause des Adolfus, welches er bewohnt, 6 ½ Acker im Felde der Stadt Kassel gegenüber den Weinbergen (ex opposito vinearum), 4 Acker an dem Wege gen. 'ouweg', 1 ½ Acker 'uf dem verne', 5 Acker auf dem Weinberg (in monte vinearum), 3 Acker 'in dem langinrode', 2 Acker gegenüber 'der ouwe', ½ Weinberg, der jährlich 18 Kasseler (Casselenses) Pfennige zinst, und den Zehnten dieses Weinberges und seine sämtlichen sonstigen beweglichen und unbeweglichen Güter testamentsweise seinem Sohne Heinrich und deren Mutter Gisla auf ihre Lebenszeit übertragen hat. Nach dem Tode Heinrichs und der Gisla fallen die Güter zu Bettenhausen für die ständige Vikarie des gen. h. Kreuzaltares, die er damit dotieren will und die er zu seinem und seiner Vorfahren Seelenheile vor dem Aussteller gegründet und für eine Person dotiert hat. Das Patronat dieser Vikarie besitzt der Propst der Nonnen zu Ahnaberg, doch besitzen Heinrich und Gisla für das erste Mal ein Vorschlagsrecht. Über alle übrigen Güter können Heinrich und seine Mutter durch Testament verfügen, wie es ihnen zum Seelenheile Heinrichs und seiner Vorfahren zweckmäßig erscheint, doch sollen sie die Legate, die Heinrich zu Lebzeiten ausgesetzt hat, zuvor davon ausrichten.
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Conrad von Boene in Vellmar (Velmar), Hartlieb gen. Lendeman in Hadamar (Hademar), Plebane, Johannes gen. Lasse, Rektor des Hospitals St. Spiritus vor Fritzlar, Johannes gen. Talwig, Kleriker von Warburg (Wartberg), Schulmeister (rector scolarum) in Fritzlar.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Der Offizial.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Schultze Nr. 764.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Heinrich, Offizial der Propstei Fritzlar, beurkundet, daß in Gegenwart des Notars und von Zeugen Heinrich gen. Sewiz, Rektor des h. Kreuzaltares in der Pfarrkirche St. Cyriaci zu Kassel (Cassele), gesunden Sinnes und Körpers, seine Güter im Dorfe und Felde Bettenhausen (Bettinhusen), sein Haus und seine Hofstelle in der Freiheit Kassel gegenüber (ex opposito) vom Hospital neben dem Hause des Adolfus, welches er bewohnt, 6 ½ Acker im Felde der Stadt Kassel gegenüber den Weinbergen (ex opposito vinearum), 4 Acker an dem Wege gen. 'ouweg', 1 ½ Acker 'uf dem verne', 5 Acker auf dem Weinberg (in monte vinearum), 3 Acker 'in dem langinrode', 2 Acker gegenüber 'der ouwe', ½ Weinberg, der jährlich 18 Kasseler (Casselenses) Pfennige zinst, und den Zehnten dieses Weinberges und seine sämtlichen sonstigen beweglichen und unbeweglichen Güter testamentsweise seinem Sohne Heinrich und deren Mutter Gisla auf ihre Lebenszeit übertragen hat. Nach dem Tode Heinrichs und der Gisla fallen die Güter zu Bettenhausen für die ständige Vikarie des gen. h. Kreuzaltares, die er damit dotieren will und die er zu seinem und seiner Vorfahren Seelenheile vor dem Aussteller gegründet und für eine Person dotiert hat. Das Patronat dieser Vikarie besitzt der Propst der Nonnen zu Ahnaberg, doch besitzen Heinrich und Gisla für das erste Mal ein Vorschlagsrecht. Über alle übrigen Güter können Heinrich und seine Mutter durch Testament verfügen, wie es ihnen zum Seelenheile Heinrichs und seiner Vorfahren zweckmäßig erscheint, doch sollen sie die Legate, die Heinrich zu Lebzeiten ausgesetzt hat, zuvor davon ausrichten.
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Conrad von Boene in Vellmar (Velmar), Hartlieb gen. Lendeman in Hadamar (Hademar), Plebane, Johannes gen. Lasse, Rektor des Hospitals St. Spiritus vor Fritzlar, Johannes gen. Talwig, Kleriker von Warburg (Wartberg), Schulmeister (rector scolarum) in Fritzlar.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Der Offizial.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Schultze Nr. 764.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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