Gutsarchiv Unterdeufstetten: Jüngere Gutsverwaltung (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, PL 20 IV
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Deposita, nichtstaatliche Archive und Nachlässe >> Deposita
(1818-1846) 1848-1969
Überlieferungsgeschichte
Das Rittergut Unterdeufstetten, das 1784 an die Familie von Seckendorff kam, wurde in dem von dem kurtrierischen Kammerherrn Alexander von Seckendorff-Gutend begründeten Familienzweig weitervererbt und kam nach dessen Aussterben im Mannesstamm an die Familie von Praun.
Inhalt und Bewertung
Der vorliegende Aktenbestand spiegelt die Geschichte des Ritterguts seit dem Jahr 1848 wider, das für die adligen Grundbesitzer einschneidende Veränderungen mit sich brachte. Wegen der häufigen Abwesenheit der Gutsbesitzer nehmen die Berichte der Rentamtmänner und deren Korrespondenz mit ihnen einen großen Raum ein. Die private Korrespondenz der Familie von Seckendorff dagegen wurde mit ihren persönlichen Nachlässen in einem gesonderten Bestand PL 20 VI vereinigt. Für die ältere Gutsverwaltung bis 1848 sei auf die Findbücher zu den Beständen PL 20 I-III verwiesen, wo sich auch eine ausführliche Geschichte des Ritterguts nachlesen lässt. Die Rechnungen befinden sich im Bestand PL 20 V. Karten und Pläne bilden den Bestand PL 20 VII.
Vorbemerkung: Das Rittergut Unterdeufstetten wurde 1784 von dem königlich-preußischen Gesandten und Staatsminister Christian Karl Ludwig von Pfeil, der es 1761 käuflich erworben hatte, an seine Tochter Dorothea vererbt, die in zweiter Ehe mit dem kurtrierischen Kammerherrn Alexander von Seckendorff verheiratet war. Nach dessen Tod fiel es 1809 an seinen Sohn Carl Ernst Julius, der ihn aber nur um zehn Jahre überlebte. Bis zur Volljährigkeit von dessen Sohn Eduard, der in Tübingen Jura studierte und als dichtender Archivar hervortrat, wurde es von seinem Onkel und Vormund Ernst Carl Johann von Seckendorff, Forstmeister in Wallerstein, verwaltet. Von Eduard von Seckendorff gelangte der Besitz an seinen Sohn Erwin, Jurist und Abgeordneter des Württembergischen Landtags, der es 1923 wiederum an seine älteste Tochter Irene vererbte. Diese wählte nach dem Tod ihres Ehemanns Friedrich von Praun Unterdeufstetten als Wohnsitz. Der vorliegende Aktenbestand spiegelt die Geschichte des Ritterguts seit dem Jahr 1848 wider, das für die adligen Grundbesitzer einschneidende Veränderungen wie die Ablösung der Grundlasten und das Ende der Patrimonialgerichtsbarkeit mit sich brachte. Wegen der häufigen Abwesenheit der Besitzer des Ritterguts nehmen die Berichte der Rentamtmänner, die oft mehrere Betreffe vereinigen, einen großen Raum ein. Dies gilt auch für deren Korrespondenz mit den Gutsbesitzern. Die private Korrespondenz der Familie von Seckendorff dagegen wurde mit den persönlichen Nachlässen der Familienmitglieder, die einen Bezug zu Unterdeufstetten hatten, in einem gesonderten Bestand PL 20 VI vereinigt. Für die ältere Gutsverwaltung bis 1848 sei auf die Findbücher zu den Beständen PL 20 I-III verwiesen, wo sich auch eine ausführliche Geschichte des Ritterguts Unterdeufstetten und des ritterschaftlichen Archivs nachlesen lässt. Die Rechnungen befinden sich im Bestand PL 20 V. Karten und Pläne bilden den Bestand PL 20 VII. Der vorliegende Bestand mit der Laufzeit (1818-1846) 1848-1969 umfaßt 139 Akteneinheiten mit einem Gesamtumfang von 2,5 Regalmetern. Er wurde von Gisela Scharlau verzeichnet und in die EDV eingegeben. Endredaktion und Formulierung des Vorwortes übernahm die Unterzeichnete. Ludwigsburg im Dezember 2003 Maria Magdalena Rückert
Das Rittergut Unterdeufstetten, das 1784 an die Familie von Seckendorff kam, wurde in dem von dem kurtrierischen Kammerherrn Alexander von Seckendorff-Gutend begründeten Familienzweig weitervererbt und kam nach dessen Aussterben im Mannesstamm an die Familie von Praun.
