Querulationis nullitatis Auseinandersetzung um Beleidigung
Show full title
(1) 3449
Wismar T 21 (W T 1 n. 21)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 20. 1. Kläger T
(1671-1672) 01.05.1672-21.06.1673 (1703)
Kläger: (2) Georg Tropp, Major, seit 05.04.1673 Oberstwachtmeister (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Peter Menger, Seidenhändler zu Wismar (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Lic. Christian Michael (A & P)
Fallbeschreibung: Der Bekl. hat vom Kl. die Bezahlung von Schulden gefordert, die dessen Eltern bei ihm gemacht haben, der Kl. hat ihm aber mehrfach mitgeteilt, daß er das Erbe nicht angetreten habe und daher nicht für diese Schulden verantwortlich sei. Wegen dieser Schulden und Zahlungsaufforderungen beschimpfen sich Parteien und werden vom Ratsgericht zur weiteren Beweisführung aufgefordert. Der Kl. queruliert gegen die Prozeßführung des Ratsgerichts und bittet darum, dessen Entscheidung aufzuheben. Am 01.10. fordert das Tribunal den Rat zur Einsendung der Akten der Vorinstanz auf und erhält diese am 10.10. Am 08.11. lehnt das Tribunal die Annahme der Prozesse ab. Am 19.12.1672 und 29.01.1673 bittet Lic. Michael darum, seinem in Holland befindlichen Mandanten die Frist für Rechtsmittel gegen diese Entscheidung offenzulassen und erhält am 23.12.1672 und 09.02.1673 die erbetenen Fristverlängerungen. Am 05.04. trägt der Kl. seine Beschwerden erneut vor, wird aber am 20.06.1673 abgewiesen. Am 04.01.1703 quittiert Dr. Gröning den Empfang der Akten der Vorinstanz.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1671-1672 2. Tribunal 1672-1673
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 15.12.1671 und 27.03.1672; von Notar Gottfried Reichardt aufgenommene Appellation vom 04.04.1672; Kommissionsprotokoll des Ratsgerichts vom 22.04.1672
Beklagter: Peter Menger, Seidenhändler zu Wismar (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Lic. Christian Michael (A & P)
Fallbeschreibung: Der Bekl. hat vom Kl. die Bezahlung von Schulden gefordert, die dessen Eltern bei ihm gemacht haben, der Kl. hat ihm aber mehrfach mitgeteilt, daß er das Erbe nicht angetreten habe und daher nicht für diese Schulden verantwortlich sei. Wegen dieser Schulden und Zahlungsaufforderungen beschimpfen sich Parteien und werden vom Ratsgericht zur weiteren Beweisführung aufgefordert. Der Kl. queruliert gegen die Prozeßführung des Ratsgerichts und bittet darum, dessen Entscheidung aufzuheben. Am 01.10. fordert das Tribunal den Rat zur Einsendung der Akten der Vorinstanz auf und erhält diese am 10.10. Am 08.11. lehnt das Tribunal die Annahme der Prozesse ab. Am 19.12.1672 und 29.01.1673 bittet Lic. Michael darum, seinem in Holland befindlichen Mandanten die Frist für Rechtsmittel gegen diese Entscheidung offenzulassen und erhält am 23.12.1672 und 09.02.1673 die erbetenen Fristverlängerungen. Am 05.04. trägt der Kl. seine Beschwerden erneut vor, wird aber am 20.06.1673 abgewiesen. Am 04.01.1703 quittiert Dr. Gröning den Empfang der Akten der Vorinstanz.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1671-1672 2. Tribunal 1672-1673
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 15.12.1671 und 27.03.1672; von Notar Gottfried Reichardt aufgenommene Appellation vom 04.04.1672; Kommissionsprotokoll des Ratsgerichts vom 22.04.1672
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:28 AM CET