Johann Philipp Dangeleisen, Schaffner der Kommende Hemmendorf des Malteserordens, und Andreas Geßler, Bürgermeister der österreichischen Stadt Horb am Neckar und Geistlicher Vater der dortigen Franziskaner, verkaufen als Testamentsvollstrecker der reichsfrei und wohledel geborenen Witwe Maria Ursula Schütz von Eutingertal, geborene Hepp von Hepperg, mit Zustimmung der Franziskaner in Horb ein Hofgütlein in Baisingen mit allen Ein- und Zugehörungen und Rechten und Gerechtigkeiten, das Maria Ursula Schütz von Eutingertal den Franziskanern in Horb für fromme Zwecke überlassen hatte (ad pias causas), an den Reichsfreiherrn und Rittmeister Hans Georg von Wernau (Werdnaw) zu Dießen, Dettlingen, Bittelbronn und Baisingen, und alle seine Erben und Nachkommen für 250 fl und bestätigen die Bezahlung von zunächst 50 fl der Kaufsumme. Zu diesem Hogütlein gehören: [1] Die Behausung, in der zwei besondere Wohnungen sein können, mit dem Krautgärtlein, dem Baum- und dem Grasgarten und der Scheuer. Die Behausung liegt zwischen Hans Schelling und Hans Raible und stößt vorne an die Straße und hinten an den Käufer. Aus dieser Hofreite erhält die Gemeinde Baisingen jedes Jahr einen Zins von 1 ß h. [2] 1 1/2 Mannsmahd Baum- und Grasgarten zwischen dem Gässlein, Hans Schelling und Hans Raible, der oben auf die Göttelfinger Steige und unten auf Hans Graf stößt. [3] 1/2 Mannsmahd Wiese im Hainger Weg zwischen den Neubauern Gall und Michel Teufel, die oben auf den Hainger Weg und unten auf den Käufer stößt. [4] 3 Jauchert Acker im Gefrayer oder hinter dem Bühl in der Ergenzinger Zelge zwischen Hans Bauer, genannt Kleinhans, und Martin Lenz, der oben an Hans Graf und unten auf die Mötzinger Straße stößt. Aus diesem Acker erhält die Frühmesspfründe zu Ergenzingen nach der Zelge 1 Malter Roggen. [5] 1 1/2 Jauchert Acker im Hainger Weg zwischen Hans Kiefer und Hans Graf, die oben auf Jakob Raible und unten auf den Hechinger Weg stoßen. Aus diesem Acker erhält das Hofgut von Jakob Kiefer 4 Viertel Roggen nach der Zelge und der Hof von Hans Schelling 2 Viertel Roggen und Hafer nach der Zelge. [6] 1/2 Jauchert am Rosenwieslein zwischen Gall und Georg Teufel, die oben auf den Hainger Weg und unten auf den Käufer stoßen. [7] 1/2 Jauchert Acker im Bößler zwischen Gall Stopper und Michel Kiefer, der oben auf Hans Noll und unten auf die Mötzinger Straße stößt. [8] 1 1/2 Jauchert Acker an der Rohrdorfer Steige in der Eutinger Zelge zwischen Jung Hans Teufel und Michel Kiefer, der oben wieder auf Jung Hans Teufel stößt und unten auf den Schultheiß Hans Müller. Aus diesem Acker erhält der Hof von Hans Kiefer nach der Zelge 10 Viertel Roggen. [9] 1/2 Jauchert bei dem Weiher oder Bindteneßel zwischen Joachim Teufel und dem Graben, der oben wieder auf Joachim Teufel und auf Georg Teufel stößt. Aus diesem Acker erhält Hans Noll in Baisingen 2 Viertel Roggen nach der Zelge. [10] Ungefähr 2 Jauchert Acker an der Halde zwischen Gall Stopper und denen von Göttelfingen, die oben auf den Käufer und unten auf den Neubauer Michel Teufel stoßen. [11] 1/2 Jauchert Acker in der Röthe zwischen Georg Teufel und Hans Kiefer, der oben auf Michel Kiefer und unten auf Jung Hans Teufel stößt. [12] 1 Jauchert im Elbenloch zwischen der Obrigkeit zu Vollmaringen und Gall Stopper, der oben auf die Rohrdorfer Steige und unten auf die Weiher Steige stößt und ein Drittelacker gewesen ist. [13] 1 1/2 Viertel an der Vollmaringer Straße zwischen Jakob Raible und Hans Bernhard, der oben auf den Schultheißen Hans Müller und unten auf die Vollmaringer Straße stößt. [14] 2 Jauchert Acker an der Vollmaringer Straße in der Mötzinger Zelge zwischen Hans Raible und Hans Luginsland, der oben auf den Käufer und unten an die Vollmaringer Straße stößt. [15] 1/2 Jauchert an der Tannensteige zwischen Martin Stoppe r und Hans Schelling, der oben wieder auf Hans Schelling und unten auf den Neubauer Michel Teufel stößt. [16] 2 Jauchert auf der Öffene zwischen Georg Teufel und Hans Weiß, der oben auf den Neubauer Michel Teufel und unten auf Joachim Teufel stößt. [17] Ungefähr 1 Jauchert Acker an der Herrenberger Straße zwischen dem Herrenberger Weg und Hans Noll, der oben wieder auf den Herrenberger Weg und unten auf die Wiese des Neubauern Michel Teufel stößt. [18] 1/2 Jauchert Wiese und Acker zwischen Hans Noll und dem Neubauer Michel Teufel, die oben an den Käufer und unten auf Hans Luginsland stoßen. [19] 3 Viertel Acker an dem Herrenberger Weg zwischen Hans Raible und Vielen Ahmanden, der oben auf Hans Teufel und unten auf den Graben stößt. Aus diesem Acker erhält der Hof von Hans Schelling 2 Viertel Roggen und Hafer nach der Zelge. [20] 1/2 Jauchert auf der Röte (Reithe) zwischen dem Käufer und Hans Welsch, der oben auf den Neubauer Michel Teufel und unten auf Hans Schelling stößt und in das Hofgut von Jung Hans Teufel gehört. Ansonsten sind die genannten Stücke und Güter nur mit dem gewöhnlichen Zehnten belastet. Die restlichen 200 fl soll der Käufer den Ausstellern und ihren Erben und Nachkommen in Raten jährlich auf Ostern mit 50 fl abzahlen, damit im Jahr 1662 beginnen und bis zur vollständigen Bezahlung fortsetzen. Die Aussteller erklären Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung.