Vor dem Kammeramts- und Stadtgerichtsassessor Martin Mayer verkauft nach vorheriger Deputation Karl Herzog als Bevollmächtigter seiner Schwester Maria Regina, der Witwe des Gerichts- und Hofratssekretärs und -referendars von Reitzer, an den Hofrat und Leibarzt Franz Georg Ignaz Ittner ihren Anteil an dem Grundzins der in der offenen Judengasse gelegen Judenhäuser im Wert von 9 Gulden 22 ½ Kreuzer jährlich zu 4 ½ % für 209 Gulden. Ittner bezahlt den Kaufschilling bar. Er quittiert, dass es sich um den Grundzins auf folgenden Häusern handelt: 1.) auf dem des Juden Auerbach mit 37 Gulden 30 Kreuzer,. 2.) auf dem der Erben des Isaak Daniel mit 20 Gulden 50 Kreuzer,. 3.) auf dem des Mair Bickert, "modo" Alexander Oppenheimer, mit 20 Gulden 50 Kreuzer,. 4.) auf dem des Jakob Loeser, "modo" Schlaffer, mit 20 Gulden 50 Kreuzer,. 5.) auf dem des Feist Hamburg mit 20 Gulden 50 Kreuzer,. 6.) auf dem der Erben des verstorbenen Mayer mit 20 Gulden 50 Kreuzer,. 7.) auf dem der Erben des Ellinger mit 20 Gulden 50 Kreuzer,. 8.) auf dem der Erben des Isaak Ingelheim mit 20 Gulden 50 Kreuzer,. 9.) auf dem des Low Speyer, "modo" des Amtmanns Weiss, mit 20 Gulden 50 Kreuzer,. 10.) auf dem der Erben des Juden Reinach mit 20 Gulden 50 Kreuzer. Insgesamt handelt es sich um 225 Gulden. Beide Parteien verzichten nach vorhergehender Belehrung auf Rechtsmittel ("doli, vis, metus, persuasionis, rei non sic, sed aliter gestae, laesionis enormis et ultra dimidium") "handtreulich an Eydstatt". Siegel des kurfürstlichen Kammeramts und Stadtgerichts und eigenhändige Unterschrift Mayers werden angekündigt. "So geschehen Mainz d 12tn xbris 1780."