Krämerkompanie (Bestand)
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05.1-1/08
Archiv der Hansestadt Lübeck (Archivtektonik) >> 05 Private Archive >> 05.1 Selbstverwaltung von Handel und Gewerbe >> 05.1-1 Bürgerschaftliche Kollegien und deren Einrichtungen
1472-1853
Erschließungszustand, Umfang: Findbuch (gedr., 1996)
19 lfm
Verwandte Verzeichnungseinheiten: ASA Interna Kaufmannschaft, ASA Ämter, Krämerkompanie
Literaturhinweis: Archiv der Hansestadt Lübeck, Findbücher 2: Kaufmännische Archive: Krämerkompanie, Lübeck 1996.
Vorwort: Die schriftliche Überlieferung der Krämerkompanie setzt ein im 15. Jahrhundert; ihr Schwerpunkt liegt jedoch im 17./18. Jahrhundert, aus dem auch die ersten Registrierungsarbeiten 1798 von Lic. Carl Georg Curtius datieren (Nr. 512, 514-516). Carl Wilhelm Dittmer war es dann jedoch, der 1843-44 ein ausführliches Verzeichnis erstellte (Nr. 548), in dem er die Überlieferung der Krämerkompanie selbst sowie sodann den Aktenniederschlag der bürgerschaftlichen Funktion der Krämerkompanie zusammenfaßte. Die "Neuordnung" von 1887 (Nr. 549) scheint sich nur auf die erstgenannten Unterlagen zu beziehen. Von Hans-Bernd Spies ist dann 1978 eine Verzeichnung des in Lübeck verbliebenen Restbestandes der Krämerkompanie durchgeführt worden, die mit in die hier vorliegende Übersicht eingeflossen ist (Nr. 550).
Der zerstörte Ordnungszustand schien nun allerdings so desolat, daß von einer genauen Rekonstruktion der Dittmerschen Ordnung abgesehen wurde, um so mehr, als der Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung eine Erleichterung bei der Neuordnung zu versprechen schien. Da dies jedoch nicht der Fall war, wurde in einer Mischung von rechnergestützter und mechanischer Bearbeitung eine an die von Dittmer vorgegebenen Ordnung angelehnte Neuverzeichnung vorgenommen. Die endgültige Überarbeitung konnte nur glättend, jedoch keine Redressierung auf den Dittmerschen Ordnungszustand sein.
Im vorliegenden Fall sind auch die sogenannten bürgerschaftlichen Akten - da schon in Sachakten gegliedert - mit in das Verzeichnis eingeschlossen worden, während darauf bei den anderen kaufmännischen Archiven aufgrund ihres Duplikatcharakters und ihrer chronologischen Reihung verzichtet werden konnte.
Der schlechte Ordnungszustand der Akten ließ es nicht zu, mit Hilfe des Dittmerschen Verzeichnisses die durch die einst kriegsbedingte Auslagerung bewirkten Aktenverluste festzustellen; anders bei den Amtsbüchern: hier müssen folgende Bände anscheinend (lt. Verzeichnis von 1887) als verloren angesehen werden: 123-125, 137-139, 141-143, 145, 146, 150-152, 155, 156, 158, 160, 161, 293, 339, 358, 372, 375. Auch bei den Stimmbüchern (außer bei der 7. Stimme) sind Verluste zu verzeichnen.
August 1996
Eingrenzung und Inhalt: Memorialbücher 1472-1585, Protokolle 1573-1854, Stimmbücher 1671-1853, Rechnungsbücher 1576 ff, Kassenbücher der Testamente 1577, Rollen, Älterleute, Brüder, Liegenschaften, Kapitalien, Archiv, Verhältnis zu den anderen bürgerlichen Kollegien, zu den Ämtern, zu Konzessionierten, zu Fremden, zu Juden, Handel außerhalb der Stadt, Bürgerschaftliches Wirken
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: a. Auch die Krämerkompanie hat ihre Wurzeln im 15. Jh.. Sie vertrat die Interessen der Detailhändler, wenn auch die Grenze zu den Großkaufleuten nicht scharf gezogen war und diese insbes. in der Spätzeit häufig aus finanziellen u.a. Gründen aus den anderen Kompanien in die Krämerkompanie übertraten. Auch die Krämerkompanie gehörte zur Bürgerschaft und ging mit deren Neugestaltung wie die anderen Kollegien in der Kaufmannschaft auf (1853).
b. Die schriftliche Überlieferung der Krämerkompanie setzt im 15. Jh. ein. Ihr Schwerpunkt liegt im 17. und 18. Jh., aus welcher Zeit die ersten Registrierungsarbeiten von Lic. Carl Georg Curtius datieren. Carl Wilhelm Dittmer war es jedoch, der 1843-44 ein ausführliches Verzeichnis erstellte, in dem er die eigentlichen Kompanieakten und die bürgerschaftlichen Akten zusammenfasste. Dieses Prinzip ist unter Anlehnung an das alte Verzeichnis bei der Neubearbeitung des Bestandes nach der Rückführung 1987/90 beibehalten worden. Integriert wurden die 1978 von Hans-Bernd Spies verzeichneten, bei der Auslagerung in Lübeck verbliebenen Akten.
