Hans Krieger der Ledergärw, Bürger zu Ravensburg, verkauft dem Altar auf der hinteren Kanzel in der Pfarrkirche Unserer lieben Frau zu Ravensburg, den ¿Klaus Motz gestiftet hat und zur Zeit Heinrich Schmid besingt, für 21 lb 15 ß d einen zu St. Martin zahlbaren Ewigzins von 1 lb d Ravensburger Währung. Er geht aus Hof und Gut seiner Mutter Adelheid, Witwe des Landschreibers Hans Haider, zu Hinzistobel ("Hintzlistobel"), den zur Zeit Tannenmayer bewirtschaftet. Der Hof erbringt jährlich je 2 Scheffel weniger 2 Strich Vesen und Hafer sowie 1 lb 5 ß d. Im Säumnisfall können die Altaristen das verpfändete Gut verwerten oder auf das übrige Vermögen des Ausstellers und seiner Mutter zugreifen. Der Zins ist ablösbar, und zwar ohne Zins für das laufende Jahr, wenn die Rückzahlung des Kapitals bis Johann Baptist an der Sonnwende erfolgt. Der Wiederkauf muß zwischen der "rechten" Fasnacht und Ostern angekündigt werden. Der Gläubiger ist nicht berechtigt, die Ablösung zu verlangen. Peter Rupp stimmt dem Geschäft als Vogt der Adelheid Haider zu.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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