Inhalt und Bewertung
Der vorliegende Aktenbestand spiegelt die Geschichte des Ritterguts seit dem Jahr 1848 wider, das für die adligen Grundbesitzer einschneidende Veränderungen mit sich brachte. Wegen der häufigen Abwesenheit der Gutsbesitzer nehmen die Berichte der Rentamtmänner und deren Korrespondenz mit ihnen einen großen Raum ein. Die private Korrespondenz der Familie von Seckendorff dagegen wurde mit ihren persönlichen Nachlässen in einem gesonderten Bestand PL 20 VI vereinigt. Für die ältere Gutsverwaltung bis 1848 sei auf die Findbücher zu den Beständen PL 20 I-III verwiesen, wo sich auch eine ausführliche Geschichte des Ritterguts nachlesen lässt. Die Rechnungen befinden sich im Bestand PL 20 V. Karten und Pläne bilden den Bestand PL 20 VII.
Vorbemerkung: Das Rittergut Unterdeufstetten wurde 1784 von dem königlich-preußischen Gesandten und Staatsminister Christian Karl Ludwig von Pfeil, der es 1761 käuflich erworben hatte, an seine Tochter Dorothea vererbt, die in zweiter Ehe mit dem kurtrierischen Kammerherrn Alexander von Seckendorff verheiratet war. Nach dessen Tod fiel es 1809 an seinen Sohn Carl Ernst Julius, der ihn aber nur um zehn Jahre überlebte. Bis zur Volljährigkeit von dessen Sohn Eduard, der in Tübingen Jura studierte und als dichtender Archivar hervortrat, wurde es von seinem Onkel und Vormund Ernst Carl Johann von Seckendorff, Forstmeister in Wallerstein, verwaltet. Von Eduard von Seckendorff gelangte der Besitz an seinen Sohn Erwin, Jurist und Abgeordneter des Württembergischen Landtags, der es 1923 wiederum an seine älteste Tochter Irene vererbte. Diese wählte nach dem Tod ihres Ehemanns Friedrich von Praun Unterdeufstetten als Wohnsitz. Der vorliegende Aktenbestand spiegelt die Geschichte des Ritterguts seit dem Jahr 1848 wider, das für die adligen Grundbesitzer einschneidende Veränderungen wie die Ablösung der Grundlasten und das Ende der Patrimonialgerichtsbarkeit mit sich brachte. Wegen der häufigen Abwesenheit der Besitzer des Ritterguts nehmen die Berichte der Rentamtmänner, die oft mehrere Betreffe vereinigen, einen großen Raum ein. Dies gilt auch für deren Korrespondenz mit den Gutsbesitzern. Die private Korrespondenz der Familie von Seckendorff dagegen wurde mit den persönlichen Nachlässen der Familienmitglieder, die einen Bezug zu Unterdeufstetten hatten, in einem gesonderten Bestand PL 20 VI vereinigt. Für die ältere Gutsverwaltung bis 1848 sei auf die Findbücher zu den Beständen PL 20 I-III verwiesen, wo sich auch eine ausführliche Geschichte des Ritterguts Unterdeufstetten und des ritterschaftlichen Archivs nachlesen lässt. Die Rechnungen befinden sich im Bestand PL 20 V. Karten und Pläne bilden den Bestand PL 20 VII. Der vorliegende Bestand mit der Laufzeit (1818-1846) 1848-1969 umfaßt 139 Akteneinheiten mit einem Gesamtumfang von 2,5 Regalmetern. Er wurde von Gisela Scharlau verzeichnet und in die EDV eingegeben. Endredaktion und Formulierung des Vorwortes übernahm die Unterzeichnete. Ludwigsburg im Dezember 2003 Maria Magdalena Rückert
139 Büschel (5,2 lfd. m)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:40 PM CET