19 lfm
Verwandte Verzeichnungseinheiten: ASA Interna Kaufmannschaft, ASA Ämter, Krämerkompanie
Literaturhinweis: Archiv der Hansestadt Lübeck, Findbücher 2: Kaufmännische Archive: Krämerkompanie, Lübeck 1996.
Vorwort: Die schriftliche Überlieferung der Krämerkompanie setzt ein im 15. Jahrhundert; ihr Schwerpunkt liegt jedoch im 17./18. Jahrhundert, aus dem auch die ersten Registrierungsarbeiten 1798 von Lic. Carl Georg Curtius datieren (Nr. 512, 514-516). Carl Wilhelm Dittmer war es dann jedoch, der 1843-44 ein ausführliches Verzeichnis erstellte (Nr. 548), in dem er die Überlieferung der Krämerkompanie selbst sowie sodann den Aktenniederschlag der bürgerschaftlichen Funktion der Krämerkompanie zusammenfaßte. Die "Neuordnung" von 1887 (Nr. 549) scheint sich nur auf die erstgenannten Unterlagen zu beziehen. Von Hans-Bernd Spies ist dann 1978 eine Verzeichnung des in Lübeck verbliebenen Restbestandes der Krämerkompanie durchgeführt worden, die mit in die hier vorliegende Übersicht eingeflossen ist (Nr. 550).
Der zerstörte Ordnungszustand schien nun allerdings so desolat, daß von einer genauen Rekonstruktion der Dittmerschen Ordnung abgesehen wurde, um so mehr, als der Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung eine Erleichterung bei der Neuordnung zu versprechen schien. Da dies jedoch nicht der Fall war, wurde in einer Mischung von rechnergestützter und mechanischer Bearbeitung eine an die von Dittmer vorgegebenen Ordnung angelehnte Neuverzeichnung vorgenommen. Die endgültige Überarbeitung konnte nur glättend, jedoch keine Redressierung auf den Dittmerschen Ordnungszustand sein.
Im vorliegenden Fall sind auch die sogenannten bürgerschaftlichen Akten - da schon in Sachakten gegliedert - mit in das Verzeichnis eingeschlossen worden, während darauf bei den anderen kaufmännischen Archiven aufgrund ihres Duplikatcharakters und ihrer chronologischen Reihung verzichtet werden konnte.
Der schlechte Ordnungszustand der Akten ließ es nicht zu, mit Hilfe des Dittmerschen Verzeichnisses die durch die einst kriegsbedingte Auslagerung bewirkten Aktenverluste festzustellen; anders bei den Amtsbüchern: hier müssen folgende Bände anscheinend (lt. Verzeichnis von 1887) als verloren angesehen werden: 123-125, 137-139, 141-143, 145, 146, 150-152, 155, 156, 158, 160, 161, 293, 339, 358, 372, 375. Auch bei den Stimmbüchern (außer bei der 7. Stimme) sind Verluste zu verzeichnen.
August 1996
Eingrenzung und Inhalt: Memorialbücher 1472-1585, Protokolle 1573-1854, Stimmbücher 1671-1853, Rechnungsbücher 1576 ff, Kassenbücher der Testamente 1577, Rollen, Älterleute, Brüder, Liegenschaften, Kapitalien, Archiv, Verhältnis zu den anderen bürgerlichen Kollegien, zu den Ämtern, zu Konzessionierten, zu Fremden, zu Juden, Handel außerhalb der Stadt, Bürgerschaftliches Wirken
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: a. Auch die Krämerkompanie hat ihre Wurzeln im 15. Jh.. Sie vertrat die Interessen der Detailhändler, wenn auch die Grenze zu den Großkaufleuten nicht scharf gezogen war und diese insbes. in der Spätzeit häufig aus finanziellen u.a. Gründen aus den anderen Kompanien in die Krämerkompanie übertraten. Auch die Krämerkompanie gehörte zur Bürgerschaft und ging mit deren Neugestaltung wie die anderen Kollegien in der Kaufmannschaft auf (1853).
b. Die schriftliche Überlieferung der Krämerkompanie setzt im 15. Jh. ein. Ihr Schwerpunkt liegt im 17. und 18. Jh., aus welcher Zeit die ersten Registrierungsarbeiten von Lic. Carl Georg Curtius datieren. Carl Wilhelm Dittmer war es jedoch, der 1843-44 ein ausführliches Verzeichnis erstellte, in dem er die eigentlichen Kompanieakten und die bürgerschaftlichen Akten zusammenfasste. Dieses Prinzip ist unter Anlehnung an das alte Verzeichnis bei der Neubearbeitung des Bestandes nach der Rückführung 1987/90 beibehalten worden. Integriert wurden die 1978 von Hans-Bernd Spies verzeichneten, bei der Auslagerung in Lübeck verbliebenen Akten.
Bestand
Benutzungsbeschränkung: keine
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.06.2025, 10:12 MESZ