Reichsstadt Nürnberg, Katharinenkloster, Urkunden (Bestand)
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Reichsstadt Nürnberg, Katharinenkloster, Urkunden
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1290-1805
Vorwort: 1. Notizen zur Geschichte Das Katharinenkloster, ursprünglich vor, nach der letzten Stadtmauererweiterung innerhalb der Lorenzer Altstadt gelegen, ging aus einem Siechenhaus hervor, wurde 1293 von dem Patrizier Konrad von Neumarkt und seiner Ehefrau Adelheid geb. Pfinzing dotiert und 1295 vom Bamberger Bischof als Dominikanerinnenkloster bestätigt. Bedeutend war die Bibliothek des Frauenklosters. Mit dem Tod der letzten Priorin 1596 starb der Konvent aus. Bereits vor dem Aussterben des Konvents wurden die Liegenschaften und Einkünfte des Klosters durch das reichsstädtische Katharinenamt verwaltet. Hierzu wurde 1578 ein eigener Pfleger bestallt, jedoch wurde das Amt später in Personalunion mit dem Spitalamt geführt. Die Klosterkirche und die übrigen Gebäude dienten nach der Säkularisation verschiedenen Zwecken, so wurde z.B. das Refektorium 1678 zur Anatomie ("Anatomischen Theater") umgebaut, 1769 das Armen- und Arbeitshaus eingerichtet. Im Bombenkrieg 1945 brannten die Gebäude vollständig aus. In der Nachkriegszeit wurden die Umfassungsmauern der Kirche gesichert (seit 2005 mit überdachtem Altarraum), auf dem übrigen Gelände 1987/80 die Stadtbibliothek eingerichtet. 2. Bestandsgeschichte Die im StA Nürnberg erhaltene Urkundenüberlieferung des Katharinenklosters ist - verglichen mit anderen Klöstern in Nürnberg - mit 400 Nummern verhältnismäßig umfangreich. Die Aktenüberlieferung stammt überwiegend aus der Zeit nach der Reformation und Aufhebung des Klosters bis 1804, d. h. also von dem Katharinenamt als reichsstädtischer Nachfolgebehörde. Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts zur Retrokonversion archivischer Findmittel wurde das 1890 von Archivar Josef Lehner angefertigte und von Albert Gümbel ergänzte Urkundenrepertorium 2010 von Frau Marina Heller in die Datenbank eingegeben. Bearbeitungen und die Eingabe der Orts- und Personenregister nahm Dr. Daniel Burger vor. 3. Literaturhinweise: Fleischmann, Peter: Katharinenamt, in: Stadtlexikon Nürnberg, 2. Aufl. Nürnberg 2000, S. 524. Wendehorst, Alfred: Katharinenkloster, in: Stadtlexikon Nürnberg, 2. Aufl. 2000, S. 524 Fries, W.: Kirche und Kloster zu St. Katharina in Nürnberg, in: MVGN 25 (1924), S. 1-143. Lee, A.: Materialien zum geistigen Leben des späten 15. Jahrhunderts im St. Katharinenkloster zu Nürnberg, Heidelberg 1969. Schwemmer, Wilhelm: Das ehemalige Katharinenkloster zu Nürnberg im 19. und 20. Jahrhundert, in: MVGN 70 (1983), S. Steinke, Barbara: Paradiesgarten oder Gefängnis? Das Nürnberger Katharinenkloster zwischen Klosterreform und Reformation (Spätmittelalter und Reformation. Neue Reihe, Bd. 30), Tübingen 2006. Ruf, Paul (Bearb.): Mittelalterliche Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz. Bd. 3, Teil 3: Bistum Bamberg, 1939; ND München 1969. Schneider, Karin: Die Bibliothek des Katharinenklosters in Nürnberg und die städtische Gesellschaft, in: Bernd Moeller u. a. (Hrsg.): Studien zum städtischen Bildungswesen des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Bericht über Kolloquien der Kommission zur Erforschung der Kultur des Spätmittelalters, 1978 bis 1981 (Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, phil.-hist. Klasse III,137), Göttingen 1983, S. 70-83 Willing, Antje: Literatur und Ordensreform im 15. Jahrhundert. Deutsche Abendmahlsschriften im Nürnberger Katharinenkloster (Studien und Texte zum Mittelalter und zur frühen Neuzeit Bd. 4), Münster u. a. 2004.
Reichsstadt Nürnberg, Katharinenkloster, Urkunden
464
Bestand
Urkunden
ger
Ergänzende Hinweise: in EDV komplett erfasst; Online-Findmittel vorhanden; Digitalisate online vorhanden
Information on confiscated assets
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
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Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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