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Inventare des Professors Schuckard, Unterfasz. 12: Kasten X
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Verzeichnis der in Kasten X gelagerten Naturalien, Kupferstiche und Schaustücke.
Das Inventar enthält Inventur-, Verlust- und Schadensvermerke in braunem Holzstift, die aus dem Kontext einer Inventur um 1753/54 stammen (vgl. Bü 17-25, 38-48). Vgl. auch spätere Verzeichnisse zu Kasten X in A 20 a Bü 68, Bü 76. Zur Anlegung dieser Inventarserie vgl. die Geschäftsführungsakten in A 20 a Bü 183. Die verzeichneten Objekte umfassen:
- Gipsfiguren, ausgestopfte Vögel und Fledermäuse (davon 8 Items per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet; S. 5-9);
- Kupferstiche (v.a. religiöse Motive, Darstellungen von Mitgliedern des Hauses Württemberg sowie von evangelischen Geistlichen) (S. 10-15);
- Kunst- und Schaustücke (v.a. aus Papier ausgeschnittene Figuren, gerahmte Aquarelle sowie ein aus Samen, Gewürzen, Käferflügeln und Schneckenhäusern zusammengesetzter Männerkopf) (S. 15-18).
Eine Gliederung der Objekte nach Lagerort liegt nur für die zoologischen Präparate vor. Ein Vermerk in braun auf der letzten beschriebenen Seite weist darauf hin, dass der Kasten noch weitere, nicht beschriebene Gegenstände enthält (S. 18).
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.