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Staatsarchiv Nürnberg (Archivtektonik) >> Beständetektonik des Staatsarchivs Nürnberg >> I. Altbestände (Territorien und Institutionen des Alten Reichs) >> Reichsstadt Nürnberg >> Reichsstädtische Zentral- und Mittelbehörden >> Ratskanzlei - siehe auch Nürnberger Archivalien
1440-1792
Vorwort: Der Fond "Nürnberger Krönungsakten" wurde in reichsstädtischer Zeit gebildet. Schon 1742 werden sie als "Crönungs-Acta" bezeichnet, 1745 ist die Rede von den "Kayserl. Wahl- und Crönungsactis". Sie dürften mit den Akten über Kaisereinzüge und Huldigungen vereinigt gewesen sein, welche 1742 in der Vorderen Registratur der Ratskanzlei aufbewahrt wurden. Die geschlossene Aufstellung ist auf das Bedürfnis des Rates zurückzuführen, jederzeit Unterlagen rasch zur Hand zu haben, um das Notwendige bei großen offiziellen Ereignisse an der Spitze des Reiches zu veranlassen. Besonders wichtig waren der Empfang des neuen Kaisers, die Huldigung der Stadt, der Aufenthalt der kaiserlichen Familie oder eines Beauftragten in Nürnberg, die Sendung des Kronwagens mit den für die Krönung benötigten Reichsinsignien an den Krönungsort, Familienereignissen im Kaiserhaus insbesondere der Tod des Kaisers. Die "Krönungsakten" enthalten Berichte, Korrespondenzen, Abrechnungen usw. besonders über: 1) Aufenthalt bzw. Durchreise von Kaiser und Fürsten, besonders Friedrich III. (1440 ff.), Maximilian I. (1500), Ferdinand I. (1521, 1540), Karl V. (1541 ff.), Maximilian II. (1570, 1571), Matthias (1612), Leopold I. (1658), Joseph I. (1704), Karl VI. (1712); Sicherungsvorkehrungen in der Stadt, Ordnung des feierlichen Einritts, Listen über die Nürnberger Gastgeber und die Teilnehmer (Fürsten und Gefolge), Geschenke, Besichtigungen, Feuerwerk. 2) Krongesandtschaft zu Wahlen, Krönungen und Belehnungen, auch zur Krönung von Königinnen und Kaiserinnen nach Frankfurt, Aachen, Worms, Regensburg, Augsburg; Geleite und Geleitstationen, Streitigkeiten besonders mit den Markgrafen, Instruktionen des Rates, Reisebeschreibungen, Schilderungen des Krönungsvorganges und Rolle der Insignien dabei, Ratschlag, Audienzen der Nürnberger Gesandten, Unterbringung, Kosten der Gesandtschaft, Verzeichnisse der einzelnen Insignien. 3) Trauer (Feiern, Anteilnahme) beim Tode der Kaiser Friedrich III., Ferdinand III., Leopold I., Joseph I., Karl VI., Karl VII., Franz I., Joseph II., Leopold II. 4) Sonstige Vorgänge: Religionspolitische Auseinandersetzungen und Schmalkaldischer Krieg (Korrespondenzen u. a. aus der Kanzlei Herzog Heinrichs von Braunschweig), Zeitungen, Pasquille, Gedichte, Prognostika; Wahlkapitulationen von Karl V., Rudolf II., Matthias; Kaisereinzug in Würzburg 1619; Huldigungen für kaiserliche Kommissare Maximilian Karl Graf zu Löwenstein 1705 und Graf von Sazenhofen 1746; Reichsvikariatssachen 1711 ff., 1740-1745, 1790, 1792; Empfang für Joseph I. in Hersbruck 1704; Vermählung Josephs II. mit Maria Josepha von Kurbayern 1764/65; Abschaffung der Lokalhuldigung in Nürnberg 1765; Krönung in Prag 1791/92; Parallele Feiern und Teilnahmebekundigungen in Frankfurt, Augsburg, Ulm, Regensburg, Schweinfurt, Rothenburg o. T., Würzburg; Beschreibung der kaiserlichen Schatzkammer in Wien 1680. Eingehende Korrespondenzen mit Gustav Georg König von Königsthal aus Frankfurt, Reichshofratsagent von Fabrice und Sekretär Röder aus Wien, Legationsrat von Jan, Senator Dr. Luther, Hofratswitwe Häberlin aus Frankfurt, Rat J.P. von Schulin aus Frankfurt. Huldigungsgedichte, Triumpf-, Willkomm- und Trauerlieder (z. T. lateinisch oder französisch), darunter Neujahrswunsch in Nürnberger Mundart von den Autoren Samuel Faber, Prof. Magnus Daniel Omeis / Altdorf, Andreas Myldorf, Georg Christoph Arnschwanger, Prof. Chr. G. Schwarz / Altdorf, Christoph Fürer, Johann Joachim Pinggiser, Friedrich Wilhelm Imhoff, Georg Karl Wölcker, Dyonisi Joseph Heckler, Prof. Wolfgang Jäger / Altdorf, Alxinger, Georg Wilhelm Maier. Komponist: Pachelbel 1704. - Verfasser von Berichten: Johannes Müllner, Johann Christoph Müllner, Sigmund Gabriel Holzschuher, Albrecht Pömer, Veit Hieronymus Holzschuher, Johann Sigmund Holzschuher, Christoph Fürer, Wolf Jakob Hützel, Johann Burkhard Volckamer, Christoph Wilhelm Friedrich Stromer, Johann Sigmund Christoph Joachim Haller, Carl Wilhelm Wölckern. Abbildungen (meist Aquarelle wurden entnommen und befinden sich im Bestand "Bildsammlung"): Trachten der am Einritt Beteiligten (Federzeichnungen) 1540, 1541, Trachten, Traghimmel, Festonen, Ehrenpforten, Schmuck der Stadt, Feuerwerk 1570, Salvaguardien 1546/47, Trachten usw. (wie 1570) 1612, Wahl und Krönung in Regensburg 1636/37 (Stiche von Johann Hauer), Sitzordnungen bei Krönungen in Regensburg, Frankfurt, Augsburg (Skizzen), Trachten usw. (wie 1570) 1658, Huldigungen vor dem Rathaus 1705 und 1746 (Stiche), Schmuck der Stadt 1712 (Stiche gez. von J. D. Preisler, z. T. gest. v. J. G. Beckh und Stiche von H. Bölmann, Federzeichnungen und Aquarelle, z. T. von Joh. Andreas Gebhardt), Feuerwerk 1764, Frankfurter Hausgrundrisse 1764, 1790. Literaturhinweis: - Kircher, Albrecht: Deutsche Kaiser in Nürnberg. Eine Studie zur Geschichte des öffentlichen Lebens in der Reichsstadt Nürnberg von 1500-1612. Nürnberg 1955. - Gold, Renate: Ehrenpforten, Baldachine, Feuerwerke. Nürnberger Herrscherempfänge vom 16. Jahrhundert bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts, Nürnberg 1990.
Reichsstadt Nürnberg, Ratskanzlei, Krönungsakten
96
Bestand
Akten
ger
Ergänzende Hinweise: in EDV komplett erfasst; Nr. 7, 15 und 23 als Fotobände vorhanden
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.