F 79 - Schachtanlage Gneisenau (Bestand)
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Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv (Archivtektonik) >> F - Firmen
1881-1982
Firmensitz: Dortmund-Derne Branche: Steinkohlenbergbau Am Anfang der Geschichte der Zeche Gneisenau steht die Verleihung der Grubenfelder Union und Union II-VIII an die Bohrgesellschaft Union, Neuss, die 1872 unter dem Namen Union konsolidiert wurden. 1873 Beginn der Abteufarbeiten durch die Gewerkschaft Gneisenau 1875 Realteilung in die Felder Gneisenau und Courl-Fortsetzung 1882 Umwandlung der Gewerkschaft Gneisenau in eine AG 1886 Aufnahme der Förderung 1890 Inbetriebnahme der Kokerei 1891 Erwerb der Zechen Gneisenau, Scharnhorst und Preußen durch die Harpener Bergbau-AG 1899 Erwerb der Bergwerks-AG Courl 1908 Erwerb der Gewerkschaften Victoria und Kobold bei Lünen 1925 Erwerb und Stillegung der Zeche Massen bei Unna 1925-27 Bau des Wetterschachtes Grevel 1926 Stillegung der Zeche Preußen I 1927 Baubeginn für den Verbindungsquerschlag Gneisenau-Scharnhorst, Zentralkokerei und neue Wäsche (1930 in Betrieb) 1929 Stillegung der Zeche Preußen II 1930 Durchschlag zwischen Gneisenau und Scharnhorst 1931 Stillegung der Zeche Kurl 1/2, Einstellung der Förderung auf Scharnhorst 1940 Abtretung der Zeche Victoria an die Reichswerke Hermann Göring (bis 1957) 1962 Durchschlag zwischen Gneisenau und Victoria 1969 Einbringung in die Ruhrkohle AG 1985 Einstellung der Förderung auf Gneisenau ca. 180 m Die Akten betreffen überwiegend die Zeche Gneisenau, aber auch die Schachtanlagen Victoria, Scharnhorst und Kurl. Daneben finden sich einige Splitter betr. die Zechen Massen, Mansfeld, Ringeltaube, Dorstfeld, Oespel, Neu-Iserlohn, Bruchstraße, Robert Müser und Amalia, die sich ebenfalls im Besitz der Harpener Bergbau-AG befanden. A Berechtsame, Entwicklung des Unternehmens (Erwerbungen, Stilllegungen) B Verkehr mit der Hauptverwaltung Allgemeine Verwaltung, Berichte an die Hauptverwaltung, Planungs-und Betriebsbesprechungen, Zeitungsausschnitte, Unterlagen zur Harpen-Festschrift. C Betrieb 1. Zechenbuch, Betriebspläne und Verkehr mit der Bergbehörde 2. Grubenbetrieb Abbauverfahren, Gewinnungsmaschinen und Fördermittel, Wetterführung und Schießarbeit, Sprengstoffwesen, Gesteinstaubverfahren, Grubenausbau, Beleuchtung, Lampenwirtschaft, Abteufen, Ausbau und Betrieb von Schächten. 3. Tagesbetrieb Errichtung von Tagesanlagen, Fördermaschinen, Bahnanlagen, Landabsatz, Hafen Preußen, Kokerei, Kraftwerk, Halden, Ziegelei Maiweg. D Förderung und Absatz, Qualitätsabkommen für Kohle und Koks E Belegschaft Belegschaftslisten; Tarifverträge, Lohnfragen, Arbeitszeit, Überschichten, Leistungssteigerung, Ausbildung, Beschäftigung von Unternehmerarbeitern; Betriebsvertretung; Deputate, Erholungskuren, Bau von Arbeiterwohnungen, Kolonien, Ledigen- und Lehrlingsheime, Konsumanstalt; Bergbau-Berufsgenossenschaft, Knappschaft. F Unfallverhütung und Rettungswesen
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 14:00 MEZ