Anspruch auf die Ackertrift zu dem Wald gen. die Ville (Vyle) bei dem im Herzogtum Jülich liegenden Neuenhof (Amt Bergheim), wo der Appellant seine Schweine zur Mast trieb. Die Berufung an das RKG richtet sich gegen einen Bescheid, der beiden Parteien dieses Recht zuerkannte, ihre Schweine dort zur Mast zu treiben. Der Appellant verweist auf Verfahrensfehler und wirft den Kommissaren der Vorinstanz Parteilichkeit vor. Der Herzog von Jülich, Kleve und Berg weist als Lehnsherr des Appellanten über die Akkertrift hinausgehende Ansprüche der Appellaten zurück. Ein RKG-Urteil vom 20. Juni 1550 gewährt den Appellaten die Restitution ihres Besitzes.
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Anspruch auf die Ackertrift zu dem Wald gen. die Ville (Vyle) bei dem im Herzogtum Jülich liegenden Neuenhof (Amt Bergheim), wo der Appellant seine Schweine zur Mast trieb. Die Berufung an das RKG richtet sich gegen einen Bescheid, der beiden Parteien dieses Recht zuerkannte, ihre Schweine dort zur Mast zu treiben. Der Appellant verweist auf Verfahrensfehler und wirft den Kommissaren der Vorinstanz Parteilichkeit vor. Der Herzog von Jülich, Kleve und Berg weist als Lehnsherr des Appellanten über die Akkertrift hinausgehende Ansprüche der Appellaten zurück. Ein RKG-Urteil vom 20. Juni 1550 gewährt den Appellaten die Restitution ihres Besitzes.
AA 0627, 5525 - S 2770/9324
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VIII: S-T
Reichskammergericht, Teil VIII: S-T >> 1. Buchstabe S
1588 - 1661 (1312 - 1660)
Enthaeltvermerke: Kläger: Stephan von Stommel zu Neuenhof; seit 1566 seine Witwe Johanna von Zweifel für sich und ihre Kinder Hermann, Wilhelm, Catharina und Magdalena von Stommel und Arnold von Stommel zu Neuenhof; seit 1574 die Brüder Hermann und Wilhelm von Stommel, Edel von Langen als Witwe des Arnold von Stommel und dessen Schwester Magdalena von Stomel wie auch Catharina von Stommel gen. Quadt; seit 1609 Wilhelm Kettler zu Nesselrath, Thyn, Arnold und Weinand von Frentz und Petronella von Baren als Witwe des Arnold von Frentz zu Schlenderhan, (Bekl.) Beklagter: Abt zu Brauweiler, Hermann von Bochum, und Konsorten, (Kl.); als Interessent der Herzog von Jülich, Kleve und Berg Prokuratoren (Kl.): Lukas Landstraß 1537 - Friedrich Rebstock - Hieronymus Lerchenfelder - Johann Helffmann - Christophorus Swabach - Simon Engelhart - Mauritius Breunle - Lerchenfelder - Leopold Dick 1548 - Michael von Kaden - Amandus Wolff - Johann Deschler 1551 - Anastasius Greineisen - Amandus Wolff - Melchior Schwarzenberger - Stephanus Fell - Dr. Christofforus Reiffsteck [1565] 1566 - Dr. Alexander Reiffsteck - Dr. Christoffer Reffsteck 1574 - Dr. Johann Brentzlein - Dr. Johann Vest - Dr. Johann Groenberger - Dr. Sigismund Haffner [1600] 1609 Prokuratoren (Bekl.): Friedrich Rebstock 1537 - Hieronymus Lerchenfelder - Ludwig Ziegler - Amandus Wolff - Hans Helffman - Philipp Bauman - Dr. Michael von Kaden 1549 - Dr. Jakob Huckell - Laurentius Wilthelm 1562 - Daniel Capito - Julius Marth - Dr. Laurentius Wilthelm 1569 - Lic. Antonius Streit [1604] 1608 - Lic. Johann Hansen 1616 - für den Landesherrn: Dr. Johann Portius [1554] 1559 - Dr. Alexander Reifsteck Prozeßart: Appellationsprozeß Instanzen: 1. Kommissare des Herzogs von Jülich, Kleve und Berg 1586 - 1587 - 2. RKG 1588 - 1661 (1312 - 1660) Beweismittel: Acta priora mit Zeugenrotulus (Bd. 4). Tausch des Hofs Neuhof bei Glessen durch den jül. Grafen Gerhardus gegen den Hof zu Drove des Ritters Rabod von Odenkirchen (Rabodus gen. de Odenkirgne), 1312 (Bd. 4 Bl. 28-29). Beschreibung: 4 Bde., 20 cm; Bd. 1: 139 Bl., lose, Q 1-6, Q 8-18, Q 20-25, Q 27-39; Bd. 2: 134 Bl., lose, Q 40-79; Bd. 3: 147 Bl., lose, Q 80-108; 1 Aktenstück in Sachen Claus Wagener und Konsorten ./. Johann Hala und Konsorten vom 11. Mai 1563; Bd. 4: 153 Bl., teilweise geb., Q 7, Q 19 (= Q 26). Lit.: Geschichte der adligen Familie von Stommel, in verschiedenen Linien am Rhein, in Hessen und in der Wetterau nach authentischen Urkunden zusammengetragen, Düsseldorf 1845, S. 11.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:47 MESZ