Querulationis Auseinandersetzung um Einhaltung eines geschlossenen Vertrages
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(1) 1543
Wismar J 37 (W J n. 37)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 10. 1. Kläger J
(1767) 26.03.1767-06.06.1767
Kläger: (2) Nicolaus Jesse, Pächter der Holländereien zu Neukloster und Strameus (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: Daniel Joachim Philip Dahlemann, Pächter des Amtes Neukloster (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Philipp Wilhelm Sengebusch (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (P) Bekl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A)
Fallbeschreibung: Nach Bitte des Bekl. vom 26.03.1767 um Fristverkürzung für Kl. zum Einreichen seiner Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil und erteiltem Mandat des Tribunals vom 27.03. an Kl., binnen 14 Tagen seinen Schriftsatz vorzulegen, trägt dieser am 09.04. folgendes vor Bekl. hat 1766 das Amt Neukloster gepachtet und mit Kl. und anderen Unterpachtverträge abgeschlossen. Kl. hat bereits 105 Rtlr Vorschuß auf die vom 01.05.1766 bis 01.05.1767 laufende Pacht gezahlt, da Bekl. das Amt aber noch nicht ausgeliefert wurde, ist auch der Unterpachtvertrag noch nicht wirksam. Kl. hat deshalb durch den Rat einen Arrest auf die Güter des Bekl. legen lassen. Rat befiehlt Bekl. auch, den Vorschuß, allerdings ohne Zinsen, zurückzuzahlen. Dagegen appelliert Kl. an das Tribunal und fordert auch die Bezahlung der Zinsen, wird aber am 26.05.1767 abgewiesen. Am 27.05. bittet Bekl. darum, Kl. anzuweisen, falls er Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen wolle, dies binnen 3 Tagen zu tun. Das Tribunal setzt Kl. am selben Tag eine Frist von 8 Tagen. Am 02.06. bittet Anwalt Sengebusch um Fristverlängerung, da sein Mandant in Holstein Vieh kauft, wird aber am 06.06.1767 abgewiesen.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1767 2. Tribunal 1767
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteil vom 04.03.1767; von Notar August Wilhelm Rüdemann aufgenommene Appellation vom 07.03.1767
Beklagter: Daniel Joachim Philip Dahlemann, Pächter des Amtes Neukloster (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Philipp Wilhelm Sengebusch (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (P) Bekl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A)
Fallbeschreibung: Nach Bitte des Bekl. vom 26.03.1767 um Fristverkürzung für Kl. zum Einreichen seiner Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil und erteiltem Mandat des Tribunals vom 27.03. an Kl., binnen 14 Tagen seinen Schriftsatz vorzulegen, trägt dieser am 09.04. folgendes vor Bekl. hat 1766 das Amt Neukloster gepachtet und mit Kl. und anderen Unterpachtverträge abgeschlossen. Kl. hat bereits 105 Rtlr Vorschuß auf die vom 01.05.1766 bis 01.05.1767 laufende Pacht gezahlt, da Bekl. das Amt aber noch nicht ausgeliefert wurde, ist auch der Unterpachtvertrag noch nicht wirksam. Kl. hat deshalb durch den Rat einen Arrest auf die Güter des Bekl. legen lassen. Rat befiehlt Bekl. auch, den Vorschuß, allerdings ohne Zinsen, zurückzuzahlen. Dagegen appelliert Kl. an das Tribunal und fordert auch die Bezahlung der Zinsen, wird aber am 26.05.1767 abgewiesen. Am 27.05. bittet Bekl. darum, Kl. anzuweisen, falls er Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen wolle, dies binnen 3 Tagen zu tun. Das Tribunal setzt Kl. am selben Tag eine Frist von 8 Tagen. Am 02.06. bittet Anwalt Sengebusch um Fristverlängerung, da sein Mandant in Holstein Vieh kauft, wird aber am 06.06.1767 abgewiesen.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1767 2. Tribunal 1767
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteil vom 04.03.1767; von Notar August Wilhelm Rüdemann aufgenommene Appellation vom 07.03.1767
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:26 AM CET